Symbolbild © stock.adobe.com/# 490418537

Bargeldnachfrage leicht erholt – Bargeldinfrastruktur für die Zukunft sichern

Die Nachfrage nach Bargeld erholt sich seit einigen Wochen wieder leicht. „Das ist, angesichts der Entwicklungen in den vergangenen Jahren, eine gute Nachricht für die Geld- und Wertdienstleister“, so BDGW-Hauptgeschäftsführer Florian Graf.

Auch dass die Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin mehrheitlich an Banknoten und Münzen festhalten wollen, wie es die aktuelle Studie der Deutschen Bundesbank zum Zahlungsverhalten zeigt, sei ermutigend. „Dafür muss nun auch die Bargeldinfrastruktur zukunftsfest gestaltet werden“, erklärte Graf. Die neue Bundesbank-Studie verzeichnet zwar erneut einen Rückgang der Bargeldnutzung. Gleichzeitig weisen die Autorinnen und Autoren aber darauf hin, dass erst nach Ende aller Coronamaßnahmen beurteilt werden könne, ob und wie sich dieser Trend weiter entwickeln werde. Ob also zum Beispiel auf Volksfesten, auf denen traditionell eher bar bezahlt wird, auch in Zukunft Banknoten und Münzen das bevorzugte Zahlungsmittel bleiben. Die Vorstellung der Studie jedenfalls erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Bundesbank wieder eine steigende Bargeldnachfrage verzeichnet. Die im Auftrag des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung durchgeführte Studie zur „Welt ohne Bargeld – Veränderungen der klassischen Banken- und Bezahlsysteme“, zu der auch die BDGW ihre Expertise beigesteuert hat, bestätigt, dass Bargeld nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit das meistgenutzte Zahlungsmittel ist. Durch die Studie wird aber auch deutlich, dass dies nur dank einer angemessenen Bargeldinfrastruktur möglich ist. „Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen weiterhin die von ihnen gewünschte Wahlfreiheit der Zahlungsmittel haben“, so Graf. Der Bestand der Bargeldinfrastruktur – ein flächendeckendes Netz aus Geldautomaten und Filialen der Kreditinstitute – müsse jetzt abgesichert werden. Auch eine gesetzliche Annahmepflicht für Bargeld im Handel sei erforderlich. „So kann die Bargeldinfrastruktur weiter wirtschaftlich betrieben und die Bargeldversorgung der Bevölkerung langfristig gewährleistet werden“, erklärte Graf.