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Betreuungsmöglichkeiten für Kinder von Mitarbeiter*innen privater Sicherheitsunternehmen in kritischen Infrastrukturen müssen sichergestellt werden

Auch in der Sicherheitswirtschaft sind die Krankenstände durch das Corona-Virus und die damit verbundenen Maßnahmen derzeit schon sehr hoch. Schätzungen gehen von bis zu 30 Prozent aus. Die beschlossenen Schließungen von Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen werden die Unternehmen in den nächsten Tagen und Wochen vor noch größere Probleme stellen, den Betrieb aufrechtzuerhalten.

„Viele unserer Beschäftigten sind in kritischen Infrastrukturen im Einsatz. Für diese Eltern muss eine Betreuungsmöglichkeit sichergestellt sein, so dass keine weiteren Dienstausfälle drohen und die Innere Sicherheit aufrechterhalten bleibt“, so Dr. Harald Olschok Hauptgeschäftsführer des BDSW und der BDGW. Dies gelte vor allem für Geld- und Wertdienstunternehmen. Diese tragen zu einer sicheren und effizienten Bargeldversorgung bei. Deshalb war es folgerichtig, diesen Tätigkeitsbereich in das Konzept „Zivile Verteidigung“ der Bundesregierung aufzunehmen. Bargeldversorgung wurde KRITIS zugeordnet. Sicherheitsrelevante Tätigkeiten an den Flughäfen, ob Passagier-, Personal- oder Frachtkontrollen sind ebenfalls systemrelevant. „Auch die Sicherheit weiterer Bereiche unserer Branche, wie der Schutz von militärischen Liegenschaften, Kerntechnischen Anlagen und der Werkschutz anderer KRITIS-Bereiche muss im Interesse der Inneren Sicherheit aufrechterhalten bleiben. Deshalb ist es notwendig, dass private Sicherheitskräfte in einem abgegrenzten Aufgabengebiet unter die Sonderregelungen für Kindergartenplätze fallen“, so Olschok.