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Betreuungsmöglichkeiten für Kinder von Mitarbeiter*innen privater Sicherheitsunternehmen in kritischen Infrastrukturen müssen sichergestellt werden

Auch in der Sicherheitswirtschaft sind die Krankenstände durch das Corona-Virus und die damit verbundenen Maßnahmen derzeit schon sehr hoch. Schätzungen gehen von bis zu 30 Prozent aus. Die beschlossenen Schließungen von Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen werden die Unternehmen in den nächsten Tagen und Wochen vor noch größere Probleme stellen, den Betrieb aufrechtzuerhalten.

„Viele unserer Beschäftigten sind in kritischen Infrastrukturen im Einsatz. Für diese Eltern muss eine Betreuungsmöglichkeit sichergestellt sein, so dass keine weiteren Dienstausfälle drohen und die Innere Sicherheit aufrechterhalten bleibt“, so Dr. Harald Olschok Hauptgeschäftsführer des BDSW und der BDGW. Dies gelte vor allem für Geld- und Wertdienstunternehmen. Diese tragen zu einer sicheren und effizienten Bargeldversorgung bei. Deshalb war es folgerichtig, diesen Tätigkeitsbereich in das Konzept „Zivile Verteidigung“ der Bundesregierung aufzunehmen. Bargeldversorgung wurde KRITIS zugeordnet. Sicherheitsrelevante Tätigkeiten an den Flughäfen, ob Passagier-, Personal- oder Frachtkontrollen sind ebenfalls systemrelevant. „Auch die Sicherheit weiterer Bereiche unserer Branche, wie der Schutz von militärischen Liegenschaften, Kerntechnischen Anlagen und der Werkschutz anderer KRITIS-Bereiche muss im Interesse der Inneren Sicherheit aufrechterhalten bleiben. Deshalb ist es notwendig, dass private Sicherheitskräfte in einem abgegrenzten Aufgabengebiet unter die Sonderregelungen für Kindergartenplätze fallen“, so Olschok.

 

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Wissenswertes über Coronavirus - RKI und BZgA informieren

Alle Fragen rund um das neuartige Coronavirus Covid-19 hat als zuständige Behörde das Robert Koch-Institut auf seiner Website gesammelt.

https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

Diese Seite informiert über den aktuellen Stand und gibt auch Empfehlungen zum Verhalten und zur eigenen Vorsorge. Sie wird regelmäßig aktualisiert.

 Bürgerinformation

Unabhängig davon finden Sie auf der Website den „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“. Da sind Infos zu allen wichtigen Themen – vom Lebensmittelvorrat bis zum Notgepäck – um persönlich für einen Notfall gerüstet zu sein.

Der Ratgeber ist als gedruckte Version derzeit vergriffen. Sie können ihn inklusive Checkliste herunterladen.

Die Informationen des Ratgebers finden sich auch in der Warn-App NINA, die kostenfrei zum Download zur Verfügung steht.

 Zum besseren Verständnis

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-02 - Schweres akutes respiratorisches Syndrom), das die Krankheit COVID-19 auslöst, ist eine Atemwegserkrankung.

 Welche Krankheitszeichen werden ausgelöst?

Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kann zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, ähnlich wie bei einer Grippe. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Fällen waren vier von fünf Krankheitsverläufen mild. Bei einem Teil der Erkrankten kann das Virus mit einem schwereren Verlauf einhergehen und zu Atemproblemen, Lungenentzündung und in seltenen Fällen zum Tod führen.

Derzeit geht man davon aus, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten.

 Wie wird das Virus übertragen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Eine Ansteckung kann direkt über die Schleimhäute der Atemwege erfolgen (z.B. wenn man von einem Erkrankten angehustet wird) oder auch indirekt über die eigenen Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten.

 Wie können Sie sich vor einer Ansteckung schützen?

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene sowie das Einhalten eines Abstands zu Erkrankten (etwa ein bis zwei Meter).

