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Corona-Krise

BDSW fordert Lohnfortzahlungs-Entlastung für Sicherheitsdienstleister

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) fordert eine umfassende und vor allem kurzfristig greifende Entlastung von Sicherheitsdienstleistungsunternehmen angesichts der immer weiter zunehmenden Corona-Krise.

„Die von der Bundesregierung im Konjunkturpaket beschlossenen Maßnahmen helfen unseren Mitglieds-Unternehmen akut nicht. Denn sie geben insbesondere keine Antwort auf die massiv steigenden Lohnfortzahlungskosten”, kritisierte BDSW-Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied Dr. Harald Olschok am Dienstag in Bad Homburg. „Hier brauchen wir eher heute als morgen eine Regelung, die für uns als personalstarke Branche greift.“ Die große Koalition müsse das Konjunkturpaket daher deutlich mehr auf die unterschiedlichen Phasen eines Epidemie- bzw. Pandemie-Verlaufs ausrichten. „In der jetzigen Situation der akuten Virus-Ausbreitung, die nach Experten-Schätzungen noch weiter zunehmen und länger andauern wird, stehen für unsere Mitgliedsunternehmen die steigenden Krankenzahlen und damit verbundenen Lohnfortzahlungskosten absolut im Fokus“, sagte Olschok. Hier helfe der Sicherheitswirtschaft weder Kurzarbeitergeld noch die finanzielle Unterstützung für Fortbildungen, die mit Blick auf die Corona-Eindämmung ggf. sogar kontraproduktiv wirken könnten. „Wir fordern daher nachdrücklich, dass das durch die Krankenkassen übernommene Krankengeld bereits ab dem ersten Tag statt aktuell erst nach der sechsten Woche gezahlt wird“, führte der BDSW-Hauptgeschäftsführer aus. Gleiches gelte für die von der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung beschlossenen Möglichkeit, dass sich Mitarbeiter mit leichten Atemwegserkrankungen telefonisch für sieben Tage von ihrem Arzt krankschreiben lassen können. „Denn dies hat zusätzlich zur Folge, dass der Krankenstand weiter deutlich steigt“, sagte Olschok.
Die vom Koalitionsausschuss beschlossenen Änderungen beim Kurzarbeitergeld seien zwar grundsätzlich zu begrüßen, um mögliche Auftragsverluste abzufedern. „Dies kann aber nur der zweite Schritt sein, wenn die beschriebene Entlastung bei der Lohnfortzahlung greift“, so Olschok weiter. Dabei verwies er auch hier auf notwendige Nachbesserungen, da das Kurzarbeitergeld nicht für sozialversicherungsfreie Beschäftigte gezahlt werde. „Viele unserer Unternehmen beschäftigen eine große Anzahl dieser Mitarbeiter. Sie werden daher massive Einbußen erleiden.“ Olschok forderte deshalb abschließend, dass auch 450-€-Kräfte Kurzarbeitergeld erhalten sollen.