Mobile Zufahrtsicherung am Berliner Breitscheidplatz mit ISO IWA 14-1 zertifizierten Barrieren: Anti-Terror-Barriere Terrablock XL von Betafence und Pollerbarrieren von truckbloc
Bild: © Initiative Breitscheidplatz/Christian Schneider

Breitscheidplatz Berlin

Pilotprojekt mit Anti-Terror-Sperren

Am 6. Januar endete der Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Der Schauplatz des Terroranschlages von 2016, bei dem 12 Menschen ums Leben kamen, wurde 2018 im Rahmen eines wegweisenden Pilotprojektes vor Fahrzeugangriffen gesichert. Eine zentrale Rolle übernahmen dabei die Betafence Anti-Terror-Barrieren Terrablock XL und Publifor HVM. Der Zufahrtschutz wurde im November errichtet und ab dem 6. Januar wieder abgebaut.

Der Breitscheidplatz in Berlin ist in Deutschland zum Synonym für terroristische Fahrzeugangriffe im öffentlichen Raum geworden. Um so größer ist das Interesse an dem Pilotprojekt, mit dem der Berliner Senat den Breitscheidplatz abgesichert hat. Mit einem Budget von 2,5 Millionen Euro wurde ein Schutzkonzept umgesetzt, das eine behördenübergreifende Expertengruppe in Kooperation mit international renommierten Zufahrtschutzexperten der 'Initiative Breitscheidplatz' entwickelt hat. Das Konzept basiert auf dem neuesten Stand der Technik und setzt auf mobile, zertifizierte Zufahrtschutzsperren.

Der Breitscheidplatz ist auf Grund seiner exponierten Lage zwischen zwei autobahn-ähnlichen Stadtmagistralen eine besondere Herausforderung für den Zufahrtschutz, da angreifende Fahrzeuge wie beim Terroranschlag 2016 auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigen können. Das Schutzkonzept kombinierte daher vier Barrieretypen mit unterschiedlichen Funktionen. Neben einem äußeren Abwehrring aus 300 Metern zertifizierter Hochleistungs-Betonschutzwänden wurden rund um den Platz zwei spezielle Fahrzeugbarrieren von Betafence eingesetzt. 160 Elemente vom Typ Terrablock XL sicherten die Flanken des Platzes gegen Fahrzeugangriffe in spitzem Winkel. In Bereichen, wo mit Angriffen in stumpfen Winkeln zu rechnen war, kamen 13 Betafence-Barrieren der Produktlinie Publifor HVM zum Einsatz. Für die Absicherung von Zufahrt- und Fluchtwegen wurden außerdem 70 mobile Hochleistungs-Pollerbarrieren des Zufahrtschutzspezialisten truckBloc installiert.

Terrablock XL und Publifor HVM von Betafence

Die Terrablock XL-Elemente bestehen aus speziellen Hochsicherheitsgittern und wurden vor Ort zusammengebaut und mit Ballastsäcken mit Sand gefüllt
Bild: © Betafence
Die auf dem Breitscheidplatz eingesetzten Betafence-Systeme sind speziell für die temporäre Sicherung gegen Fahrzeugangriffe ausgelegt und gemäß ISO IWA 14-1 zertifiziert. Die Anti-Terror-Barriere Terrablock XL wurde von dem zur Betafence-Gruppe gehörenden britischen Sicherheitsspezialisten Hesco entwickelt. Die 212 x 120 x 120 cm großen Elemente bestehen aus speziellen Hochsicherheitsgittern, in die zwei Ballastsäcke mit Sand eingelassen werden. Die einzelnen Elemente können vor Ort zusammengebaut und vielseitig zu Barrieren kombiniert werden, die die Aufprallenergie eines angreifenden Fahrzeugs flexibel aufnehmen. Nach der Veranstaltung lassen sich die Elemente demontieren und für den späteren Bedarf einlagern. Bedingt durch die Bauweise ist die Lösung vergleichsweise diskret. Auf dem Breitscheidplatz wurden die Terrablock-Elemente zudem mit Zierbannern des Veranstalters bespannt und fielen als Sicherheitsmaßnahme kaum auf.

Die ebenfalls am Breitscheidplatz eingesetzten Publifor HVM-Elemente bestehen aus einem widerstandsfähigen Metallgehäuse, das mit Beton verfüllt wird. Die einzelnen Elemente lassen sich mit einem hochrobusten Verzahnungsmechanismus flexibel zu Abwehrketten verbinden. Neben Form und massivem Gewicht verleiht eine breite Gummibodenfläche den Elementen zusätzliche Standfestigkeit. Insgesamt können die Publifor HVM-Elemente mittelschwere Anpralllasten bis zu 1.300 Kilojoule aufnehmen.