 Konkret bedeutet dies:

  • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch.
  • Entsorgen Sie Papiertaschentücher nach einmaligem Benutzen sofort.
  • Waschen Sie sich regelmäßig und sorgfältig die Hände mit Seife, mindestens 20 bis 30 Sekunden.
  • Desinfizieren Sie regelmäßig Ihre Hände.
  • Vermeiden Sie unnötigen Körperkontakt mit anderen Personen wie z.B. Händeschütteln.
  • Berühren Sie insbesondere die Schleimhäute von Mund, Augen und Nase nicht mit den Händen.
  • Halten Sie ausreichend Abstand von Menschen, die Husten, Schnupfen oder Fieber haben – empfohlen werden mindestens ein bis zwei Meter.
  • Meiden Sie belebte Orte und Veranstaltungen.

 Was ist zu tun, wenn Sie eine Ansteckung vermuten?

Suchen Sie bei Krankheitszeichen nicht sofort einen Arzt oder eine Notfall-Ambulanz auf, denn die Ansteckungsgefahr in Wartezimmern ist besonders groß. Rufen Sie in der Praxis oder im Gesundheitsamt Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises an. Möglicherweise wird bei begründetem Verdacht auf COVID-19 im häuslichen Umfeld ein Test durchgeführt.

 Handlungsempfehlungen für Betreiber Kritischer Infrastrukturen

In den Handlungsempfehlungen sind beispielhaft einige Auswirkungen einer Epidemie zusammengestellt, die speziell Unternehmen betreffen.

 Link zum Robert Koch-Institut

Link zur Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

Link zu unserem Ratgeber:

Links zu den BBK-Flyern (Bürgerinformationen)

Link zur Warn-App NINA:

Link zur Telefonliste:

Link zum Handbuch:

Link zu den Empfehlungen:

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Corona-Krise

BDSW fordert Lohnfortzahlungs-Entlastung für Sicherheitsdienstleister

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) fordert eine umfassende und vor allem kurzfristig greifende Entlastung von Sicherheitsdienstleistungsunternehmen angesichts der immer weiter zunehmenden Corona-Krise.

„Die von der Bundesregierung im Konjunkturpaket beschlossenen Maßnahmen helfen unseren Mitglieds-Unternehmen akut nicht. Denn sie geben insbesondere keine Antwort auf die massiv steigenden Lohnfortzahlungskosten”, kritisierte BDSW-Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied Dr. Harald Olschok am Dienstag in Bad Homburg. „Hier brauchen wir eher heute als morgen eine Regelung, die für uns als personalstarke Branche greift.“ Die große Koalition müsse das Konjunkturpaket daher deutlich mehr auf die unterschiedlichen Phasen eines Epidemie- bzw. Pandemie-Verlaufs ausrichten. „In der jetzigen Situation der akuten Virus-Ausbreitung, die nach Experten-Schätzungen noch weiter zunehmen und länger andauern wird, stehen für unsere Mitgliedsunternehmen die steigenden Krankenzahlen und damit verbundenen Lohnfortzahlungskosten absolut im Fokus“, sagte Olschok. Hier helfe der Sicherheitswirtschaft weder Kurzarbeitergeld noch die finanzielle Unterstützung für Fortbildungen, die mit Blick auf die Corona-Eindämmung ggf. sogar kontraproduktiv wirken könnten. „Wir fordern daher nachdrücklich, dass das durch die Krankenkassen übernommene Krankengeld bereits ab dem ersten Tag statt aktuell erst nach der sechsten Woche gezahlt wird“, führte der BDSW-Hauptgeschäftsführer aus. Gleiches gelte für die von der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung beschlossenen Möglichkeit, dass sich Mitarbeiter mit leichten Atemwegserkrankungen telefonisch für sieben Tage von ihrem Arzt krankschreiben lassen können. „Denn dies hat zusätzlich zur Folge, dass der Krankenstand weiter deutlich steigt“, sagte Olschok.
Die vom Koalitionsausschuss beschlossenen Änderungen beim Kurzarbeitergeld seien zwar grundsätzlich zu begrüßen, um mögliche Auftragsverluste abzufedern. „Dies kann aber nur der zweite Schritt sein, wenn die beschriebene Entlastung bei der Lohnfortzahlung greift“, so Olschok weiter. Dabei verwies er auch hier auf notwendige Nachbesserungen, da das Kurzarbeitergeld nicht für sozialversicherungsfreie Beschäftigte gezahlt werde. „Viele unserer Unternehmen beschäftigen eine große Anzahl dieser Mitarbeiter. Sie werden daher massive Einbußen erleiden.“ Olschok forderte deshalb abschließend, dass auch 450-€-Kräfte Kurzarbeitergeld erhalten sollen.

