Magnus Ahlqvist ab März 2018 Präsident und CEO von Securitas
Fotos (3): © Securitas Holding GmbH

Magnus Ahlqvist zum Präsidenten und CEO ab März 2018 ernannt

Der Vorstand der Securitas AB hat Magnus Ahlqvist zum neuen Vorstandsvorsitzenden (CEO) und Präsident der Securitas AB ernannt. Er wird sein Amt im März 2018 antreten und folgt damit Alf Göransson, der darum gebeten hatte, seinen Posten verlassen zu dürfen, nachdem er Securitas elf Jahre lang erfolgreich geführt hat.

Seit dem 1. September 2015 ist Magnus Ahlqvist Divisional Präsident der Securitas Security Services Europe und Mitglied des Managements der Securitas-Gruppe. Magnus Ahlqvist wechselte von Motorola Mobility, einem Google-Unternehmen, das später von Lenovo übernommen wurde, zu Securitas. Bei Motorola war er Vice Präsident für die Regionen Europa, Naher Osten, Afrika und Indien. Zuvor hatte er zwölf Jahre lang bei Sony Ericsson und Sony Mobile Communications gearbeitet. Unter anderem war er drei Jahre lang Präsident von Sony Mobile Communications in China, Vice Präsident und Geschäftsführer Spanien & Portugal und Telefónica sowie Geschäftsführer in Kanada. Magnus Ahlqvist ist 43 Jahre alt und verfügt über einen “Master of Science in Economics and Business Administration” der Stockholm School of Economics sowie ein “Leadership Exam from Harvard Business School”.

„Securitas ist der weltweit führende Sicherheitsanbieter und außerdem ein attraktives Unternehmen mit sehr kompetenten und engagierten Mitarbeitern. Wir haben eine erfolgreiche Strategie und geben bei der Weiterentwicklung der Sicherheitsbranche die Richtung vor – von der traditionellen Bewachung vor Ort zu einem erheblich breiteren Spektrum fortschrittlicher Sicherheitslösungen und elektronischer Sicherheitseinrichtungen. Ich fühle mich sehr geehrt und freue mich unheimlich darauf, in dieser neuen Ära mit den vielen tollen Menschen bei Securitas weltweit zusammenzuarbeiten, indem wir uns noch mehr als bisher auf die neuen digitalen Technologien in der Sicherheitsbranche konzentrieren werden. Auf diesem Weg wird es unser höchster Anspruch sein, unseren Kunden mit allem Einsatz den besten Service zu bieten“, sagt Magnus Ahlqvist.

Alf Göransson wird den Posten des CEO und Präsident von Securitas noch bis März 2018 ausfüllen. Danach steht er dem neuen CEO und Präsident noch für zwei Jahre Alf Göranssonberatend zur Seite und wird ihn in dieser Eigenschaft unter anderem auch bei der Kundenbetreuung, der Kundengewinnung und in branchenspezifischen Fragen unterstützen. Alf Göransson wird gleichzeitig mit der Niederlegung seines Amtes als CEO und Präsident von Securitas das Board of Directors verlassen.

„Im März nächsten Jahres blicke ich auf insgesamt 18 Jahre als Präsident und CEO mehrerer börsennotierter Unternehmen und 11 Jahre in diesen Positionen bei Securitas zurück. Es ist nun an der Zeit, mit meiner Karriere und meinem Leben etwas anderes zu tun. Es war mir eine besondere Ehre, dieses großartige Unternehmen 11 Jahre lang leiten zu dürfen, das dank seiner starken Kultur und der vielen engagierten Mitarbeiter inzwischen die Entwicklungen in der Branche entscheidend vorantreibt“, sagt Alf Göransson.

