Geld- und Wertdienste – Streik schadet der Branche

Bargeldversorgung nicht in Gefahr

Die Gewerkschaft ver.di bestreikt seit Mittwoch, den 02.01.2018, einige Geld- und Wertdienstleister in Deutschland, um ihren völlig unrealistischen Forderungen im Tarifstreit mit der BDGW Nachdruck zu verleihen.

„Auch dieser Streik macht die "Forderungen" von bis zu über 40 Prozent nicht umsetzbarer. Im Interesse unserer Kunden aus Handel und Kreditwirtschaft - und letztlich der Verbraucher - werden wir diesen Wunschvorstellungen nicht nachkommen. Jede Lohnerhöhung in unserer Branche wird letztlich in den Gebühren an die Verbraucher weiter berechnet", so Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer der BDGW.

Entgegen den Behauptungen der Gewerkschaft wird Bargeld nicht knapp. „Neben den 60.000 Geldausgabeautomaten gibt es noch über 30.000 Filialen der Kreditinstitute. Bei immer mehr Händlern kann man sich im Rahmen des "Cash back" Bargeld beschaffen“, so Olschok. Streiks fördern Ausweichreaktionen bei den Verbrauchern – auch zu unbaren Zahlungsmitteln. „Die Bedeutung des Bargeldes nimmt ab. Nur noch 50 Prozent aller Käufe im Handel werden bar bezahlt“, so Olschok weiter. Er forderte die Gewerkschaft auf, morgen mit realistischen Vorstellungen an den Verhandlungstisch zurück zu kehren. "Wir sollten nicht länger an dem Ast sägen, auf dem wir gemeinsam sitzen", so Olschok abschließend.