v.l.n.r. Präsident Andreas Jung, Präsident Dr. Dieter Romann, NRW-Innenminister Herbert Reul und Präsident Wolfgang Wurm © Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Leitungswechsel bei der Bundespolizei NRW

Neuer Präsident ist Andreas Jung

Wolfgang Wurm in den Ruhestand verabschiedet

Andreas Jung ist neuer Präsident der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin. Der 58-Jährige folgt auf Wolfgang Wurm, der Ende Mai in den Ruhestand trat.

Im Rahmen eines Festaktes verabschiedete der Präsident des Bundespolizeipräsidiums Dr. Dieter Romann am Mittwoch, den 29.05.2019, den noch bis Monatsende amtierenden Präsidenten Wolfgang Wurm in den Ruhestand. Gleichzeitig führte er Präsident Andreas Jung, den jetzigen Präsidenten der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main, als neuen Leiter der für Nordrhein-Westfalen zuständigen Bundespolizeibehörde, in das Amt ein. Rund 200 in- und ausländische Gäste aus Politik, Behörden und Wirtschaft, sowie die gesamte Führungsspitze der Bundespolizei, wohnten im Bundespolizeistandort Sankt Augustin dem Festakt bei. Darunter auch der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Professor Dr. Günter Krings und NRW-Innenminister Herbert Reul. In seiner Rede würdigte Präsident Dr. Romann die großen Verdienste, die sich Wolfgang Wurm im Laufe seiner 41 Jahre bei der Bundespolizei erworben hat. In seiner Rede fand sich denn auch ein Zitat von Theodor Fontane. Fontane: "Haltet die Bösen immer voneinander getrennt. Die Sicherheit der Welt hängt davon ab". Dr. Romann betonte, dass sich Wolfgang Wurm in besonderem Maße für die Bundespolizei und damit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht hat. Der Dienst für die Sicherheit, der Beruf bei der Bundespolizei, war für Wolfgang Wurm stets Berufung. Für Wurm stand die Abkürzung BPOL (Bundespolizei) für "Bürgerorientierung, Professionalität, Offensive und Leidenschaft". Mit diesem "BPOL-Motto" hat er über vier Jahrzehnte die Bundespolizei an entscheidenden Stellen vorangebracht. Dr. Romann: "Wir schulden dir Respekt, Dank und Anerkennung. In jeder Funktion, an jeder Stelle - du warst für uns stets eine Bank. Du wirst uns fehlen". Dem Nachfolger Andreas Jung wünschte der Präsident des Bundespolizeipräsidiums weiterhin erfolgreiches Wirken, nunmehr aber in einer großen Bundespolizeibehörde mit einem besonders hohen Einsatzaufkommen. Dr. Romann zeigte sich davon überzeugt, dass Jung die hohen Erwartungen, die in ihn gesetzt werden, sicher erfüllen wird. NRW-Innenminister Herbert Reul unterstrich in seinem Grußwort die seit Jahren enge, vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landespolizei in Nordrhein-Westfalen. Reul dankte Präsident Wurm im Namen der Landesregierung für die erfolgreiche Leitung der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin. Wir profitieren alle von der guten Zusammenarbeit unserer Polizeibehörden; vor allem jedoch unsere Bürgerinnen und Bürger. Dem Nachfolger Präsident Andreas Jung wünschte der Minister einen erfolgreichen Start und versprach, die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Bund und Land fortzusetzen.

BDLS-Präsidium v. l. Glenn Murphy, Peter R. Lange, Udo Hansen, Nicole Oppermann, Peter Haller, Manfred Buhl © BDLS

Peter R. Lange zum neuen Vizepräsidenten des BDLS gewählt

Peter R. Lange © BDLSPeter R. Lange, Geschäftsführender Direktor der KÖTTER Aviation Security SE & Co. KG, wurde von den Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) im Rahmen der Jahresmitgliederversammlung zum neuen Vizepräsidenten gewählt.

„Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich herzlich,“ sagte Peter R. Lange. „Die Branche sieht sich fachlichen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber. Mit dem Grundsatz eines sicheren und zuverlässigen Luftverkehrsbetriebes freue mich darauf, diese Themen gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen aktiv anzugehen.“ Für den 63-jährigen Mülheimer ist die Luftfahrt vertrautes Terrain: Lange war von 1997 bis 2004 Geschäftsführer des Düsseldorfer Flughafens, von 2004 bis 2006 Geschäftsführer der Flughafen Düsseldorf Ground Handling. Seit April 2017 ist er Geschäftsführender Direktor der KÖTTER Aviation Security SE & Co. KG. BDLS-Präsident Udo Hansen: „Ich freue mich auf eine gute und produktive Zusammenarbeit mit dem gesamten Präsidium.“

ASW Norddeutschland

Innenministerkonferenz in Kiel

Viele Entscheidungen, wenig Symbolik

Erkennung digitaler Spuren, Bekämpfung der Clan-Kriminalität, bundesdeutscher „Warntag“ 2020, Abschieberegelungen, Bekämpfung der Kinderpornografie, Bekämpfung des Wohnungseinbruch (KfW-Mittel für Neubauten), bei Fußballspielen soll der 1. Mai spielfrei bleiben und besserer Schutz vor Messerangriffen waren unter anderem Themen der Frühjahrstagung der 210. Innenministerkonferenz (IMK).

