Weihnachtsmärkte

Neue Gefahr aus der Luft  

Diese und nächste Woche starten überall die Weihnachtsmärkte – der Duft von Punsch, Glühwein oder frischen Lebkuchen ist ein sicheres Zeichen für den Beginn der Adventszeit. Spätestens jedoch seit dem Anschlag im vergangenen Jahr auf den Berliner Weihnachtsmarkt schwingt auch Unbehagen mit. Überall werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt und Betonquader sind mittlerweile nahezu in jeder Stadt zu finden. Sie bieten den Besuchern Schutz vor Terroranschlägen und Gefahren durch Fahrzeuge. Was ist jedoch mit der Bedrohung aus der Luft – Drohnen sind nicht nur in der Lage schnell und unbemerkt über große Menschenmassen zu fliegen, sie können auch Bomben oder Sprengstoff transportieren.
Schutz vor Angriffen aus der Luft bietet das in Deutschland gegründete Unternehmen Dedrone. Der Innovations- und Technologieführer für Drohnendetektion, mit Sitz in San Francisco und Kassel, bietet bereits seit 2014 Schutz vor zivilen Drohnen. Der sogenannte DroneTracker erkennt, detektiert und warnt automatisch und in Echtzeit vor unbemannten Flugobjekten, sodass im Ernstfall frühzeitig eingegriffen werden kann.
„Immer wieder kursieren Videos im Internet in denen zum Beispiel der IS demonstriert, wie er die unbemannten Fluggeräte nutzt und als tödliche Waffe missbraucht. Im Westen wurde bisher zwar noch kein Drohnen-Anschlag der Terrormiliz bekannt, die Gefahr sollte jedoch nicht unterschätzt werden“, so Dr. Ingo Seebach, COO und Mitgründer von Dedrone. „Auch wird regelmäßig über Warnungen vom Bundeskriminalamt berichtet. Drohnen sind kinderleicht zu fliegen, können überall gekauft werden und tragen zudem noch große Lasten über große Reichweiten - man stelle sich nur mal vor was passiert, wenn eine Sprengstoff-Drohne über den Weihnachtsmarkt fliegt. Das führt nicht nur zu vielen Verletzten, sondern vermutlich auch zu vielen Toten.
Für mehr Sicherheit in der Luft soll die aktuelle Drohnenverordnung vom 1. Oktober dieses Jahres sorgen. Ab einem Gewicht von zwei Kilogramm wird ein spezieller Drohnen-Führerschein benötigt um die Erlaubnis zu bekommen unbemannten Fluggeräte steigen zu lassen. Außerdem wurden weltweit bereits etliche sogenannte „No Fly Zones“ für Drohnen errichtet. „Das Problem hierbei ist jedoch die Einhaltung der Gesetze – es ist schließlich auch verboten mit einem LKW in eine Menschenmenge zu rasen. Hat eine Person kriminelle Hintergedanken, so wird diese sich nicht von Gesetzen aufhalten lassen“, erklärt Seebach. „Das eingesetzte Sicherheitspersonal muss auf alle Gefahren vorbereitet sein – dazu gehören auch Drohnenangriffe. Mit unserem System können wir hier bestmöglich unterstützen. Unser vorrangiges Ziel ist es, Drohnen zu erkennen und rechtzeitig vor ihnen zu warnen. Je nach Einsatzbereich können die Verantwortlichen auf einen Alarm reagieren und Menschen in Sicherheit bringen. Außerdem wird jeder Alarm per Video aufgezeichnet und kann bei der Suche nach dem Täter helfen und zur Beweisführung dienen.“
Titelfoto: dedrone GmbH

Johanna Willms, dedrone