Marie Ehrling, Vorstandsvorsitzende von Securitas, kommentiert:

„Seit mehr als zehn Jahren entwickelt Alf Göransson Securitas als CEO und Präsident erfolgreich weiter. Heute sind wir Marktführer in der Marie EhrlingSicherheitsbranche, denn wir bieten unseren Kunden komplette Sicherheitslösungen, die sowohl auf fortschrittlichen elektronischen als auch auf konventionelleren Lösungen basieren. Die Transformation der Branche schreitet schnell voran. Unser nächster Schritt wird nun sein, dass wir die Chancen ergreifen, die uns die neuen digitalen Technologien eröffnen. Damit wir unsere Marktposition halten können, muss der Umbau schnell und energisch durchgefügt werden. Wir sind froh, Magnus Ahlqvist, den aktuellen Präsidenten des Europa-Sektors von Securitas, ab März 2018 für den Posten als CEO und Präsident gewinnen zu können. Während der zwei Jahre seiner bisherigen Arbeit in unserem Unternehmen hat Magnus Ahlqvist bewiesen, dass er über eine starke Führungspersönlichkeit, vielseitige Erfahrungen mit den Herausforderungen der Branche und außerdem das richtige Gespür für die bestmöglichen Lösungen für Securitas-Kunden verfügt. Mit Magnus Ahlqvist als unserem neuen CEO und Präsident sichern wir unserem Unternehmen Kontinuität und die nachhaltig wirksame Umsetzung der Strategie von Securitas“, sagt Marie Ehrling.

 

15 Jahre Ausbildungsberufe in der Sicherheitswirtschaft

10.000 Fach- und Servicekräfte für Sicherheit

„Seit 15 Jahren bilden deutsche Sicherheitsunternehmen junge Menschen aus. In unseren beiden Ausbildungsberufen – der dreijährigen Fachkraft und der zweijährigen Servicekraft für Schutz und Sicherheit, lernen die Auszubildenden Sicherheit von A-Z und tragen dazu bei, dass die Qualität der Sicherheitsdienstleistung weiter steigt.“, so BDSW Hauptgeschäftsführer Dr. Harald Olschok. Seit der Einführung der dualen Berufsausbildung im Jahre 2002 haben rund 10.000 junge Menschen ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und stehen dem Markt als hochqualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung.

Die Sicherheitsbranche wächst weiter. Mittlerweile beschäftigt sie rund 260.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – unter ihnen sind fast 4.000 Auszubildende in den beiden Berufen. Für schätzungsweise 1.300 junge Menschen beginnt am 1. August das erste Ausbildungsjahr in der Sicherheitswirtschaft.

Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer BDSW
Foto: © BDSW
„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wichtigste Kapitel unserer Mitgliedsunternehmen in einem besonders wettbewerbsintensiven Dienstleistungssektor“,
sagte Harald Olschok. „Denn um hohe Qualität erreichen und aufrechterhalten zu können, sind Sicherheitsdienstleister darauf angewiesen, sich jeden Tag auf ihre Beschäftigten verlassen zu können. Die beiden Ausbildungsberufe sind die "Leuchttürme" unserer Ausbildungspyramide“, so Olschok weiter. Für die äußerst vielschichtigen Aufgabengebiete der privaten Sicherheitsdienste gäbe es zahlreiche Maßnahmen in der Aus-und Fortbildung. „Investitionen in die berufliche Qualifizierung der Beschäftigten sind, vor allem langfristig gesehen, der beste Weg um sich am Markt zu behaupten.“

Dabei spiele vor allem die demografische Entwicklung eine wichtige Rolle. In einigen Jahren werden große Anteile der Belegschaften das Rentenalter erreichen, zugleich sinke geburtenbedingt die Zahl der Nachwuchskräfte. Der gesellschaftliche Wandel betreffe auch das Sicherheitsgewerbe. Um qualifizierte Kräfte zu gewinnen und zu binden, hätten viele Unternehmen für diese ein attraktives Umfeld mit interessanten Tätigkeiten und Perspektiven geschaffen. „Den besten Grundstein können die Unternehmen selbst legen, wenn sie engagierte Auszubildende im Rahmen des dualen Systems qualifizieren,“ sagte Olschok abschließend.

Allen Auszubildenden wünscht der BDSW einen guten und erfolgreichen Start ins Arbeitsleben in der Sicherheitsbranche!