Von 69 Tagesordnungspunkten wurden aber nur die wenigsten öffentlich gemacht. Schleswig-Holsteins Innenminister Grothe wurde für seine Verhandlungsführung gelobt. Das schwer bewachte „Atlantic-Hotel“ am Kieler Hafen war vom 12. bis zum 14. Juni Tagungsort der IMK-Frühjahrstagung. Auf der gestrigen Pressekonferenz vor rund 40 Pressevertretern zum Abschluss der Konferenz, die ASW Norddeutschland war durch seinen Pressesprecher vertreten, präsentierten die Innenminister Hans-Joachim Grote (Schleswig-Holstein), Boris Pistorius (Niedersachsen), Lorenz Caffier (Mecklenburg-Vorpommern)und Bundesinnenminister Horst Seehofer die Ergebnisse. Minister Grote hatte als Gastgeber und Konferenzleiter offenbar ein „glückliches Händchen“, bei fast allen 69 Tagesordnungspunkten gab es unter den 17 Ministern und Senatoren eine Verständigung. Grote: „Ich habe die Beratungen als ausgesprochen konstruktiv empfunden. Meine Handlungsempfehlungen für die Erkennung, Sicherung und Auswertung digitaler Spuren wurde von allen unterstützt. Es geht um die Dateninhalte, die aufgrund der heutigen rechtlichen Grundlagen bereits erhoben und gespeichert werden, nicht um die aktuellen Diskussionen von ALEXA.“ Seehofer ergänzte: „Die Bevölkerung soll nicht überwacht werden, sondern nur Terroristen und Schwerverbrecher! Bei Bandenkriminalität soll die Telefonüberwachung ausgeweitet werden. Problematisch sei die Verschlüsselung beim neuen 5-G-Mobilstandard, hier ist eine Telefonüberwachung nicht mehr möglich.“ Der sichtlich gut gelaunte Minister Seehofer bescheinigte dem Gastgeber eine exzellente Vorbereitung und Leitung der Konferenz und lobte die „sensationelle“ parteiübergreifende Einigkeit der 17 Teilnehmer. Der Bayer Seehofer erklärte am Rande der Konferenz, dass er im Norden „vor Anker gehen werde“. Als Handballfan will er Spiele des THW Kiel besuchen und sich das Miniatur-Wunderland in Hamburg ansehen. Von den durch Medien veröffentlichten und verbreiteten Themen sollen an dieser Stelle diejenigen beschrieben werden, die Auswirkungen auf die Arbeit der Sicherheitswirtschaft haben können. Auf Antrag von Schleswig-Holstein sollen bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchs Sicherungsmaßnahmen und -technik bei Neubauten durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert werden. Ebenso werde durch ein Konzeptvergleich (Best Practice) der Bundesländer die Einbruchszahlen weiter gesenkt. Am Rande der Innenministerkonferenz haben etliche Bundesländer eine länderübergreifende Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung von Straftaten im öffentlichen Raum beschlossen. "Wir haben bereits eine sehr erfolgreiche Länderkooperation mit Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchs. Unsere länderübergreifenden Fahndungsmaßnahmen und Kontrollaktionen haben Wirkung gezeigt. Deshalb weiten wir unsere Kooperation nun auch auf Straftaten im öffentlichen Raum aus“, erklärte dazu etwa Hessens Innenminister Peter Beuth. Die neue Kooperationsvereinbarung umfasst den Angaben zufolge die Intensivierung des Informations- und Lagebildaustauschs, die Durchführung länderübergreifender Fahndungs- und Kontrollaktionen, den Bereich der kriminaltechnischen Entwicklungen, die Sicherheitsforschung, gemeinsame Präventionsmaßnahmen sowie den Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dass das Mitführen von Messern soll künftig an viel frequentierten Örtlichkeiten, zu denen etwa Fußgängerzonen und Bahnhöfe sowie sonstige Einrichtungen des öffentlichen Personenverkehrs aber auch das Umfeld von Kindergärten und Schulen zählen, verboten werden kann. Die IMK habe nun beschlossen, dass der Bundesgesetzgeber es den Ländern ermöglichen werde, auch an diesen Örtlichkeiten künftig leichter Waffenverbotszonen schaffen zu können. Bundesinnenminister Seehofer wolle zügig eine entsprechende Gesetzesinitiative auf den Weg bringen. Die Forderung der ASW Norddeutschland, das Privatrecht in Einkaufscentren und Veranstaltungsräumen zu beachten, scheint Gehör gefunden zu haben. Weitere Absprachen trafen die Minister zur Sicherheit bei Fußballspielen. Um Krawalle zu vermeiden, will die Politik die Vereine künftig stärker in die Pflicht nehmen. Minister Pistorius: „Zur Bezahlung der Polizeieinsätze bei Risikospielen haben die Innenminister und Senatoren keine einheitliche Meinung. Sicherheit im öffentlichen Bereich, wie zum Beispiel bei der Anreise und Abfahrt von Fußballfans, ist eine Staatsaufgabe, die aus Steuermitteln finanziert werden müsse.“ Minister Caffier: „Die Mehrheit der Länder ist gegen eine Rechnungsstellung an die Vereine. Diese sollen zur Sicherheit in und außerhalb der Stadien mehr Engagement übernehmen.“ Auf Nachfrage eines Journalisten sagte Seehofer: „Ein höchstrichterliches Verwaltungsurteil zwinge die anderen Länder nicht zum Handeln. Hier ist nur über den Bremer Fall geurteilt worden. Politischer Opportunismus ist dabei nicht umzusetzen.“ Im Zusammenhang mit der Spieltagplanung von Fußballspielen und dem 1.Mai-Feiertag hält die IMK-Runde auf Vorschlag von NRW es für erforderlich, den 1. Mai spielfrei zu halten. Minister Grote soll bei der Deutschen Fußball Liga und dem Deutschen Fußballbund entsprechend darauf hinwirken. 2020 haben sich die Teilnehmer der Konferenz auf eine deutschlandweiten „Warntag“ am 10. September 2020 geeinigt. Minister Caffier: „Die Fähigkeit der Bevölkerung, Warnmeldungen und deren Zielrichtung zu verstehen, ist derzeit in Deutschland nicht ausreichend ausgeprägt, besonders bei der jungen Generation. Der Warntag soll alle Kommunikations- und Warnwege wie Sirenen, Apps, Rundfunk- und Fernsehdurchsagen sowie Webseiten umfassen, dabei spielen mehrsprachige Botschaften auch eine Rolle. Eine jährliche Wiederholung ist auch geplant. Ziel ist die Erreichung der höchstmöglichsten Wahrnehmung und Verbreitung.“ Mit einem weitreichenden Beschluss wollen alle IMK-Teilnehmer die gesetzlichen Grundlagen prüfen, dass Mitgliedern von verfassungsfeindlichen Vereinigungen nicht in den Besitz von Waffen aller Art kommen. „Die bloße Mitgliedschaft in einer derartigen Vereinigung solle zu einer waffenrechtlichen Regelunzuverlässigkeit führen“, so Minister Caffier. Das Erfordernis einer Neustrategie der Brandbekämpfung räumte Minister Seehofer ein. Er sagte: “Bei der Bekämpfung von Wald- und Großbränden sind wir noch nicht gut genug aufgestellt. Die Wartungsmöglichkeiten und auch Anschaffung von Hubschraubern müssen erhöht werden. Der Bund und die Länder wollen Einsatzkooperationen von Hubschraubern beschließen.“ Die AG KRITIS wird dieses Thema auf ihre Agenda setzen. Eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung krimineller Clans ist ein weiteres Ergebnis der Innenministerkonferenz. Die Innenminister von Bund und Ländern drohen kriminellen Clan-Mitgliedern mit dem Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft. Allerdings nur, wenn sie noch eine zweite Staatsbürgerschaft haben. Die Bundesregierung soll nun prüfen, ob und wie eine entsprechende Reform aussehen könnte, so einer der Beschlüsse zum Thema. Bundesinnenminister Horst Seehofer unterstützt das Vorhaben. "Insbesondere sage ich zu, im Falle einer nachgewiesenen Mitwirkung bei Clankriminalität den von den Ländern gewünschten Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft bei Vorhandensein einer weiteren Staatsbürgerschaft schnell zu realisieren", so Seehofer. Länderübergreifende Einsätze gegen Clans würden nun bundesweit koordiniert; auf Basis der in einigen Ländern entwickelter Lagebilder solle eine einheitliche und bundesweite Lageübersicht „Clankriminalität“ entwickelt werden, so der Berliner Innensenator Andreas Geisel. Themen des Wirtschaftsschutzes wurden nicht angesprochen. Ob Minister Grote seine Zusage vom Januar 2019 bei der „Staffelübernahme“ des Vorsitzes der IMK auf Beschlüsse zur Bekämpfung des Ladungs- und Transportdiebstahls einhalten konnte, ist der ASW Nord nicht bekannt. Bleibt die Herbsttagung der IMK Anfang Dezember 2019 in Lübeck abzuwarten.

