BDSW-Präsident fordert Beauftragten der Bundesregierung für Wirtschaftsschutz

BDSW-Präsident Gregor Lehnert
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Die deutsche Wirtschaft ist täglich durch Spionage, Sabotage, Cyberangriffe und Kriminalität bedroht. Der jährliche Schaden für die deutsche Volkswirtschaft beläuft sich auf mindestens 55 Milliarden Euro.

Auf der vorgestrigen Wirtschaftsschutzkonferenz der „Initiative Wirtschaftsschutz“ in Berlin, die 2016 vom BDSW mitinitiiert wurde, wurden vor rund 300 Teilnehmern Präventiv- und Schutzkonzepte für die Wirtschaft vorgestellt und erörtert.
Dabei verwies BDSW-Präsident Gregor Lehnert auf den signifikanten Beitrag der Sicherheitswirtschaft durch integrierte Sicherheitslösungen zum Wirtschaftsschutz für die zu 99 Prozent mittelständisch geprägte deutsche Wirtschaft. Er appellierte an Staat und Verbände, bei der gemeinsamen weiteren Entwicklung von Schutzkonzepten mehr als bisher die Zielgruppe der KMU-Unternehmen in den Fokus zu nehmen.

Weiterhin sei es dringend erforderlich, dem volkswirtschaftlich relevanten Thema Wirtschaftsschutz eine größere sicherheitspolitische Bedeutung innerhalb der Bundesregierung und damit in der Sicherheitsarchitektur Deutschlands zu geben. Sicherheit der Wirtschaft sei eine immer wichtiger werdende Querschnittsaufgabe und berühre die Zuständigkeit verschiedener Ministerien.
„Es sind derzeit zu viele Abstimmungsprozesse innerhalb der Bundesregierung erforderlich, um kurzfristige und mittelfristige wichtige Maßnahmen zum Schutz der Wirtschaft zu ergreifen. Ein Beauftragter der Bundesregierung für Wirtschaftsschutz ist das Gebot der Stunde und muss zeitnah benannt werden. Auch in anderen wichtigen Themenfeldern für Deutschland hat sich die Benennung von Beauftragten durch die Bundesregierung bewährt, wie zum Beispiel für Digitalisierung und die Maritime Wirtschaft.“, so BDSW-Präsident Gregor Lehnert.
„Ein Beauftragter für Wirtschaftsschutz könnte ressortübergreifend eine Analyse aktueller und zukünftiger Bedrohungen für die Wirtschaft vornehmen und ressortübergreifend Abwehrmaßnahmen, auch durch Vorschläge zur Anpassung von Gesetzlichkeiten initiieren. Die Sicherheitswirtschaft, für die die Koalition die Schaffung eines eigenständigen Gesetzes im Koalitionsvertrag vorgesehen hat, erhielte wiederum einen zentralen Ansprechpartner auf hoher politischer Ebene, und könnte so ihre wichtige Schutzfunktion für die Wirtschaft weiter stärken,“ so Lehnert weiter.

 

Messe Frankfurt Halle 3
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Messe Frankfurt Exhibition GmbH

Unter dem Begriff „Intersec Building“ soll der Ausstellungsbereich 2020 eine noch größere Rolle spielen.

Von Thomas Lay

Mit den Zukunftsthemen der Branche zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, das haben die Teilnehmer dem 3. Intersec Forum in Frankfurt am Main bescheinigt. Die Fachkonferenz für vernetzte Sicherheitstechnik endete erfolgreich mit 650 Teilnehmern und einer sehr guten Resonanz aus der Industrie und den Gewerken der Sicherheits- und Gebäudetechnik.
Das Intersec Forum ist die zentrale Informationschnittstelle der Intersec Building. Diese wiederum ist integraler Bestandteil der Light + Building und adressiert vernetzte Sicherheit in der Gebäudeautomation.

Den steigenden Bedarf nach vernetzter Sicherheitstechnik in Gebäuden und Smart-Cities akzentuiert vom 8. bis 13. März 2020 die Intersec Building mit dem Intersec Forum als Informationsschnittstelle. Beide sind integraler Bestandteil der Light + Building und zoomen branchenübergreifend auf vernetzte Sicherheit in der Gebäude-technik. „In verschiedenen Ausprägungen war und ist Sicherheitstechnik Bestandteil der Light + Building“, bestätigt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe Frankfurt, und ergänzt: „Mit Intersec Building legen wir das Vergrößerungsglas auf vernetzte Sicherheitstechnik. Als wachsender Sektor ist sie zunehmend unverzichtbarer Teil unterschiedlicher Gebäudetechnikbereiche und benötigt deshalb diesen glasklaren Veranstaltungsfokus.“

Mit Intersec Building adressiert die Light + Building spezifische Interessen von Angebots- wie Nachfrageseite und treibt in der Folge digitale Geschäftsmodelle aktiv voran. Als integraler Teil der Light + Building baut Intersec Building mit internationalen Marktführern und Entrepreneuren in der Sicherheitstechnik Brücken zwischen Praxisbezug und Wissensdatenbank – mit dem Intersec Forum als Herzstück. So nutzen Hersteller Intersec Building, um Fachbesuchern sicherheitsrelevante Technik wie Datenschutzsoftware, Zutrittskontroll- oder Überwachungssysteme zu präsentieren, während sie die Light + Building als umfassende Plattform von Gebäudetechnik bespielen. Gleichzeitig genießt die Nachfrageseite den Vorzug einer stärker kondensierten Produktgruppe.