Portalhaus © Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Petra Welzel

Verschoben: Light + Building findet im September 2020 statt

Aufgrund der verstärkten Verbreitung des Coronavirus in Europa hat sich die Messe Frankfurt nach intensiven Beratungen für die Verschiebung der Light + Building entschieden. Die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik findet zwischen Mitte und Ende September 2020 in Frankfurt am Main statt.

Die Kooperationspartner der internationalen Fachmesse, ZVEI und ZVEH, unterstützen dieses Vorgehen. Das unerwartete Auftreten von Covid-19 in Italien seit dem vergangenen Wochenende erforderte eine neue Bewertung der Situation in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt. Es wird eine mehrstufige gesundheitliche Prüfung von Messegästen aus China verlangt, die durch die Messe Frankfurt nur mit unverhältnismäßigem Aufwand realisiert werden kann. Hinzu kommen vermehrt Reiserestriktionen, die es potenziellen Besuchern wie Ausstellern erschweren, an der Messe teilzunehmen. Aus diesem Grund hat sich der Veranstalter für eine Verschiebung der Light + Building entschieden. Dieser Entschluss wird ebenfalls von den Kooperationspartnern der Light + Building, dem Fachverband Elektroinstallationssysteme sowie dem Fachverband Licht im ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) und dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) mitgetragen. Auch die wichtigsten italienischen Verbände unterstützen die Entscheidung. China und Italien stellen nach Deutschland sowohl die größte Aussteller- als auch Besuchergruppe.

Neuer Termin: Light + Building im September 2020

Die Light + Building ist das wichtigste internationale Branchentreffen für Architekten, Industrie, Handwerk, Handel und Planer. Als Innovationforum und interdisziplinärer Marktplatz ist sie außerdem Garant für Geschäftsanbahnung, Kontakte und eine nachhaltige Zukunft. Die Industrie macht deutlich, dass sie die Plattform zur Geschäftsanbahnung unbedingt braucht. Die aus der Light + Building resultierenden Chancen möchte die Messe Frankfurt für alle Marktteilnehmer noch in der laufenden Saison realisieren: Deswegen wird die Fachmesse verschoben und findet zwischen Mitte und Ende September 2020 in Frankfurt am Main statt.

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Luftsicherheitstage 2020 finden nicht statt

Aus aktuellem Anlass haben die Bundespolizei und der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen gemeinsam beschlossen, die 12. Luftsicherheitstage am 4. und 5. März 2020 abzusagen.

"Wir dienen der Sicherheit derzeit mehr, wenn wir die Luftsicherheitstage verschieben."

Fragen-/Antwortenkatalog zur Absage der 12. Luftsicherheitstage

 

© KÖTTER GmbH & Co. KG Verwaltungsdienstleistungen

KÖTTER Unternehmensgruppe stärkt ihre Marktposition

Stärkung des Kerngeschäfts, weitere Forcierung von Qualität und Wirtschaftlichkeit: Mit diesem strikten Kurs hat die Dienstleistungsgruppe KÖTTER Services ihre konsequente Nachhaltigkeits- und Innovationsstrategie im vergangenen Jahr fortgesetzt.

Das Geschäftsjahr 2019 war von einem soliden Wachstum geprägt. Der Gruppenumsatz erreichte 565 Millionen Euro (+ 4,6 %), die Beschäftigtenzahl belief sich auf 18.800 Mitarbeiter (+ 1,6 %). „Damit konnten wir das zurückliegende Jahrzehnt erneut erfolgreich gestalten. Und wir werden weiter Tempo machen. Getreu unserem Motto: Durch beste Lösungen Kunden und Mitarbeiter begeistern“, erklärte Verwaltungsrat Friedrich P. Kötter.