BDSW Fachausschuss Bundeswehr begrüßt neue Vorstandsmitglieder

v.l. Marc Dilg, Gunnar Vielhaack, Judith Kusen, Bernd Petersen, Nikolaus Danner © BDSWDer Fachausschuss Bundeswehr des BDSW hat am 4. Juni 2019 Judith Kusen, Legal Counsel der Airbus Defence and Space GmbH, und Marc Dilg, Geschäftsführer der ESD Sicherheitsdienst GmbH, als stellvertretende Vorsitzende nachgewählt.

Die Nachwahl war notwendig geworden, da einer der Stellvertreter, Jörg-Peter Althaus, Geschäftsführer der WIKING SAFE Sicherheitsunternehmen in Mecklenburg GmbH, von seinem Amt zurückgetreten war. Jörg-Peter Althaus hat den Fachausschuss mehr als drei Jahre mit seiner Expertise unterstützt. Er widmet sich zukünftig im Unternehmen anderen Schwerpunkten.
Der Vorsitzende des Fachausschusses, Gunnar Vielhaack, begrüßte die Nachwahl ausdrücklich und ist sich sicher, dass die Fachkunde und die Erfahrung der beiden neuen Stellvertreter die Analyse der Gegebenheiten, deren Bewertung und Lösungsansätze gemeinsam mit dem Auftraggeber wesentlich zu optimieren vermögen. Mit Judith Kusen ist zudem erstmalig eine Vertreterin eines Betreiberunternehmens im Vorstand des Fachausschusses.
Der Fachausschuss Bundeswehr vertritt die Interessen der Unternehmen, die zivilgewerbliche Mitarbeiter in Liegenschaften der Bundeswehr einsetzen. Gunnar Vielhaack sieht die Hauptaufgabe des Fachausschusses darin, den Kontakt zum Bundesministerium der Verteidigung zu vertiefen und die Mitgliedsfirmen des BDSW, die in diesem Marktsegment tätig sind, zu vertreten. Dem Fachausschuss gehören zur Zeit 39 Mitgliedsfirmen an.

 © ALVARA Cash Management Group AG

Übernahme ZEISER Software

ALVARA wächst unter dem Dach der CMH Group

Als Teil der CMH Group wächst der Leipziger Bargeldspezialist, die ALVARA Cash Management Group AG, kontinuierlich weiter. Mit Unterstützung ihres Mehrheitsgesellschafters Silver Investment Partners (SIP) übernimmt die CMH Group, zu der ALVARA seit 2018 gehört, die Software-Sparte der ZEISER GmbH (ZEISER Software), ein führender Anbieter von Softwarelösungen für Serialisierungs- und Track & Trace-Applikationen.

Der Markt für Track & Trace-Lösungen bietet großes Wachstumspotenzial. Mit der innovativen Technologie- und Produktplattform von ZEISER Software kann die CMH Group noch stärker von diesem Potenzial profitieren und ihre Entwicklung hin zum paneuropäischen Marktführer vorantreiben.

