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 © Kommando Spezialkräfte Pressestelle

KSK zeigt erstes neues Einsatz- und Gefechtsfahrzeug TAHR

Das erste Vorserienfahrzeug des neuen leichten Luftlandefähigen-Einsatz- und Gefechtsfahrzeugs des Kommando Spezialkräfte (le LL EGF SpezKr „TAHR“) ist am Dienstag beim 10. KSK-Symposium im Kongresszentrum Altensteig-Wart (Landkreis Calw) erstmals offiziell vorgestellt worden.

Brigadegeneral Andreas Kühne, Kommandeur des Kommando Spezialkräfte: „Das KSK hat den Auftrag, weltweit und unter allen Bedingungen Spezialkräfteoperationen erfolgreich durchzuführen. Hierfür benötigt das KSK nicht nur eine hohe Mobilität, sondern auch eine Varianz in geeigneten Verbringungsarten je nach Lage, Auftrag und Gelände. Mit TAHR bekommen wir ein Einsatz- und Gefechtsfahrzeug, dass luftverladbar und in jedem Gelände einsatzbereit ist. Es ist uns gemeinsam gelungen, dieses für das KSK wichtige Rüstungsprojekt so voranzutreiben, dass das erste Vorserienfahrzeug schon innerhalb eines Jahres präsentiert werden kann.“

Das TAHR basiert auf einer bereits einsatzerprobten israelischen Fahrzeugfamilie und wurde für die Anforderungen des KSK angepasst. Die Fahrzeuge, die das KSK in den Varianten Gefechtsfahrzeug und Unterstützungsfahrzeug in den kommenden Jahren erhält, werden bei der Flensburg Technology Systems GmbH (FTS), einem Joint Venture der FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH und IAI/ ELTA Systems Ltd. aus Israel, gebaut. Insgesamt hat die Bundeswehr mit der Unternehmensgruppe im Oktober 2025 eine Rahmenvereinbarung über 200 Fahrzeuge abgeschlossen. TAHR, benannt nach asiatischen Bergziegenarten, zeichnet sich insbesondere durch hohe Gelände-, Steig- und Kletterfähigkeit, Mobilität bei hoher Nutzlast sowie Lufttransportfähigkeit aus.

Das neue Einsatz- und Gefechtsfahrzeug des KSK ist ein offenes Konzept mit der Möglichkeit zur Aufnahme von verschiedenen Waffensystemen. Dank seiner Konstruktion können zwei TAHR gleichzeitig im Inneren einer CH-47 Chinook transportiert werden. Unmittelbar nach der Anlandung und dem Verlassen des Luftfahrzeugs kann in sehr geringer Zeit die volle Gefechtsbereitschaft hergestellt werden.

Neben der Fahrzeugpräsentation bot das 10. KSK-Symposium Fachvorträge, Workshops und eine Industrieausstellung zu aktuellen und zukünftigen Fähigkeiten der Spezialkräfte. Im Mittelpunkt standen Innovationen moderner Einsatztechnologien, unbemannter Systeme und die Weiterentwicklung militärischer Fähigkeiten. Die Veranstaltung fand im Kongresszentrum Altensteig-Wart statt.

Das 10. KSK-Symposium war zugleich Bestandteil der Veranstaltungen zum 30-jährigen Bestehen des Kommando Spezialkräfte mit dem Höhepunkt eines feierlichen Appells in Anwesenheit des baden-württembergischen inisterpräsidenten Cem Özdemir und weiteren hochrangigen Vertretern des öffentlichen und militärischen Lebens in der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw.

Das Kommando Spezialkräfte ist am 20. September 1996 in Calw in Dienst gestellt worden. Kernaufträge des Spezialkräfteverbandes im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung sowie des nationalen Risikomanagements sind: Deutsche Geiseln im Ausland befreien, Hochwertziele von strategischer oder operativer Bedeutung bekämpfen, Zielpersonen festsetzen, ausgewählte Partnerspezialkräfte im Ausland ertüchtigen und Schlüsselinformationen für die strategische und operative Führungsebene gewinnen.

Über die Geschichte und ausgewählte Operationen informiert das Besucherzentrum KOMMANDO.SPEZIAL.KRÄFTE, das sich vor dem Tor der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw befindet.

Die Öffnungszeiten sind: donnerstags von 10.00 bis 18.00 Uhr sowie freitags, samstags und sonntags von 10.00 bis 16.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen und Anmeldung für Gruppenführungen unter www.ksk-besucherzentrum.de

 

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