„Um moderne Gebäude und zukunftsweisende Infrastruktur effektiv vor dem Zugriff Dritter zu schützen, muss vernetzte Sicherheitstechnik bei Planung und Umsetzung intelligenter Gebäudetechnik immer mitgedacht werden“, unterstreicht Dr. Henrik Kelz, Geschäftsführer ZVEI-Services. „Als Sicherheitsplattform inmitten der Light + Building steht Intersec Building genau für diese Verknüpfung.“ Ziel von Intersec Building ist es, Themen, Interessen, Marktanforderungen so zu organisieren, dass sie – ganz wie im Internet – immer nur einen gut gemachten Link voneinander entfernt sind.

Schnittstelle Intersec Forum

Zentrale Informationsschnittstelle des neu aggregierten Angebotsbereichs ist das Intersec Forum. Die Konferenz für vernetzte Sicherheitstechnik filtriert Innovationen, diskutiert Herausforderungen und fördert den internationalen Branchenaustausch.

Dabei stehen die Vernetzung von Systemen, Produkten und digitalen Anwendungen in der stromgeführten Sicherheitstechnik im Vordergrund.

Bereits auf der Light + Building 2018, wo dem Ausstellungsbereich Sicherheitstechnik mit der Integration des Intersec Forums erstmals eine eigene Halle gewidmet wurde, äußerte sich Wolfgang Marzin von der Sinnhaftigkeit dieses Konzeptes überzeugt.

Globale Veranstaltungsnetzwerke

Bei der Erstellung des Angebotsprofils profitiert Intersec Building von zwei weltumspannenden Veranstaltungsnetzwerken: Building Technology mit innovativen Messeleuchttürmen wie der Shanghai Intelligent Building Technology oder der IEE – International Escalator and Elevator Expo in Mumbai. Safety, Security & Fire mit der Intersec Dubai oder der Secutech Taipeh. So verknüpft Intersec Building sektorübergreifend innovative Produkte von internationalen Marktführern und Entrepreneuren am Verkehrsknotenpunkt Frankfurt.
Die Messe Frankfurt stellt Interessierten auf Ihrer Internetseite weitere Informationen zum Konzept Intersec Building zur Verfügung.

Intersec Forum und Light + Building

Unter dem Titel „Security meets Smart Building: Digitalisierung und Sicherheit im Gebäude der Zukunft“ tagt das Intersec Forum jährlich und parallel zu den Leitmessen Light + Building und ISH. Im März 2018 hatte das Intersec Forum seinen Veranstaltungsort im direkten Umfeld der Light + Building, Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik.

Messekompetenz in den Branchen Safety, Security & Fire

Im internationalen Wachstumsfeld der zivilen Sicherheit gehört die Messe Frankfurt mit derzeit zehn Veranstaltungen zu den weltweit bedeutendsten Organisatoren von Messen und Kongressen. Die Events für die Sicherheitsbranche finden in Asien, Europa, dem Nahen und Mittleren Osten und Südamerika statt und bieten optimale Zugangsmöglichkeiten zu diesen dynamischen Wachstumsmärkten.

 

Über den Autor
Thomas Lay
Autor: Thomas Lay
Thomas Lay ist Mitglied der Redaktion von Veko-online. Aufgrund seiner langjährigen polizeilichen Erfahrung im In- und Ausland widmet er sich vornehmlich Sicherheitsthemen.
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Das Investitionsniveau für Feuerwehrfahrzeuge in Deutschland liegt stabil auf gutem Niveau
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Investitionsklima für Feuerwehrfahrzeuge in Deutschland bleibt gut

INTERSCHUTZ 2020 (15. bis 20. Juni)

Das Investitionsniveau für Feuerwehrfahrzeuge in Deutschland liegt stabil auf gutem Niveau. Zu diesem Ergebnis kommen die Statistiker des VDMA-Fachverbandes Feuerwehrtechnik in ihrer aktuellen Markt- und Konjunkturanalyse.

Mit Blick auf die INTERSCHUTZ 2020 sind das positive Aussichten für die ausstellenden Unternehmen. Technologische Innovationen seien für Verwaltungen und Beschaffer von zentraler Bedeutung, so der VDMA. Dasselbe gelte für die Qualität der Fahrzeuge, Geräte und Softwaresysteme. Auch Standardisierung und Service sind wichtige Themen. Mit Spannung blickt die Branche auf elektrische Antriebskonzepte, die in einigen Segmenten bereits marktfähig sind. 

„Wir erwarten für dieses und kommendes Jahr ein anhaltend reges Investitionsniveau für Feuerwehrfahrzeuge in Deutschland“, sagt VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer. „Die Unternehmen aus der Feuerwehrtechnik planen jetzt bereits für die INTERSCHUTZ 2020, um dort nationale und internationale Beschaffungsentscheider zu erreichen. Innovation und technologischer Fortschritt sind für die Feuerwehren kein Selbstzweck, sondern erst dann relevant, wenn sie eine bisherige Technik optimieren, also Qualität, Funktionalität oder Sicherheit erhöhen.“

Größte Herausforderung liegt in der Personalpolitik 

Insgesamt wird der Ausstattungsgrad der deutschen Feuerwehr nahezu bundesweit als gut oder sogar sehr gut beurteilt. „Das bereits gute Beschaffungsniveau des vergangenen Jahres dürfte im laufenden Jahr weiter ansteigen“, betont Scherer. Die Herausforderung Nummer eins bleibt aber eindeutig die Personalpolitik. Das bestehende Personal zu sichern, neues dazu zu gewinnen, die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten und Weiterbildungen anzubieten – das alles steht in der Priorität ganz oben auf der Branchenagenda.

Technische Innovation treibt Investitionen 

„Bessere Technik, höhere Leistung sowie neue Einsatzgebiete gehören nach unserer Beobachtung zu den zentralen Investitionstreibern in der Feuerwehrtechnik. Wer dann auch noch in Sachen Service und Qualität punktet, hat ein attraktives Gesamtpaket zu bieten“, sagt Scherer. 

Insgesamt gehe der Branchentrend weiter in Richtung Standardisierung von Produkten. Für mehr als 80 Prozent der Anwender seien Normen und das Gesamtgewicht von großer Bedeutung. „Unsere Standards sind Gold wert“, so Scherer weiter. „Überall auf der Welt sind die europäischen und darunter besonders auch die deutschen Standards in der Feuerwehr- und Rettungstechnik hochgeschätzt – sowohl bei Fahrzeugen als auch in der Ausrüstung.“

Elektroantriebe sind im Kommen 

Als „interessanten, neuen Baustein im Mobilitätskonzept der Feuerwehrtechnik“ bezeichnet Scherer die wachsende Zahl elektrischer Antriebslösungen. „Vor allem kleinere Fahrzeuge unter einem Gewicht von 3,5 Tonnen sind bereits verfügbar und nachgefragt“, sagt Scherer. „Hinderungsgründe bestehen aktuell darin, dass vor allem die Infrastruktur noch nicht ausgereift ist.“ Auch auf der INTERSCHUTZ werden die Fahrzeugbauer Elektromobilität als eines ihrer Themen auf die Agenda setzen.

Fast jeder zweite INTERSCHUTZ-Besucher entscheidet mit 

Die INTERSCHUTZ ist als Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit ganz klar eine Business-Messe. Sie ist das Branchenereignis Nummer eins und damit fester Termin im Kalender von Entscheidern und Einkäufern. Unternehmen der Feuerwehr- und Rettungstechnik nutzen die INTERSCHUTZ, um Innovationen oder technische Weiterentwicklungen erstmals auf dem Markt vorzustellen. Besucher der INTERSCHUTZ sind deshalb Kaufentscheider aus der Verwaltung, Bürgermeister, Kämmerer, Branddirektoren, Kreisbrandmeister und Kreisbrandräte. Hinzu kommen Kaufentscheider aus Feuerwehren – sowohl von Seiten der Berufsfeuerwehren als auch aus Werkfeuerwehren und Freiwilligen Feuerwehren. Außerdem gehören zur Besucherschaft die internationalen Kaufentscheider mit privatwirtschaftlichem, städtischem und staatlichem Hintergrund. 

Die Besucherbefragung der INTERSCHUTZ 2015 hat ergeben, dass 43 Prozent der insgesamt mehr als 150.000 Besucher an den Entscheidungen ihrer Unternehmen oder Organisationen beteiligt sind. Mehr als 32.000 Besucher haben auf der INTERSCHUTZ 2015 konkrete Vorbereitungen für Investitions- und Einkaufsentscheidungen getroffen, mehr als 8.000 Besucher haben sogar direkt vor Ort Aufträge vergeben. Die nächste INTERSCHUTZ wird vom 15. bis 20. Juni 2020 in Hannover veranstaltet. Der VDMA ist neben dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV) sowie der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) ideeller Partner der INTERSCHUTZ.