„ZEISER Software passt aufgrund ihres komplementären Produktspektrums ideal zu ALVARA und der CMH Group. Gemeinsam können wir neue Märkte erschließen, unsere Kundenbasis erweitern und den Markteintritt von innovativen Softwarelösungen beschleunigen“, sagt Bernd Hohlfeld, Vorstand bei ALVARA und Geschäftsführer der CMH Group. „Deshalb ist der Zusammenschluss der nächste logische Schritt in der Weiterentwicklung unserer Gruppe.“

Die Software-Sparte der ZEISER GmbH wird nach der Ausgliederung als eigenständige Gesellschaft unter SeriSoft GmbH firmieren. Unter dem Dach der CMH Group wird SeriSoft die Software-Spezialisten für Bargeldmanagement ALVARA Cash Management Group, SAFELOGY SAS und MLSA SAS stärken. Dr. Stefan Öing, Standortleiter von ZEISER Software, verantwortet als Geschäftsführer gemeinsam mit dem erfahrenen Management-Team das operative Geschäft von SeriSoft.

„Als Teil der CMH Group eröffnen sich uns ganz neue Perspektiven – sowohl in finanzieller Hinsicht als auch beim Vertrieb“, sagt Dr. Stefan Öing, Geschäftsführer der neuen Gesellschaft SeriSoft. „Mit der Expertise und den Ressourcen der Gruppe können wir den Vertrieb unserer Produkte professionalisieren und unsere Marktposition nachhaltig ausbauen.“

ZEISER Software verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von sicheren Produkt-Serialisierungs- und Track & Trace-Softwarelösungen. Die Sparte ist Teil der ZEISER GmbH (vormals Atlantic Zeiser), die seit 2002 zur Orell Füssli Gruppe gehört, der offiziellen Druckerei für Schweizer Banknoten. Die Anwendungen von ZEISER Software kommen insbesondere in der Personalisierung von Ausweisdokumenten und Chipkarten, bei der Nach- und Rückverfolgung von Bögen im Banknotendruck, der Graumarktkontrolle von Produkten im Kosmetikmarkt sowie im pharmazeutischen Bereich zur datenbankbasierten Nachverfolgung von Medikamenten über die gesamte Lieferkette zum Einsatz. Mit ihren flexiblen Software-Lösungen verfügt ZEISER Software damit über eine sehr gute Positionierung in vielversprechenden Branchen, wie dem Pharma-Markt und dem Markt für Lösungen zum Markenschutz. Der flexible Ansatz ermöglicht es, die Software-Lösung effizient auf unterschiedliche Branchenbedarfe zu adaptieren und bietet breite Entwicklungsmöglichkeiten. Die Kunden der ALVARA Cash Management Group AG werden von den vielfältigen Synergieeffekten spürbar profitieren.

 

 © Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland e.V.

Sicherheitswirtschaft ist gegen Verschärfung des Messerverbots

Der Bundesrat hat vor einer Woche einen Gesetzentwurf, der das Mitführen von Messern in bestimmten Bereichen einschränken soll, beschlossen.

Der Entwurf wird nunmehr dem Innenausschuss zugeleitet. Für die ASW Norddeutschland ist dieser Gesetzentwurf nach Auffassung von Alexander Brückmann, Geschäftsführer der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland (ASW Nord), welcher aus der Feder der Innenbehörden von Bremen und Niedersachsen stammt, ein “nutzloser Schnellschuss“. Brückmann sagt: „Es erscheint fraglich, ob die erhoffte Wirkung einer solchen Gesetzesverschärfung überhaupt eintritt und die Sicherheit erhöht. Die Reduzierung der Klingenlänge von feststehenden Messern auf max. 6 cm mag einleuchten, dass aber zweihändig zu öffnende Klappmesser weiterhin davon ausgenommen sind, mag verstehen wer will.“ Brückmann weiter: „Bei den im Gesetzentwurf definierten Örtlichkeiten wie Bahnhöfe, Einkaufszentren (EKZ) sowie Veranstaltungsgebäuden haben die Beamten in den Ministerien offenbar übersehen, dass in diesen Einrichtungen flächendeckend Hausordnungen bestehen, in denen das Mitführen von Messern schon seit Jahren verboten sind. Will der Gesetzgeber durch die Hintertür in das zivile Hausrecht eingreifen? Und was ist zum Beispiel in EKZ mit Kunden und Angestellten der Gastronomiebetriebe sowie Geschäften, wo Messer im Gebrauch sind? Ein weiterer nicht angedachter Aspekt sind Ausnahmegenehmigungen für Handwerker und Träger von Werkzeugtools mit Messerklingen, die sich in den Verbotszonen aufhalten.“ Die niedersächsische Polizei ist mit seinem Vorgangsbearbeitungssystem NIVADIS bereits heute in der Lage, Brennpunkte mit Messerangriffen sofort zu erkennen, und könnte dort Gefahrengebiete mit Verboten einführen. „Ich halte den Gesetzentwurf für nicht durchdacht und kann nur hoffen, dass sich die Politik die Expertise von Fachleuten aus Behörden, Verbänden und Wirtschaft vor einem Beschluss auf Rechtskraft einholen wird“, so Brückmann.