- PM -

Produktpiraterie und Schmuggel sind lukrative Finanzquellen

Organisierte Kriminalität verursacht Schäden in Milliardenhöhe

Prof. Dr. Arndt Sinn
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Die Organisierte Kriminalität betätigt sich vermehrt in illegalen Handelsaktivitäten und schadet dem legalen Wirtschaftskreislauf massiv. Dies zeigt die neue Studie „Wirtschaftsmacht Organisierte Kriminalität: Illegale Märkte und illegaler Handel“ von Prof. Dr. Arndt Sinn, Direktor des Zentrums für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien an der Universität Osnabrück.
Clemens Binninger
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„Schätzungen der OECD zufolge erwirtschaftet die Organisierte Kriminalität weltweit rund 870 Milliarden US-Dollar im Jahr. Dabei wird der illegale Handel zunehmend zur sprudelnden Finanzquelle. Allein die Anzahl der beschlagnahmten illegalen Waren an den Außengrenzen der Europäischen Union ist seit 1998 um nahezu tausend Prozent gestiegen“, berichtet Sinn.

Hohe Gewinnmargen, kaum Verfolgungsdruck, mangelndes Problembewusstsein

Die Ausbreitung organisierter krimineller Gruppen auf ursprünglich legale Geschäftsfelder bestätigt auch der CDU-Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Innenausschusses Clemens Binninger: „In den letzten Jahren hat sich die Organisierte Kriminalität nicht nur internationalisiert, sondern auch weiter professionalisiert. Dabei hat sie Schmuggel und Produktpiraterie gezielt als Betätigungsfeld auserkoren. Denn beim illegalen Handel mit ursprünglich legalen Produkten herrscht nur ein geringer Verfolgungsdruck. Gleichzeitig lassen sich teilweise enorme Gewinnmargen erzielen. Diese Mischung macht den illegalen Handel für die Organisierte Kriminalität besonders attraktiv.“
Prof. Sinn, der unter anderem die europäische Polizeibehörde Europol auf dem Gebiet der Organisierten Kriminalität berät, ergänzt hierzu: „Außerdem werden in der Öffentlichkeit Straftaten im Zusammenhang mit Produkt- und Markenpiraterie kaum wahrgenommen und meistens bagatellisiert, es sei denn, es kommen Personen ums Leben oder es gibt einen hohen finanziellen Schaden.“

Illegaler Handel torpediert Wirtschaft und Gesellschaft

„Produktpiraterie und illegaler Handel schwächen die Finanzkraft eines Landes und beschädigen durch Begünstigung von Korruption das Vertrauen der Bürger in den Staat“, sagt Prof. Sinn. Er sieht politisch, rechtlich und gesellschaftlich, bei Unternehmen sowie seitens der Justiz- und Strafverfolgungsbehörden dringend Handlungsbedarf, „sonst kann sich niemand ernsthaft wundern, dass die Organisierte Kriminalität weiter ausufert und immer schwieriger zu kontrollieren wird.“
Zudem kritisiert er, dass die Strafverfolgung nicht mit den Entwicklungen der letzten Jahre mithält: „Es fehlt vor allem an Expertise, was zukünftige und auch zum Großteil heute schon bestehende illegale Handelswege angeht. Virtuelle Marktplätze finden derzeit kaum Beachtung.“

Kaum Netzwerkbildung und Kooperation im Kampf gegen Produktpiraterie

Sowohl auf Seiten der Markeninhaber als auch auf Seiten der Strafverfolgungsbehörden hätten sich kaum Bündnisse und Netzwerke im Kampf gegen Produktpiraterie gebildet: „Jeder kocht sein eigenes Süppchen und 105 Securitas Schweiz 2017gesammelte Daten über Personen oder Absatzmärkte illegaler Waren werden nicht gebündelt an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben. Beim Zoll und bei der Polizei gibt es zwar Kooperationen, was den Drogenhandel, Geldwäsche oder Zigarettenschmuggel angeht. Doch darüber hinaus haben sich wenig ähnliche Modelle der Zusammenarbeit gebildet“, so Sinn. Bei international agierenden Gruppierungen der Organisierten Kriminalität seien länderübergreifende Netzwerke jedoch unverzichtbar.
Clemens Binninger betonte zudem die Vorteile einer internationalen Vernetzung von Datenbanken: „Die Organisierte Kriminalität interessiert sich nicht für Staatsgrenzen. Wir brauchen die Daten von unseren europäischen Partnern, um Netzwerke zu erkennen. Ansonsten werden uns immer nur die kleinen Fische, aber nie die Hintermänner ins Netz gehen.“

„Know your customer“ als Unternehmensphilosophie

Prof. Dr. Sinn stellt in seiner Studie 13 konkrete Handlungsempfehlungen für den Kampf gegen Produktpiraterie und illegalen Handel auf, darunter die Sensibilisierung der Politik für das Thema, personelle Stärkung der Strafverfolgungsbehörden, internationale Joint Investigation Teams (JIT), stärkere Kontrolle von Transitstaaten und Freihandelszonen sowie bessere Sicherung der Lieferketten durch die Industrie. Beispielgebend seien dabei die Pharma- und Tabakbranche, die schon lange Systeme zur Sicherung der Lieferkette etabliert haben. „Das Prinzip ‚know your customer’ muss zudem zur gelebten Philosophie eines Unternehmens erwachsen“, sagt Sinn.