Die Entwicklung der einzelnen Sparten im vergangenen Jahr:

  • -  Security: Der positive Verlauf in der Sparte Security wurde getragen von Neuaufträgen und Auftragserweiterungen in der Wirtschaft und bei öffentlichen Auftraggebern. Seine Schlagkraft stellte erneut das Betreibermodell KÖTTER SYMTO unter Beweis, das personelle, technische und bauliche Sicherheit zu einer ganzheitlichen Lösung vereint.
  • -  Cleaning: Ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete die Sparte Cleaning, die 2020 ihr 35-jähriges Bestehen feiert. Motor war die Weiterentwicklung der Smart Cleaning Solutions, durch die KÖTTER Cleaning sich Neuaufträge und Auftragserweiterungen u. a. in der Industrie, im Logistiksektor und in der Nahrungsmittelindustrie sicherte. Zur Stärkung der regionalen Präsenz und vorhandenen Kompetenzen trug die Übernahme des operati- ven Geschäfts der Gebäudereinigung Gauglitz GmbH (Meißen, Sachsen) bei.
  • -  Personal Service: Die Sparte Personal Service konnte sich behaupten und bestätigt damit u. a. die Ausrichtung als Branchenspezialist für die Übernahme abgrenzbarer Geschäftsprozesse auf Basis von Werk- oder Dienstverträgen in Industrie, Chemie & Pharma oder für Office & IT. Der Systemanbieter ist insbesondere Partner für die Steuerung komplexer Personalprozesse etwa im Rahmen von Onsite- oder Case Management für Handels- und Logistikunternehmen.

Smart Service Solutions verschaffen Kunden neue Impulse / Weitere Mitarbeiter gesucht

Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung steht die noch engere Verzahnung der Smart Service Solutions mit vorhandenen Kundenprozessen im Mittelpunkt. Beispiele hierfür sind neben dem Betreibermodell KÖTTER SYMTO z. B. die immer stärkere Nutzung Künstlicher Intelligenz etwa für „Virtuellen 24/7-Concierge-Service“ (ferngesteuerter Gästeempfang in Hotels, Lieferantenzutritt in Firmen etc.) oder Hightech-Videosysteme plus intelligenter Analysesoftware, die virtuelle Rundgänge über Unternehmensgelände mit ereignisgesteuerter Alarmauslösung ermöglichen. Ein weiterer Baustein ist die digitale Alarmierungs- und Krisenmanagementlösung FACT24, mit der Unternehmen vollumfänglich auf jegliche Not- und Krisensituationen vorbereitet sind: von der effizienten Alarmierung auf Knopfdruck, über die einfache und sichere Kommunikation während der Krise, bis hin zur revisionssicheren Dokumentation aller Geschehnisse. Durch solche intelligenten Lösungen erhalten Unternehmen, Behörden und Institutionen neue Möglichkeiten für die Konzentration auf ihr Kerngeschäft und damit neue wirtschaftliche Impulse. Auf das Engste verbunden ist dieser Innovationskurs mit der Beibehaltung und Stärkung des gesunden wirtschaftlichen Fundaments. „Deshalb setzen wir unsere Ausrichtung auf langfristig tragfähige Partnerschaften mit unseren Kunden konsequent fort“, sagte Friedrich P. Kötter. Zentrale Säule für die eigene Leistungsstärke sind dabei die hohe Kompetenz und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Ihnen gilt daher mein ganz besonderer Dank und ich bin überzeugt, dass wir die Zukunft gemeinsam erfolgreich gestalten werden“, betonte der Familienunternehmer. „Dabei suchen wir bundesweit weitere personelle Verstärkung. Neue Kolleginnen und Kollegen können wir bei Bedarf in unserer eigenen Akademie gezielt aus- und weiterbilden.“

Entlastung des Mittelstandes und neues Sicherheitsdienstleistungsgesetz angemahnt

In diesem Zuge untermauerte der Vizepräsident des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft seine Forderung nach Entlastungen speziell für den Mittelstand. „Angesichts der schwächelnden Konjunktur ist dies mehr denn je das Gebot der Stunde“, sagte der Familienunternehmer. Das Spektrum reiche von der Senkung des Steuer- und Abgabenniveaus über Investitionen in die Infrastruktur bis zu Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel. Gleichzeitig mahnte der 53-Jähri- ge das von der Bundesregierung für diese Legislaturperiode angekündigte Sicherheitsdienstleistungsgesetz an. „Die Umsetzung und der Zuständigkeitswechsel zum Bundesinnenministerium sind sehr wichtig für die qualitative Weiterentwicklung unserer Branche“, so Friedrich P. Kötter.