 

 Der Vorstand des ASW Bundesverbandes Foto: © ASW Bundesverband

Strategische Weiterentwicklung des ASW Bundesverbands

Die Zukunftsvision für den Verband ist klar definiert: Die Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. ist die Stimme der Sicherheit in der deutschen Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa.

Der Verband versteht sich als Partner von Regierung und Politik, der Behörden sowie der Wissenschaft in allen Fragen der Sicherheit und als Mitgestalter bei Gesetzgebungsverfahren in Deutschland sowie in Europa. Darüber hinaus ist und bleibt das Thema Wirtschaftsschutz ein Fokus, den der Verband vorantreiben wird. Der ASW Bundesverband ist Taktgeber und will aufzeigen, dass sich Unternehmen in Zeiten zunehmender und sich wandelnder Risiken deutlich professioneller und resilienter im Bereich Wirtschaftsschutz aufstellen müssen. „Die Themen des ASW Bundesverbandes sind aktuell wie selten zuvor. Wir werden dieses Momentum nutzen, um unsere Angebote für den Wirtschaftsschutz eindeutig zu positionieren.“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Volker Wagner. Bei der Versammlung haben sich die Mitglieder des ASW Bundesverbands einstimmig auch für eine weitere Stärkung im Bund ausgesprochen und den amtierenden Vorstand sowie die Geschäftsführung in den strategischen Ansätzen bekräftigt. Hierbei wurden zudem verschiedene Maßnahmen bewilligt, die den Verband in seiner Positionierung innerhalb Deutschlands stärken werden. Hierzu zählt unter anderem die Einrichtung eines hochrangigen Beirats oder die Schaffung eines neuen Veranstaltungsformats. „In den letzten Monaten haben wir eine herausragende Unterstützung aus den Regional- und Mitgliedsverbänden erfahren, die uns bei der strategischen Weiterentwicklung unheimlich geholfen hat“, berichtet der ASW Geschäftsführer Dr. Christian Endreß. „Wir befinden uns auf einem guten Weg, den ASW Bundesverband im Bund deutlich zu stärken, Dienstleister für die Mitglieder zu Teilnehmer der 28. Mitgliederversammlung Foto: © ASW Bundesverband sein und mit den beschlossenen Maßnahmen auch finanzielle Lücken schließen zu können“, so Endreß weiter. Zudem haben die anwesenden Mitglieder Carsten Klauer als neues Mitglied in den Vorstand gewählt. Er vertritt damit den ASW Norddeutschland auf Bundesebene. Carsten Klauer ist Geschäftsführer der POWER PERSONEN-OBJEKT-WERKSCHUTZ GMBH und seit Jahren in der ASW Norddeutschland aktiv. Seit dem 25. März 2019 ist Herr Klauer Verbandsvorsitzender des Regionalverbandes. Der Vorstand des ASW Bundesverbandes umfasst neun Mitglieder.

Securitas erhält Exzellenz-Siegel

Exzellenzinitiative der BDSW Landesgruppe Hamburg verleiht Gütesiegel an Hamburger Sicherheitsunternehmen.