Errichtet wurden die Fahrzeugsperren des inneren Abwehrrings kurz vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes Ende November durch den Betafence-Partner SecuTec Solutions (Bad Segeberg), einem Fachunternehmen für mobile Schutzmaßnahmen bei Veranstaltungen und im öffentlichen Raum. Zu Baubeginn betonte die zuständige Senatsverwaltung für Inneres und Sport, dass das Pilotprojekt einen bisher in Deutschland einzigartigen Zufahrtschutz beinhaltet und die eingesetzten Sperrmittel nach einschlägigen Normen zertifiziert sind und den Energien von Anschlägen wie am 19.12.2016 standhalten.

Konsequent nach ISO IWA 14-1 & 2

"LKW sind die effektivste Angriffswaffe für Terroristen, weil sie unauffällig zu beschaffen sind und eine extrem hohe Angriffsenergie haben, die der von 20.000 Schuss Polizeimunition entspricht", erläutert Christian Schneider von der Initiative Breitscheidplatz. Der interdisziplinäre Zusammenschluss von Experten aus Sicherheitsbehörden und anderen Organisationen hat sich nach den LKW-Terroranschlägen 2016 mit dem Ziel gegründet, vergleichbare Anschläge durch die Vermittlung von Fachwissen verhindern zu helfen. Auch beim aktuellen Schutzkonzept für den Breitscheidplatz hat die Initiative mitgewirkt. "Ein wirksamer Schutz für die Menschen hinter den Barrieren, aber auch für die verantwortlichen Behörden und Veranstalter ist die konsequente Anwendung der einschlägigen ISO IWA 14. Mit einem IWA 14-2 konformen Zufahrtschutzkonzept und IWA 14-1 zertifizierten Barrieren können wir den Extremisten kompromisslos und rechtssicher entgegentreten."

Betafence setzt bei seinen Anti-Terror-Barrieren seit längerem auf Systeme mit IWA 14-1 Zertifizierung. "Beim Schutz des öffentlichen Raumes sind Lösungen gefragt, die verlässliche Sicherheit bieten", sagt Marco Trupp, Director Sales DACH & Nordic bei Betafence Deutschland GmbH. "Nach den Anschlägen in Nizza und Berlin 2016 sind vielerorts Maßnahmen ergriffen worden, die nicht auf definierte Anpralllasten getestet waren und lediglich unbestimmten Schutz boten. Deswegen begrüßen wir es, dass bei diesem Pilotprojekt ausschließlich ISO IWA 14-1 zertifizierte Barrieren wie unsere Systeme Terrablock XL und Publifor HVM zum Einsatz gekommen sind."

Auch die Praktikabilität der Schutzmaßnahmen steht bei dem Pilotprojekt im Fokus. Die mobilen Barrieren wurden nach Ende des Weihnachtsmarktes wieder abgebaut und können bei anderen Veranstaltungen wiederverwendet werden. "Die Terrablock-Elemente sind ein einfaches, wirkungsvolles System, das sich einfach auf- und abbauen lässt und sehr gut für diesen Einsatz geeignet ist", berichtet Tino Noack, Geschäftsführer SecuTec Solutions GmbH. "Auch mit den Publifor-Barrieren haben wir gute Erfahrungen gemacht. Die Elemente sind äußerst robust, dabei aber leicht und sehr schnell zu handhaben."

Welche Bedeutung der Zufahrtschutz hat, zeigt sich daran, dass während der Dauer des Weihnachtsmarktes fünf offiziell bestätigte Fahrzeuganschläge mit Toten bzw. Verletzten gemeldet wurden, drei davon in Deutschland (Recklinghausen, Steinfurt und Bottrop). Das Lahmlegen des Flughafens Hannover durch einen auf das Flugfeld durchgebrochenen PKW zeigt eine weitere Dimension möglicher Rammangriffe. Auch vor diesem Hintergrund war die Entscheidung des Berliner Innensenats, das Zufahrtschutz-Pilotprojekt am Breitscheidplatz durchzuführen, eine vorausschauende und verantwortungsbewusste Maßnahme.

-PM Betafence-

 

Überwachungslösung für den Flughafensicherheitsbereich
Foto: © Dallmeier electronic GmbH & Co.KG

Terminalschließungen erfolgreich verhindern

Dallmeier stellt teilautomatisierte Überwachungslösung für den Flughafen-Sicherheitsbereich vor

Flughafenbetreiber kennen das Problem: Jeden Tag erfolgen Verletzungen des Sicherheitsbereichs, wenn z. B. Passagiere nach der Zollkontrolle zurück von der Landseite zur Luftseite oder innerhalb des Sicherheitsbereichs zwischen „Clean“ und „Unclean“ Bereichen wechseln. Solche „Rückläufer“ schnell zu erfassen, aufzugreifen und die Lage aufzuklären, ist personalintensiv und nicht selten erfolglos.