Am 27. Januar fand die BASIC-Auftaktveranstaltung im Hauptstadtbüro der BDGW in Berlin statt © BDGW

BASIC-Forschungsprojekt gestartet

Geld- und Wertdienstleister sind die zentralen Akteure im Bargeldkreislauf. Werden ihre Arbeitsprozesse beeinträchtigt, kann dies erhebliche Auswirkungen auf die Bargeldversorgung der Bevölkerung haben.

Wie kann in Not- und Krisenfällen die Aufrechterhaltung der Bargeldlogistik gewährleistet werden? Dieser und weiteren Fragen widmet sich seit Jahresbeginn das Forschungsprojekt „Resilienz der Bargeldversorgung - Sicherheitskonzepte für Not- und Krisenfälle (BASIC)“, an dem sich die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) als Verbundpartner beteiligt. Gemeinsam mit dem Projektkoordinator Brandenburgisches Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS), der Cash Logistik Security AG sowie der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS) wird die BDGW damit in den kommenden drei Jahren erstmals an einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt teilnehmen. Es wird im Rahmen des Programms der Bundesregierung „Forschung für die zivile Sicherheit“ durchgeführt und hat ein Projektvolumen von rund 1 Million Euro. Als assoziierte Partner konnten die Deutsche Bundesbank, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), die Commerzbank AG, die European Security Transport Association (ESTA) sowie der Handelsverband Deutschland e. V. (HDE) gewonnen werden. Von Seiten der BDGW werden Kirsten Wiegand (Referentin für Sicherheitsforschung), die in den vergangenen Jahren bereits für den BDSW (Bundesverband der Sicherheitswirtschaft) das OSiMa-Projekt betreut hat, und Andreas Goralczyk (Senior Research Fellow), ehemaliger Direktor Zahlungsverkehr beim Bundesverband deutscher Banken, im BASIC-Projekt arbeiten. Dazu erklärte Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer der BDGW: "Wir freuen uns sehr, dass wir für dieses wichtige Projekt zwei so kompetente Mitarbeiter haben gewinnen können." 

CashCon Köln

Michael Mewes, Vorstandsvorsitzender BDGW © BDGWDer Vorstandsvorsitzende der BDGW, Michael Mewes, sprach auf CashCon über die „Wertdienstleistung der Zukunft“. Wie alle Rednerinnen und Redner der Bundesbank, Europäischen Zentralbank, Kreditwirtschaft und Handel zeigte sich auch Mewes davon überzeugt, dass Bargeld das wichtigste Zahlungsmittel ist und auch bleibt.

Der Wettbewerb der Zahlungsmittel sei aber auch ein Kostenwettbewerb. Damit Bargeld aber konkurrenzfähig bleibe, seien vor allem die Wertdienstleister gefordert. „Unsere Industrie ist mehr als bislang gefordert, mit innovativen Techniken, Verfahren und Angeboten einen eigenen Beitrag dazu zu leisten, dass ‚unser Bargeld‘ wettbewerbsfähig bleibt und in diesem Kostenwettbewerb nicht untergeht“, so Mewes. Gefordert sei aber auch die Bundesbank, die weiterhin an ihrer Überinterpretation des „Sorgeauftrages“ festhalte und damit die Entwicklung unserer Industrie behindere. Die CashCon ist zum zentralen Treffpunkt der Bargeldbranche in Deutschland geworden. Rund 150 TeilnehmerInnen waren nach Köln gekommen um im regen Austausch mit anderen Akteuren aus Handel, Banken, Werttransport und Dienstleistern darüber zu sprechen, welche Maßnahmen und Innovationen notwendig sind, um die Bedeutung des Bargeldes als Zahlungsmittel zu erhalten.

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Corona & Influenza als zunehmende Gefahr für die Wirtschaft

Die Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. empfiehlt Unternehmen, die eigene Notfallvorsorge zu überprüfen

Das Corona-Virus ist inzwischen omnipräsent und lässt die Nachrichtenportale mit stündlichen Updates der Statusberichte glühen. Fast unbemerkt und mehr oder weniger nebenbei rollt dabei lautlos die neue Grippewelle in Deutschland an.

Je nach Entwicklung der Influenza-Viren, hat diese jedoch das Potential, weitaus größere Auswirkungen und Schäden für die deutsche Wirtschaft zu verursachen. So war die Grippewelle 2017/18 außerordentlich stark und hatte rund 25.000 Influenza-bedingte Todesfälle in der Vorsaison.1 Die Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. (ASW Bundesverband) empfiehlt deshalb allen Unternehmen, die Vorsorgemaßnahmen zu überprüfen und im Bedarfsfall zeitnah an die Lage anzupassen. Bei all den Hiobsbotschaften wird eine Frage klar verdeutlicht: „Wie gut ist die Notfallvorsorge im eigenen Unternehmen?“ so ASW-Bundesgeschäftsführer Dr. Christian Endreß. „Die aktuelle Situation kann- und sollte als Weckruf verstanden werden, um die bestehenden Krisen- und Notfallpläne im Unternehmen zu überprüfen,“ führt Dr. Endreß weiter aus. Jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Größe, sollte einen Plan für den plötzlichen und massenhaften Aus- fall von Mitarbeitern griffbereit haben. Als beispielhaftes Notfall-Szenario sollte hier ein übliches und sehr wahrscheinliches Szenarium wie eine Grippewelle oder eine Norovirus-Epidemie gewählt werden. Die Notfallplanung sollte Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter am Arbeitsplatz wie z.B. Präventionsmaßnahmen durch regelmäßige Schulungen, Hygiene-Richtlinien, Video-Konferenzen statt Meetings, Ausweichlösungen von Standorten so- wie Alarmierungs-, Eskalations- und Kommunikationsmaßnahmen umfassen. Der ASW Bundesverband bietet Unterlagen zum Krisenmanagement sowie zur Lage- und Reisesicherheit an, die für Schulungen oder als Informationsmaterialien dienen können, wie z.B. das Handbuch Wirtschaftsgrundschutz mit seinen diversen Kapiteln, wie dem Notfallmanagement, aber auch diverse Leitfäden, wie z.B. „Aufbau und Struktur eines Reise-Risikomanagements“. Die Unterlagen sind für den Eigendruck freigegeben und sollen dem Schutz der Unternehmen dienen. Die Regional- und Landesverbände der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. führen zudem maßgeschneiderte Schulungen zum Thema Notfall- und Krisenmanagement durch und unterstützen ihre Mitgliedsunternehmen bei der Notfallvorsorge gerne mit Rat und Tat.

1 RKI, Bericht zur Epidemiologie der Influenza in Deutschland Saison 2018/19 https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/6253/RKI_Influenzabericht_2018-19.pdf?sequence=1&isAllowed=y

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Luftsicherheit

Auftakt der Mantelrahmentarifverhandlungen

Vertreter des BDLS trafen sich am 31. Januar 2020, mit der Gewerkschaft ver.di und dbb beamtenbund und tarifunion zum Verhandlungsauftakt für einen neuen Mantelrahmentarifvertrag für die rund 23 000 Beschäftigten der Luftsicherheit.

„Nach einer zielorientierten ersten Gesprächsrunde mit den beiden Tarifkommissionen der Gewerkschaften, können sich nun alle Parteien auf die inhaltliche Erarbeitung neuer Regelungen in den folgenden Verhandlungsrunden vorbereiten“, so BDLS Verhandlungsführer Rainer Friebertshäuser. Die Arbeitgeber und die Gewerkschaftsvertreter trafen sich in Kassel, um die Rahmenbedingungen für die anstehenden Verhandlungsrunden rund um die Arbeitsbedingungen der an den deutschen Flughäfen tätigen Beschäftigten zu besprechen.

Der nächste Termin der drei Tarifvertragsparteien findet am 17. Februar 2020 statt.