Auszubildende sollen in qualifizierten und engagierten Betrieben lernen, denn ein guter Ausbildungsbetrieb ist die Basis für eine erfolgreiche Ausbildung. Diesem Gedanken folgend, hat die BDSW-Landesgruppe Hamburg vor einem Jahr gemeinsam mit der ASW Norddeutschland, der Gewerkschaft ver.di, der Berufsschule 27 und der Handelskammer Hamburg eine Exzellenzinitiative für die Ausbildung ins Leben gerufen. Nun wurden im Rahmen der Initiative erstmals Hamburger Sicherheitsunternehmen mit einem Gütesiegel ausgezeichnet und als “Exzellenzausbildungsbetriebe” zertifiziert. Die Securitas Sicherheitsdienste Hamburg können sich neben drei Mitbewerbern über die Auszeichnung freuen. Die Zertifizierung belegt eine hervorragende Bewertung der Ausbildung bei Securitas Hamburg durch unabhängige Prüfer und Gutachter. Dies ist ein weiteres Gütesiegel der erstklassigen Nachwuchssicherung und Ausbildung bei Securitas. „Unsere Initiative soll den Auszubildenden dabei helfen, einen Ausbildungsplatz in einem qualifizierten und leistungsfähigen Sicherheitsunternehmen zu finden. Unternehmen können sich als „Exzellenzausbildungsbetrieb“ zertifizieren lassen, wenn sie die transparenten Qualitätsanforderungen, die durch ein unabhängiges Gremium geprüft werden, erfüllen”, so der Landesgruppenvorsitzende und COO der Securitas Deutschland, Jens Müller. Securitas bildet derzeit, in mehreren Jahrgängen, rund 170 Auszubildende aus und investiert dafür mehr als 3 Millionen Euro im Jahr. In der Regel halten mehr als drei Viertel der Auszubildenden bei Securitas dem Unternehmen die Treue und arbeiten nach der Ausbildung beim größten Sicherheitsdienstleister weiter. Damit hat das Lernen aber kein Ende: Securitas fördert Weiter- und Fortbildungen, zum Beispiel in der Securitas Akademie.

KÖTTER Unternehmensgruppe trauert um Hubertus Grützner

Hubertus Grützner. Foto © KÖTTER Services.Die KÖTTER Unternehmensgruppe trauert um Hubertus Grützner, der am 15. Mai im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Der Ehrenvorsitzende der DPolG Bun­des­poli­zei­gewerkschaft und Träger des Bundesverdienstkreuzes gehörte zu den Gründungsmit­glie­dern des KÖTTER Sicherheitsbeirates und wirkte über 15 Jahre in dem für die Sicher­heits­wirt­schaft einzig­artigen Gremium mit.

Der im Jahre 2000 ge­gründete Sicherheitsbeirat fördert den Dialog mit der öffent­lichen Hand und unterstützt das größte Familienunternehmen der Sicherheits­branche spe­ziell bei der Realisierung sensibler Pro­jek­te sowie der Entwicklung von Aus­bil­dungs­stan­dards. „Die Nachricht von seinem Tod hat uns tief berührt. Un­ser Mit­ge­fühl gilt seiner Familie, wir werden sein Andenken stets in Ehren halten“, er­klär­te Friedrich P. Kötter, Verwaltungsrat der KÖTTER Unternehmens­grup­pe. „Hubertus Grützner war nicht nur ein hervorragender Sicher­heitsexperte und ein versierter Ge­sprächs­partner. Er war vor allem ein wichtiger Brückenbauer, der die unter­schied­lichsten In­teressen ge­schickt moderieren und zusam­menführen konnte. Mit diesem beson­de­ren Talent hat er auch den Koope­ra­tionsausbau von öffentlicher Hand und privater Sicher­heits­wirtschaft ganz entscheidend vorangebracht.“

Wichtige Stationen im Rückblick

Der Leitende Polizeidirektor im Bundesgrenzschutz a. D. wurde am 14. Februar 1936 im schle­sischen Ottmachau geboren. Nach dem Abitur trat er 1957 in den damaligen Bundesgrenzschutz ein, startete ein Jahr später den Offi­zier­anwärterlehrgang und legte damit den Grundstein für seine rd. 40-jährige Karriere. Wichtige Meilensteine waren die maßgebliche Beteiligung an der Gründung der Spezialeinheit GSG 9, die Funktion als ständiger Vertreter des Inspekteurs der Bereit­schafts­poli­zeien der Länder im Bundesministerium des Innern sowie die Tätigkeit als Abteilungsleiter I im Grenzschutzpräsidium West. Darüber hinaus fungierte er von 1993 bis 1999 als Bundes­vor­sit­zen­der des damaligen Bundes­grenzschutz-Verbandes bzw. als Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei des Bundes, deren Ehrenvorsitzender er im Anschluss wurde.

