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 © Berliner Feuerwehr

Sturmtief „Zeynep“: Einsatzreichster Ausnahmezustand "Wetter" seit jeher

Das Sturmtief „Zeynep“ sorgte in der Hauptstadt für viele Schäden – und für neue Rekordeinsatzzahlen der Berliner Feuerwehr. 3 Personen kamen zu Schaden.

Unter ihnen befindet sich auch eine Einsatzkraft der Berliner Feuerwehr, die während eines Einsatzes in Kladow tätlich angegriffen wurde. Am Freitagabend, 18.02.2022, erreichte das Orkantief „Zeynep“ die Region Berlin und Brandenburg. Die Berliner Feuerwehr rief infolge des hohen Einsatzaufkommens um 20:10 Uhr den Ausnahmezustand Wetter aus. Das bedeutet: Einsätze werden nach Priorität abgearbeitet. Zu Orten, an denen akut Menschenleben in Gefahr sind, rückt die Feuerwehr unverzüglich an. Viele kleinere weitere Einsätze werden derzeit immer noch abgewickelt. Der Ausnahmezustand Wetter dauert an. Die Berliner Feuerwehr ist inzwischen seit mehr als 23 Stunden im Dauereinsatz. Innerhalb dieses Zeitraums bewältigten die Feuerwehrkräfte 2.033 wetterbedingte Einsätze. So viele waren es nicht einmal in den Silvesternächten noch vor der Corona-Pandemie, die sonst als einsatzreichste Nächte des Jahres für die Berliner Feuerwehr gelten. Diese Zahlen übersteigen nochmals die vorherigen Zahlen des Sturmtiefs „Ylenia“ nur knapp 2 Tage zuvor – hier wurden insgesamt 1.366 wetterbedingte Einsätze verzeichnet. Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen dazu: „Es ist dem außergewöhnlich hohen Engagement aller Kräfte, insbesondere der Freiwilligen Feuerwehr und dem Personal der Leitstelle zu verdanken, dass die immense Anzahl an Notfällen professionell und zügig bewältigt werden konnte. Auch der Einsatz der Spezialkräfte des Technischen Dienstes und der Speziellen Rettung aus Höhen und Tiefen war unverzichtbar. Mein großer Dank für die tatkräftige Mithilfe richtet sich auch an das Technische Hilfswerk und das Grünflächenamt Pankow und Reinickendorf.“ Weiterhin betont er: „Es sind solche Tage wie diese, an denen sich die Leistungsfähigkeit der Berliner Feuerwehr sehr eindrucksvoll beweist. Vom Auszubildenden bis zum Disponierenden am Notruf 112: Alle waren im Einsatz. Unsere Leute sind für Krisen gemacht. Eine gute Ausbildung, regelmäßige Schulungen und Training sind ein Garant für die Sicherheit der Menschen in Berlin. Sie können sich auf ihre Feuerwehr verlassen - im wahrsten Sinne des Wortes auch bei Wind und Wetter.“ Bereits das Sturmtief „Ylenia“ am Donnerstag, 17.02.2022, hatte die Berliner Feuerwehr stark gefordert. Da der Deutsche Wetterdienst bereits Warnungen für die Folgetage herausgab, traf die Berliner Feuerwehr vorbereitende Maßnahmen. Zum Beispiel wurde zusätzliches Personal für die Leitstelle eingeplant. „Die Sicherheit beginnt am Notruf 112. Alle 60 Notrufleitungen waren über mehrere Stunden belegt. Auch hier erhielten wir großartige Unterstützung der Leitstellenreserve der Freiwilligen Feuerwehr. Weiterhin haben sogar Mitarbeitende ihren Dienst angetreten, obwohl sie eigentlich frei gehabt hätten“, so Dr. Homrighausen.

Zwischenbilanz des Ausnahmezustands Wetter der Berliner Feuerwehr in Zahlen:

3.184 Einsätze insgesamt im Zeitraum 18.02.2022 (20:10 Uhr) bis 19.02.2022 (Stand: 19:00 Uhr)

davon 2.033 wetterbedingte Einsätze

rund 150 Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeuge der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr zeitgleich im Einsatz

rund 1.030 Feuerwehrkräfte im Einsatz

davon 530 der Berufsfeuerwehr

davon 500 der Freiwilligen Feuerwehr

59 Freiwillige Feuerwehren im Dienst

Mehr als 60 Notrufe gingen über mehrere Stunden gleichzeitig in der Leitstelle ein. Es kam daher zu Wartezeiten. Zum Vergleich: An sonstigen Tagen sind es durchschnittlich 5 zeitgleiche Anrufe.

133 Kräfte des Technischen Hilfswerks mit 18 Fahrzeugen

12 Kräfte der Bezirksämter Pankow und Reinickendorf

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