Die Folge: Es drohen teilweise oder sogar komplette Sperrungen von Terminals und hohe Kosten. Der Videosicherheitstechnik-Hersteller Dallmeier stellt jetzt ein System vor, das basierend auf 3D-Echtzeitortung, innovativer Videotechnik und mobiler Steuerung der Einsatzkräfte eine deutlich schnellere und zuverlässige Lagelösung bei bis zu 50% reduzierten Gesamtkosten ermöglicht.

Dazu kombiniert die Dallmeier-Lösung die patentierte Panomera®-Kameratechnik mit 3D-Sensoren und einem Softwarepaket, das Funktionen zur Personenerkennung, Echtzeitortung und automatischer „Wrong Direction“-Erkennung bietet. Laufen nun eine oder mehrere Personen im überwachten Bereich in die falsche Richtung, werden diese mittels 3D-Echtzeitortung erkannt, als Objekte im Ortungssystem „festgehalten“ und können nahtlos weiterverfolgt werden. Die Einsatzkräfte erhalten automatisch einen Alarm, ein Porträtfoto des Eindringlings sowie sekündlich eine Übersichtsaufnahme auf ihr Mobilgerät. Auf der unteren Hälfte des Bildschirms werden auf der Gebäudekarte Echtzeit-Informationen über Position und Richtung der Person angezeigt. Die Leitwarte verfügt über die gleichen Kartenansichten und Bildinformationen des Geschehens und kann so die Einsatzkräfte koordiniert steuern. Dabei können diese auf ihren Mobilgeräten durch einfache Wischgesten zwischen den Aufnahmen wechseln und wissen somit immer genau, wo sich die gesuchten Personen gerade aufhalten. Gesuchte Personen lassen sich somit sofort finden und kritische Situationen bedeutend schneller lösen.

Amortisation der Lösung bereits nach kurzer Zeit

Neben einer deutlich schnelleren Aufklärung von Bedrohungslagen bietet die Dallmeier-Lösung auch in wirtschaftlicher Hinsicht Vorteile gegenüber konventionellen Ansätzen: Wo Flughäfen in der Vergangenheit für jede Schleuse oder jeden Durchgang eine dedizierte 24/7-Sicherheitskraft benötigten, ermöglicht die Dallmeier-Lösung eine automatisierte Sicherung der entsprechenden Bereiche. Da Leitwarte und Einsatzkräfte über eine deutlich verbesserte Lageübersicht verfügen und die Zusammenarbeit optimiert wird, müssen die Einsatzkräfte erst im Alarmfall aktiv werden. So lassen sich bis zu 50% der Gesamtbetriebskosten einsparen und eine schnelle Amortisation der Lösung ist sichergestellt.

Mehr Informationen: https://www.dallmeier.com/index.php?id=1395&L=0

-PM Dallmeier-

 

Für Flüge mit Drohnen ab 2 kg Gesamtgewicht ist ein Kenntnisnachweis notwendig.
Foto: © VdS Schadenverhütung GmbH

Neuer VdS-Lehrgang „Drohnen Operator“

Mit Theorie und Praxis zum anerkannten „Drohnenführerschein“

Drohnen werden heute für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt, zum Beispiel in der Logistik, zur Unterstützung der Sicherheitsmaßnahmen von Polizei, Feuerwehr und Sicherheitsdienstleistern, für die Inspektion schwer zugänglicher Stellen an Bauwerken und sogar in der Landwirtschaft, Archäologie und Geodäsie.

Damit die Sicherheit auch beim Führen der Drohne selbst gewährleistet ist, wird seit dem 01.10.2017 für Flüge mit einer Drohne ab 2 kg Gesamtgewicht ein Kenntnisnachweis gemäß § 21d LuftVO benötigt (auch „Drohnenführerschein“ genannt). Dieser Nachweis darf nur durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle vergeben werden und ist fünf Jahre gültig.

Im VdS-Lehrgang „Drohnen Operator“ kann der geforderte Kenntnisnachweis erworben werden. Der Lehrgang ist außerdem für alle interessant, die umfangreiche Informationen zur Handhabung von Drohnen und zu den rechtlichen Grundlagen wünschen: Er bietet umfassende Theorie, u.a. zu Flugrecht, Navigation und Meteorologie, sowie ein individuelles Flugtraining an Quadrocopter oder Octocopter. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung erhalten die Teilnehmer ihren „Drohnenführerschein“.

Dieser Lehrgang richtet sich branchenübergreifend an Verantwortliche und Mitarbeiter von Berufs- und Werkfeuerwehren, Polizei und privaten Sicherheitsdiensten sowie aus Industrie-, Hersteller-, Dienstleistungs- und Gewerbeunternehmen aller Art. Kurz: an alle, die eine Drohne ab 2 kg Gesamtgewicht führen (möchten). Außerdem ist er für interessierte Versicherungs-, Beratungs- oder Rechtsexperten und Sachverständige geeignet, die den Einsatz von Drohnen beurteilen sollen.

Weitere Informationen finden sich unter vds.de/lehrgaenge

-PM VdS Schadenverhütung GmbH-