(PM)

Deutsche Unternehmen im Visier?

Türkei nennt 681 deutsche Unternehmen

Von Nils Retkowski

In den letzten Wochen wurde bekannt, dass die Türkei dem BKA eine Liste übergeben hat, auf der 681 deutsche Unternehmen genannt sind. Zunächst war der Medienberichterstattung zu entnehmen, dass türkische Behörden die gelisteten Unternehmen der Terrorfinanzierung verdächtigen.

Erst nach und nach wurde richtiggestellt, dass die Liste Unternehmen nennt, die mit türkischen Unternehmen Geschäftsbeziehungen unterhalten, die der Terrorfinanzierung verdächtigt werden – ein nicht zu verachtender Unterschied in den Aussagen. Die türkische Regierung dementierte zunächst die Existenz der Liste, räumte dann aber ein, dass es eine solche Liste gebe. Die Nennung auf der Liste hätte keine Auswirkungen auf die genannten Unternehmen. Auch andere europäische Länder hätten eine solche Liste von der Türkei erhalten.

Nachdem die Existenz der Liste weithin bekannt war und auch das BKA auf seiner Homepage die Existenz der Liste bestätigte, zog die türkische Regierung sie jedoch gänzlich zurück.

Die Übergabe dieser Liste erinnert an eine ähnliche Meldung, wie sie zu Anfang des Jahres kurz nach der Münchener Sicherheitskonferenz publik wurde. Hier hatten türkische Sicherheitsbehörden den Deutschen eine Liste mit Personennamen übergeben, welche Anhänger oder Unterstützer der Gülen Bewegung sein und die diese identifizieren oder zurückmelden sollten.

Die Konsequenz

Bisher waren neben den inländischen Säuberungsaktionen nach dem Putsch aus dem letzten Jahr vor allem ausländische Journalisten und Menschenrechtler, die kritisch über die türkische Politik berichteten, im Fokus der türkischen Behörden. Die Beurteilung des Umgangs in diesen Fällen war zwischen Ankara und Berlin sehr ambivalent. Für die Mehrheit der nicht zu diesen Gruppen gehörenden Personen gibt es derzeit keine validen Gründe grundsätzlich von Geschäften mit und Reisen in die Türkei abzusehen.

Die Kurzanalyse

Das Bekanntwerden von mutmaßlichen Ermittlungen gegen deutsche Unternehmen stellt eine neue Eskalationsstufe in den sich verschlechterten Beziehungen zwischen den beiden Staaten dar. Die Verschärfung der Reisehinweise der deutschen Regierung ist eine politische Reaktion auf das bilaterale Verhältnis zwischen der Türkei und Deutschland. Es ist denkbar, dass bei einer weiteren Eskalation, die Geschäftsbeziehungen zwischen deutschen und türkischen Unternehmen Anlass für Ermittlungen von türkischer Seite bieten. Ein Wendepunkt, der Anlass zu einer neuen Bewertung der Situation genommen werden sollte, wäre die Inhaftierung von Geschäfts- oder Privatreisenden in der Türkei, ohne objektiv erkennbaren Hintergrund. Allein die Existenz solcher Listen, wie den oben genannten, weist darauf hin, dass Personen und auch deutsche Unternehmen gezielt beobachtet werden.

www.result-group.com

Über den Autor
Nils Retkowski
Autor: Nils Retkowski
Prokurist/Chief Operating Officer
Ist seit 2011 zunächst als Head of Maritime Services bei der Result Group tätig. Anfang 2014 wurde er zum COO ernannt und führt seit 2017 seine Aufgaben in der Risiko- und Krisenmanagementberatung aus der Niederlassung in Hamburg.