 

 Bernd Jürgens (l.), Geschäftsführender Direktor der KÖTTER SE & Co. KG Security, Hamburg, nahm die Auszeichnung von Jens Müller, BDSW-Landesgruppenvorsitzender Hamburg, entgegen. © BDSW / Dirk Eisermann

KÖTTER Security Hamburg als Top-Ausbilder der Sicherheitsbranche zertifiziert

Deutschlands größter familiengeführter Sicherheitsdienstleister begegnet dem allgegenwärtigen Fachkräftemangel mit hochwertiger Nachwuchsförderung. Das bestätigt die Landesgruppe Hamburg des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und zertifiziert die Niederlassung Hamburg der KÖTTER Security SE & Co. KG, Hamburg, als Exzellenzausbildungsbetrieb (EAB). 

Faire Ausbildungsbedingungen, qualifizierte Ausbilder und ergänzende externe Schulungsmaßnahmen sind nur einige der Kriterien, die ein Sicherheitsunternehmen zu einem guten Ausbildungsbetrieb machen. KÖTTER Security in Hamburg konnte bei der eingehenden Prüfung durch unabhängige Gutachter im Rahmen der BDSW-Exzellenzinitiative überzeugen und sich als Top-Ausbilder im Sicherheitsmarkt der Hansestadt positionieren.

Verband und Qualitätsunternehmen sagen „schwarzen Schafen“ den Kampf an
„Das EAB-Gütesiegel stellt einmal mehr unter Beweis, dass wir mit Hilfe unseres hochwertigen Ausbildungsprogramms die Sicherheitsspezialisten von morgen ausbilden“, sagt Bernd Jürgens, Geschäftsführender Direktor der KÖTTER SE & Co. KG Security, Hamburg. „Die Zertifizierung hilft jungen Frauen und Männern dabei, einen Ausbildungsplatz in einem qualifizierten und leistungsstarken Unternehmen zu finden und ʾschwarzen Schafenʾ der Branche den Rücken zuzukehren.“ Genau hier setzt die Exzellenzinitiative an: Denn die Qualität der Ausbildung variiert stark und die Abbrecherquote in der Sicherheitswirtschaft ist hoch. Nach dem Berufsbildungsbericht der Bundesregierung wird knapp die Hälfte aller Ausbildungsverträge in der Branche vorzeitig beendet. Die BDSW-Landesgruppe Hamburg hat deshalb im letzten Jahr die in der Sicherheitswirtschaft bundesweit einmalige Initiative ins Leben gerufen, zusammen mit den Partnern ASW Norddeutschland (Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft), der Gewerkschaft ver.di, der Handelskammer Hamburg und der Berufsschule 27.

Fokus auf Aus- und Weiterbildung / Unternehmenseigene Akademie
KÖTTER Security bildet in Hamburg seit vielen Jahren erfolgreich Auszubildende u. a. in den Berufen Fachkraft für Schutz und Sicherheit (FKSS) sowie Servicekraft für Schutz und Sicherheit (SKSS) aus. „Dabei legen wir seit jeher ein besonderes Augenmerk auf einen erfolgreichen Berufsabschluss aller Auszubildenden und ihre weitere Beschäftigung im Hause KÖTTER“, sagt Maik Würfel, Qualitätsbeauftragter der KÖTTER SE & Co. KG Security, Hamburg. Die Anerkennung als Exzellenzausbildungsbetrieb nimmt das Unternehmen zum Anlass, diesen Fokus weiter zu schärfen: „Unser Ziel ist die Übernahme sämtlicher Auszubildender, eine Abbruchquote von unter zehn Prozent über drei Jahre sowie eine verstärkte Bestenförderung“, erläutert Maik Würfel, der 2018 von der Handelskammer Hamburg als Prüfer für den FKSS-Ausbildungsberuf berufen wurde. Dafür hat KÖTTER Security Hamburg nicht nur auf Grund der eigenen Kompetenz und Erfahrung vor Ort die besten Voraussetzungen: Eine grundlegende Rolle für eine qualifizierte Berufsausbildung spielt die Gesamtausrichtung der KÖTTER Unternehmensgruppe auf Nachwuchsförderung einschließlich der unternehmenseigenen Akademie, einer BDSW-zertifizierten Sicherheitsfachschule sowie anerkanntem Träger der beruflichen Aus- und Fortbildung gem. AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung).