Auszubildende aus Essen zeigten beim Social Day großes Engagement. © KÖTTER Services

Social Day und TalentTage Ruhr

KÖTTER Services setzt auf Soft Skills und Teamplayer

In diesen Tagen stehen die Zeichen bei der Dienstleistungsgruppe KÖTTER Services (www.koetter.de) mit Stammsitz in Essen auf gesellschaftliches Engagement und Nachwuchsförderung.

Erstmalig veranstaltete das Familienunternehmen kurz nach dem Start des neuen Ausbildungsjahres einen eigenen Social Day. Rund 40 Auszubildende engagierten sich an der Essener Kraienbruch Schule. Zeitgleich beteiligt sich die Unternehmensgruppe erneut an den TalentTagen Ruhr 2019. Hier gibt es geballte Informationen für Schüler, Studierende, Eltern und Bildungsfachleute, offene Klassenzimmer, Hörsäle, Labore sowie Werkstätten – und vor allem ganz viele Mitmach-Angebote vom Bewerbungscoaching bis hin zum Robotik-Workshop. Für die Essener Auszubildenden der KÖTTER Unternehmensgruppe hätte es ein normaler Arbeitstag in Büro, Werkstatt oder im Einsatz beim Kunden sein können. Doch der Social Day am 25. September brachte die Nachwuchskräfte mit rund 70 Grundschülern der Kraienbruch Schule in Essen zusammen. Gemeinsam mit dem Team der Stiftung muTiger (www.mutiger.de) – einer gemeinsamen Initiative der KÖTTER Unternehmensgruppe und des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) – führten die Auszubildenden ein Selbstbehauptungs- und Selbstsicherheitstraining mit den Kindern durch. Eine intensive Beschäftigung und viel Spaß mit den Grundschülern boten zusätzliche Aktionen, die die Auszubildenden auf die Beine stellten: u. a. das Spielmobil mit Hüpfburg, freies Spiel- und Bewegungsmaterial und Kinderschminken. Dabei profitieren nicht nur die Kids: „Der freiwillige Einsatz für einen gemeinnützigen Zweck stärkt Sozialkompetenzen und Verantwortungsbewusstsein“, erklärt Volker Hofmann, Prokurist und Leiter Personalwesen der zur KÖTTER Unternehmensgruppe gehörenden KÖTTER GmbH & Co. KG Verwaltungsdienstleistungen. „Diese Soft Skills sind für unsere Auszubildenden für ihre persönliche Entwicklung sehr wertvoll, gleichzeitig bringen sie sie beruflich voran – speziell in der Dienstleistungsbranche.“ 

Engagement für die TalentTage Ruhr

Bei der bundesweit größten Leistungsschau der Bildung stellt zeitgleich (18.-28. September) eine ganze Region unter Beweis, was sie zu bieten hat. Unter dem Motto „11 Tage für Talente im Ruhrgebiet“ zeigen rund 200 Initiativen, Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Kammern, Vereine und Kommunen bei mehr als 240 Einzelveranstaltungen, wo Talente zu finden sind und wie Nachwuchsförderung gelingt. Aktionen gibt es in 33 Städten des Ruhrgebiets – das sind so viele wie noch nie. Die TalentTage Ruhr werden organisiert von der TalentMetropole Ruhr (TMR), dem Leitprojekt Bildung des Initiativkreises Ruhr. KÖTTER Services ist erneut an Bord und rückt dabei neben reinen Ausbildungsmöglichkeiten und -inhalten auch hier die Themen Diversity, gegenseitige Wertschätzung und Wir-Gefühl in Arbeitswelt und Gesellschaft in den Fokus. Rund 20 Auszubildende hatten daher im Rahmen der TalentTage Ruhr heute am Stammsitz in Essen die Möglichkeit, sich unter Anleitung von Trainern der Stiftung muTiger fit zu machen in Sachen Zivilcourage. Dabei erlernten die Teilnehmer praxisnah das richtige Verhalten in Gefahrensituationen und wie sie anderen helfen können, ohne selbst in Gefahr zu geraten. Wichtiger zusätzlicher Effekt: „Die Kurse bestärken die jungen Menschen darin, auf Teamwork zu bauen, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen“, betont Volker Hofmann.

Ausbildung in zehn Berufen / Noch freie Ausbildungsplätze

Im Vorfeld der TalentTage Ruhr hatte das Familienunternehmen bei der TalentMesse Ruhr in der Gelsenkirchener VELTINS-Arena bereits sein vielfältiges Ausbildungs- und Karriereangebot präsentiert. So konnten sich Schüler, Studenten, Eltern und Lehrer u. a. über die Ausbildung in aktuell zehn Berufen sowie das unternehmenseigene Trainee-Programm informieren. Und erfuhren z. B., dass die Dienstleistungsgruppe aktuell noch freie Plätze für das jüngst gestartete Ausbildungsjahr bereithält.

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Sicherheitsnachwuchs stand im Fokus des zweiten Sicherheitsrechtstages in Hamburg

Die Gewinnung von Nachwuchs- bzw. Arbeitskräften vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung stand im Mittelpunkt des zweiten Sicherheitsrechstages (SRT) der Hochschule der Akademie der Polizei Hamburg, Forschungsstelle Europäisches und Deutsches Sicherheitsrecht (FEDS) und des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft in Hamburg.

In seiner Begrüßung dankte der Hauptgeschäftsführer des BDSW, Dr. Harald Olschok, dem Hamburger Polizeipräsidenten, Ralf Meyer, der Dekanin der Akademie, Frau Professor Dr. Pfeffer und Professor Dr. Sven Eisenmenger für die Zusammenarbeit mit dem BDSW und die Durchführung dieses SRT. "Es gibt kaum ein anderes Bundesland in Deutschland, in dem seit fast 20 Jahren eine konstruktivere und entspanntere Zusammenarbeit zwischen Polizei und Sicherheitswirtschaft stattfindet", so Olschok. Der Sicherheitsrechtstag befasste sich im ersten Teil mit der Ausgangslage für Polizei und Sicherheitsgewerbe vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des Arbeitskräfteangebotes bis zum Jahr 2030. Auch der Sicherheitssektor sei von diesem Wandel betroffen. Markus Hoch, von der renommierten Prognos AG, geht im Jahr 2030 von einer Arbeitskräftelücke von 3,6 Mio. Personen aus. Das stellt alle Sektoren vor große Herausforderungen. Der Forscher riet dem Sicherheitssektor, durch eine Attraktivitätssteigerung das Angebot an Nachwuchskräften zu steigern. Der Hauptgeschäftsführer des BDSW wies auf 12.000 gemeldete offene Stellen bei der Arbeitsagentur hin. Die tatsächliche Zahl sei aber noch deutlich höher. Den Herausforderungen bei der Nachwuchsgewinnung könne nur durch ein Bündel unterschiedlicher Maßnahmen begegnet werden. „Aus Sicht der privaten Sicherheitswirtschaft ist, neben den angestrebten grundlegenden Änderungen der Rahmenbedingungen, vor allem eine qualitativ hochwertige, abwechslungsreiche und interessante Ausbildung und Qualifikation der Nachwuchskräfte entscheidend“, so Olschok. Um dies zu ermöglichen, müsse man die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für die Nachwuchsgewinnung und die Ausbildung intensiv nutzen. Mit den beiden Ausbildungsberufen für die Sicherheitswirtschaft, der Weiterbildung zur geprüften Schutz- und Sicherheitskraft und dem Meister sowie zahlreichen Studiengängen für Sicherheitstechnik und Sicherheitsmanagement sei man grundsätzlich gut aufgestellt, so Olschok abschließend.

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BDSW stellt Eckpunkte zum neuen Gesetz für die Sicherheitsbranche vor

Der BDSW hat Eckpunkte zum von der Großen Koalition geplanten Sicherheitsdienstleistungsgesetz vorgestellt. Das Eckpunktepapier enthält die wichtigsten Forderungen und Vorschläge des Verbandes.

BDSW Präsident Gregor Lehnert © BDSW„Wir sind die Experten und gleichzeitig die direkt Betroffenen des geplanten Gesetzes. Wir bieten der Politik mit unserem Eckpunktepapier fachkundige Unterstützung in diesem dringend notwendigen Neuordungsprozess zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die private Sicherheitswirtschaft an“, so BDSW Präsident Gregor Lehnert.
Zukünftige Regelungen für die Branche müssen die weitere Erhöhung der Sicherheit in Deutschland im Fokus haben und nicht – wie bisher – eine weitgehende Gewerbefreiheit für Sicherheitsdienstleister. „Die Bundesregierung hat erkannt, dass das Gewerberecht nicht mehr die Grundlage unseres Handels sein kann. Mit unserem Eckpunktepapier greifen wir die Aussagen in der Koalitionsvereinbarung auf und stellen Anforderungen an ein noch in dieser Legislaturperiode zu verabschiedendes Sicherheitsdienstleistungsgesetz vor“, so Lehnert.
Hier finden Sie das Eckpunktepapier: Sicherheitsdienstleistungsgesetz – SDLG: Deutschland (noch) sicherer machen.

 (v. l.) Brigadegeneral Michael Baumann, Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Ministerialdirektorin Dagmar Busch, Leiterin der Abteilung „Angelegenheiten der Bundespolizei“ im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und Friedrich P. Kötter, Verwaltungsrat der KÖTTER Security Gruppe. © KÖTTER Services / Marc Darchinger

STATE OF SECURITY - KÖTTER Services

Familienunternehmer Friedrich P. Kötter: „Sicherheit wird zum ganz entscheidenden Standortfaktor“

Gewaltexzesse im öffentlichen Raum, Bedrohungen durch Clankriminalität, Cyberangriffe auf die Energieversorgung: Nur drei Beispiele für die wachsenden Sicherheitsherausforderungen, denen speziell Großstädte gegenüberstehen. Über ihre Auswirkungen auf die Attraktivität als Wirtschaftsstandort und das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung diskutierten gestern rd. 120 Teilnehmer bei der 6. „STATE OF SECURITY – Die Sicherheitskonferenz am Brandenburger Tor“, einer Veranstaltung von KÖTTER Security und German Business Protection (GBP). 

Deutschlands Großstädte boomen und der Trend wird sich weiter fortsetzen. „Dies birgt einerseits große Chancen für die Stadt- und Wirtschaftsentwicklung, stellt die Kommunen andererseits gerade in Sachen Sicherheit vor große Aufgaben“, erklärte Friedrich P. Kötter, Verwaltungsrat der KÖTTER Security Gruppe. Ursachen hierfür seien u. a. neue Bedrohungslagen durch Extremismus und Organisierte Kriminalität, die Bildung sozialer Brennpunkte als Folge tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen, enge finanzielle Ressourcen der öffentlichen Hand sowie die Verwundbarkeit der Infrastruktur durch eine fortschreitende technische Vernetzung. „Wir müssen Sicherheit neu denken und benötigen hierzu ein integriertes Sicherheitsmanagement, das auf die jeweiligen Anforderungen vor Ort zugeschnitten ist“, betonte der Vizepräsident des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW). „Im Fokus steht die intensive Verzahnung der Polizeiarbeit mit anderen öffentlichen, privaten und gesellschaftlichen Akteuren sowie Lösungen, die potenzielle Gefahren vorausdenken.“ Die Bausteine reichten von Stadtplanung und Quartiersmanagement über die verstärkte Kooperation von Behörden und Dienstleistern bis zum Einsatz digitaler Bausteine. Dabei gehe es nicht um ein reines Mehr an Kameras, sondern die maßgeschneiderte Nutzung neuester Technologien im öffentlichen Raum und durch Unternehmen, um kriminelle Taten durch optimierte Präventionsprozesse möglichst schon im Vorfeld zu verhindern. „Eine solch breit angelegte und auf Prävention ausgerichtete Sicherheitsstrategie trägt gleichermaßen zur nachhaltigen Steigerung von objektiver Sicherheit und subjektivem Sicherheitsempfinden bei“, sagte der Sicherheitsexperte. „Sie ist damit schon heute ein wesentlicher Faktor für die Städte im immer härter werdenden Wettbewerb um die Ansiedlung bzw. den Verbleib von Unternehmen und Fachkräften. Diese Entwicklung wird weiter zunehmen, so dass Sicherheit in Zukunft zum ganz entscheidenden Standortfaktor wird“, ist Friedrich P. Kötter überzeugt. 

Klaus Zuch (Senatsverwaltung für Inneres und Sport): Investitionen in die Sicherheit zeigen Wirkung

Ähnliches betonten im Anschluss Klaus Zuch, Abteilungsleiter Öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport der Stadt Berlin, und Dr. Holger Floeting, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Institut für Urbanistik. So verwies Klaus Zuch auf den weiter hohen Handlungsbedarf speziell beim Kampf gegen die Organisierte Kriminalität. Gleichzeitig hob er die insgesamt rückläufige Kriminalitätsentwicklung hervor: „In Berlin sind die Zahlen zum dritten Mal in Folge gesunken. Die gemeinsamen Maßnahmen wie mehr Polizeipräsenz in der Fläche, Sicherheitspartnerschaften von Polizei und Dienstleistern sowie verstärkte Investitionen in die Unternehmenssicherheit zeigen Wirkung. Dies müssen wir konsequent fortsetzen.“ Dr. Holger Floeting unterstrich den gesamtgesellschaftlichen Ansatz für erfolgreiche urbane Sicherheit. Denn sie umfasse nicht allein Kriminalitätsprävention und -bekämpfung durch Polizei und Ordnungsbehörden. Angesichts zunehmender Naturgefahren, wachsender Angriffe auf kritische Infrastrukturen oder fortschreitender Polarisierung bei der Wohlstandsverteilung seien auch Katastrophenschutzorganisationen, Kammern und Unternehmen, Wohnungswirtschaft, Handel, Verbände sowie jeder einzelne Bürger gefordert. „Die Mobilisierung und Koordinierung dieser vielfältigen Akteure gehört zu den größten Herausforderungen“, erläuterte Dr. Holger Floeting.  

Florian Haacke, CSO/Leiter Konzernsicherheit der innogy SE © KÖTTER Services / Marc DarchingerEigenes innogy-Trainingszentrum für die Abwehr von Cyberattacken

Die Herausforderungen für Betreiber kritischer Infrastrukturen griff Florian Haacke, CSO/Leiter Konzernsicherheit der innogy SE, auf und widmete sich dabei speziell dem Thema Cyber-Sicherheit. „Da schon ein Teilausfall unserer Netze und Anlagen immer auch unmittelbare Auswirkungen auf Industrieproduktionen, Telekommunikation, Versorgung der Privathaushalte etc. hat, sind wir uns als Energiewirtschaft unserer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung z. B. bei der Vorbeugung und Abwehr von Cyberangriffen bewusst“, betonte der Leiter Konzernsicherheit. Daher seien allein bei innogy über 130 Spezialisten für die Sicherheit zuständig. „Mit der CyberRange-e hat innogy ein hochmodernes Trainingszentrum für die Mitarbeiter der Netzgesellschaften und IT geschaffen, das diese fit macht für die Erkennung und Abwehr von Cyberattacken gegen Energie-Infrastrukturen. Das Trainingszentrum kann auch durch andere Energieversorger, kommunale Partner und Sicherheitsbehörden genutzt werden“, sagte Florian Haacke. 

Diskussionsrunden mit weiteren renommierten Teilnehmern

Welche weiteren Anforderungen sich für die urbane Gesellschaft ergeben, stand im Fokus der von GBP-Geschäftsführer Dirk H. Bürhaus bzw. Staatssekretär a. D. Fritz Rudolf Körper moderierten Diskussionsrunden mit Hermann Kühne (Leiter Unternehmenssicherheit der Berliner Wasserbetriebe), Theo Veltman (Rainmaker Innovation und Programmmanager Innovation der Gemeinde Amsterdam), Prof. Dr. Ing. Frank Fiedrich (Leiter des Lehrstuhls für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit der Universität Wuppertal) und Dr. Christian Lüdke, Geschäftsführer der zur KÖTTER Unternehmensgruppe gehörenden TERAPON Consulting GmbH. 

Neuer rechtlicher Rahmen für die Sicherheitswirtschaft / Internationale Sicherheit

Besondere Aufmerksamkeit galt darüber hinaus der Rolle der privaten Sicherheitswirtschaft. Dabei unterstrich Ministerialdirektorin Dagmar Busch, Leiterin der Abteilung „Angelegenheiten der Bundespolizei“ im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), u. a. ihre wichtige Funktion für die innere Sicherheit: „Um diese weiter zu stärken, hat die Bundesregierung für diese Legislaturperiode die Reform des Rechtsrahmens für die Sicherheitswirtschaft auf der Agenda.“ Friedrich P. Kötter begrüßte diese Zielsetzung nachdrücklich: „Das geplante Sicherheitsgesetz ist extrem wichtig für die Branche. Gerade die Markteintrittshürden sind in Deutschland so niedrig wie in fast keinem anderen Land in Europa. Wir brauchen daher mehr Regulierung, um die Qualität über die gesamte Breite unserer Branche nachhaltig zu erhöhen. So empfiehlt sie sich auch für neue Aufgaben und intelligente Kooperation von Staat und Privatwirtschaft.“ Abgerundet wurde die Themenvielfalt durch die Ausführungen von Brigadegeneral Michael Baumann, Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), zur internationalen Sicherheitslage, die gerade für die Exportnation Deutschland entscheidende Relevanz hat.

© BDSW 

Umsatz der Sicherheitsbranche steigt im 1. Halbjahr 2019 um 4,4 Prozent

Er verdoppelt sich binnen zehn Jahren

Die private Sicherheitswirtschaft in Deutschland hat im 1. Halbjahr 2019 ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4,4  Prozent gesteigert, das zeigt die Konjunkturstatistik des Statistischen Bundesamtes für den Dienstleistungssektor. „Wenn dieser Trend weiter anhält, dann wird der Umsatz im Jahr 2019 erstmals die Marke von 9 Milliarden Euro erreichen. Damit hat sich in nur einem Jahrzehnt der Umsatz unserer Branche mehr als verdoppelt“, so der Hauptgeschäftsführer des BDSW Dr. Harald Olschok.

Das steigende Schutzbedürfnis von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft komme der Branche zugute. Wachstumstreiber seien vor allem der Schutz von Veranstaltungen, des Einzelhandels und des ÖPV sowie die vielfältigen Sicherheitsaufgaben an den Flughäfen. Alleine dort würden über 25.000 private Sicherheitskräfte arbeiten, Tendenz weiter steigend. „Auch die zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft führt dazu, dass immer mehr Jobcenter, Krankenhäuser und öffentliche Gebäude privat geschützt werden“, so Olschok. „Die immer wichtiger und notwendiger werdende Eigenvorsorge der Wirtschaft und staatlicher Einrichtungen begünstigen unsere Branche. Der von der Politik verkündete Rückgang der Kriminalität in der Polizeilichen Kriminalstatistik hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass Wirtschaft und Staat immer mehr private Sicherheitsdienste beauftragen“, so Olschok. Die Umsatzzuwächse verteilen sich innerhalb der Wirtschaftsklasse 80, zu der Sicherheitsunternehmen, Detekteien wie auch Sicherheitsdienste mit Überwachungs- und Alarmsystemen gehören. Die Steigerungen im technischen Bereich sind im Vergleich zur personellen Dienstleistung zwar deutlich geringer ausgefallen, steigen aber ebenfalls stetig. „Die Sicherheitstechnik wird immer leistungsfähiger und auch preiswerter. Damit verbreiten sich diese Systeme immer schneller. Integrierte Sicherheitslösungen werden für den Dienstleistungssektor immer wichtiger“, so Olschok. Im Verband sind viele Unternehmen vertreten, die solche Services anbieten. Die Zahl der Beschäftigten ist binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent gestiegen und liegt damit bei knapp 270.000. Die Differenz zwischen Umsatz- und Beschäftigtenwachstum zeige, so Olschok abschließend, dass es den Sicherheitsunternehmen offensichtlich gelungen sei, die 2018 vereinbarten Tariferhöhungen bei ihren Kunden umzusetzen.

Prosegur - Heath White feiert 50. Geburtstag

Heath White, stellvertretender Vorsitzender der BDGW und Geschäftsführer von PROSEGUR Deutschland © BDGWDer stellvertretende Vorsitzende der BDGW und Geschäftsführer von PROSEGUR Deutschland, Heath White, wurde, am 03. September 2019, 50 Jahre alt. „Im Namen des Vorstandes und der Tarifkommission möchte ich Herrn White herzlich zu seinem runden Geburtstag gratulieren“, so Michael Mewes, Vorsitzender der BDGW.

White wurde am 9. November 2016 in den Vorstand der BDGW gewählt und ist seitdem auch Mitglied der Tarifkommission des Verbandes. Im selben Jahr hat er beim weltweit tätigen Anbieter für Sicherheitsdienstleistungen, Prosegur, die Verantwortung für rund 4.000 Mitarbeiter in 31 Niederlassungen übernommen. Das langjährige BDGW Mitglied Prosegur bietet u.a. Cash Management Lösungen, Geldautomaten-Services, automatisierte Bargeldlösungen, Werte- und Kurierlogistik, Zolllagerung sowie die Planung und Implementierung von Sicherheitskonzepten an. Weltweit beschäftigt Prosegur über 160.000 Mitarbeiter. Heath White studierte in Augsburg und blieb danach in Deutschland „hängen“. Er war im Laufe seiner Karriere u.a. Geschäftsführer bei einem internationalen Logistikunternehmen sowie in der Flughafen- und Transportlogistik tätig. Er arbeitete bei Konzernen wie der Swissport International Ltd. oder bei Aviapartner B.V. als Senior Vice President Europe und COO Division Cargo, bevor er vor drei Jahren in das führende deutsche Geld- und Werttransportunternehmen Prosegur als Geschäftsführer einstieg.

 © ASW NRW

Sicherheitstag der ASW NRW am 5. September 2019

Sicherheit in neuen Dimensionen

Die Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V. (ASW NRW) richtet in Bochum ihren 15. Sicherheitstag aus. Unter der Schirmherrschaft von NRW-Innenminister Herbert Reul diskutieren Experten über das Thema „Sicherheit in neuen Dimensionen: Mensch – Technik – Dienstleistungen“.

Das Thema Sicherheit wird immer wichtiger. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über Risiken und Zwischenfälle berichtet wird. Vor allem der globale Terrorismus, aber auch mehr und mehr kriminelle Handlungen wie Wirtschaftsspionage stehen dabei im Mittelpunkt. Sicherheit nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wirtschaftlich von höchster Bedeutung. „Daher vertreten wir die Auffassung, dass sich Unternehmen sowie private und öffentliche Organisationen mehr denn je auf diese neue Bedrohungslage einstellen und Vorbereitungen für den Krisenfall treffen müssen. Cyber-Risiken, Entführungen von Mitarbeitern, Ausspähversuche und Wirtschaftsspionage, globaler Terrorismus: In den vergangenen Jahren haben vielfältige Gefahren die deutsche Wirtschaft erreicht, die der weniger kundige Beobachter eher in Hollywood als hierzulande vermuten würde“, sagt Christian Vogt, Vorstandsvorsitzender der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V. „Sicherheit in neuen Dimensionen: Mensch – Technik – Dienstleistungen“: Unter dieser Überschrift steht der diesjährige Sicherheitstag. Es ist der 15. seiner Art, und Jahr für Jahr lädt die ASW NRW renommierte Referenten aus Privatwirtschaft, Forschung und Sicherheitsbehörden ein, um den Teilnehmern aus Unternehmen und von der öffentlichen Hand fachlich relevante Informationen zu vermitteln und neue Einblicke in die Sicherheitsdebatte zu ermöglichen. „Wir gehen von rund 140 Teilnehmern bei unserem Sicherheitstag aus. Das zeigt die Akzeptanz für unser Angebot und die Bedeutung von hochkarätigen Informationen“, sagt der ASW-Vorsitzende Christian Vogt. Der 15. Sicherheitstag findet am Donnerstag, 05. September, bei der G DATA Software AG (Königsallee 178, 44799 Bochum) statt. Die Veranstaltung, die sich mit den zahlreichen Perspektiven der Sicherheit im Dreieck aus Mensch, Technik und Dienstleistung befassen wird, wird dementsprechend auch eine attraktive Mischung aus Vorträgen von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Sicherheitsbehörden präsentieren. So werden unter anderem Andreas Lüning, Gründer der G DATA Software AG, Esti Peshin, General Manager, Cyber Division, Israel Aerospace Industries, Herbert Reul, Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, Burkhard Freier, Leiter Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen und Kai Pervölz, Geschäftsfeldleiter Präventive Sicherheit beim Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, auftreten. Gerhard Schindler, Präsident a.D. des Bundesnachrichtendienstes, wird die Diskussionsrunde „Was sind die neuen Trends der Sicherheit?“ moderieren. „Wir wollen neue Impulse für die Praxis liefern und unseren Mitgliedern und Gästen aufzeigen, welche sicherheitsrelevanten Gefahrenpotenziale bestehen, aber auch Lösungen dafür anbieten. Das verstehen wir als unsere vorrangige Aufgabe als Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft“, sagt Christian Vogt.

Volksbank BraWo Service GmbH setzt auf neues ALVARA Gesamtsystem

Die Volksbank BraWo Service GmbH, ein Tochterunternehmen der Volksbank eG Braunschweig-Wolfsburg, setzt ab sofort auf die innovative Geldbearbeitungs-Lösung der ALVARA Cash Management Group AG und der Inform solutions GmbH. Diese verbindet Zähl- und Videotechnik zu einem ganzheitlichen Gesamtsystem. So werden die Prozesse in der Geldbearbeitung deutlich optimiert und die Sicherheit erhöht.

Die Geldbearbeitungs-Lösung der ALVARA Cash Management Group AG und der Inform solutions GmbH unterstützt die Geldbearbeitung für Finanzinstitute – sie kombiniert Videotechnik und Zählsoftware zu einem einheitlichen Gesamtsystem. Eines der ersten Institute, welches von der innovativen Gesamtlösung profitiert, ist die Servicegesellschaft der Volksbank eG Braunschweig-Wolfsburg. Sie setzt das inform Videomanagementsystem als eines der ersten Institute ab sofort in der Praxis der Geldbearbeitung ein.

„Wir freuen uns, dass es uns gemeinsam mit der Inform solutions GmbH gelungen ist, eine Lösung zu entwickeln, die unseren Kunden einen echten Mehrwert bietet“, erklärt Bernd Hohlfeld, Vorstand bei ALVARA. „Der Einsatz der inform Videolösung hebt nicht nur zeitliche Potenziale, sie entlastet vor allem die Mitarbeiter der Volksbank BraWo Service GmbH, indem sie die Sicherheit und Nachvollziehbarkeit des Zählvorgangs transparent dokumentiert.“

Einer der sensibelsten Momente im gesamten Geldbearbeitungsprozess ist das Öffnen und Auszählen von Safebags und Geldkassetten. Die Herausforderung: Die verwendeten, nicht mit einander verbundenen Tools, bestehend aus Zählsoftware und Videotechnik, ließen eine nachvollziehbare und transparente Zuordnung der generierten Informationen nur schwerlich zu – und wenn überhaupt, nur mit großem zeitlichem manuellem Aufwand. Die Lösung: Beide Technologien miteinander verbinden. Das haben die ALVARA Cash Management Group AG und die Inform solutions GmbH getan und gemeinsam eine Lösung entwickelt, welche Zähl- und Videotechnik zu einem miteinander kommunizierenden Gesamtsystem verbindet. Dabei werden die Zähldaten direkt in das Videobild eingebettet. Es entsteht eine fälschungssichere Dokumentation des Zählprozesses. Die Recherche eines Vorgangs erfolgt entsprechend der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und ist dennoch denkbar einfach. Zum Einsatz kommen die ALVARA Anwendung „Hauptkassensoftware“ und die inform-Lösung „InfoControl ViA Lx Banking“ - das neueste Produkt aus der Produktfamilie InfoControl, eines der marktführenden Videolösungen bei Banken und Sparkassen. Damit ist eine Gesamtlösung entstanden, die sich nahtlos in bereits vorhandene Videomanagementlösungen integriert.

v.l.: Carsten Klauer, Hans-Joachim Grote, Lars Müller und Friederike C. Kühn © IHK/Winslow

Mehr Schutz der Wirtschaft vor Kriminalität

SicherheitsPartnerschaft Schleswig-Holstein gegründet

Die schleswig-holsteinischen Unternehmen sollen künftig besser vor On- und Offline-Kriminalität geschützt werden. Mit diesem Ziel haben die IHK Schleswig-Holstein, die Landesregierung - vertreten durch das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration -, die Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland e.V. (ASWN) sowie die Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein e.V. (DiWiSH) am, 19. August, eine Partnerschaft geschlossen.

"Inhaltlich deckt die SicherheitsPartnerschaft jede Form von Kriminalität ab: vom Ladendiebstahl über Betrug bis hin zu Cybercrime", umreißt Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, das Aufgabenfeld. Dazu wollen das Innenministerium, die drei IHKs im Land und die beiden Vereine, die sich branchenübergreifend mit der Kriminalitätsbekämpfung auseinandersetzen, ab sofort vertieft zusammenarbeiten. Denn: "Nur durch den Schulterschluss von Sicherheitsbehörden und Wirtschaft können Unternehmen bei herkömmlichen wie auch digitalen sicherheitstechnischen Herausforderungen die nötige Unterstützung erhalten", so Kühn. "Die Unternehmen in Schleswig-Holstein müssen sich auf immer neue Betrugsmaschen einstellen und schnell reagieren können. Dafür ist ein regelmäßiger und intensiver Austausch zwischen den Ermittlungsbehörden und der Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser neuen Partnerschaft gemeinschaftlich deutlich effektiver auf kriminelle Phänomene reagieren können und wir so in Zukunft hoffentlich größere Schäden verhindern können", erklärt Innenminister Hans-Joachim Grote. Doch auch private Initiativen und Angebote zur Erhöhung der Unternehmenssicherheit sollen Eingang in die Partnerschaft finden: "Viele Unternehmen werden bereits heute vorbeugend aktiv, um sich zu schützen, bevor es zu spät ist", weiß Carsten Klauer, Vorsitzender der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland e.V. "Hier gibt es bereits ein breit gefächertes Angebot aus der Wirtschaft, das man nutzen kann, ohne dass man gleich den Staat um Hilfe rufen müsste."

Servicepoint Cybersecurity

Wie eine konkrete Hilfestellung für Betriebe aussehen kann, die im Netz angegriffen worden sind, entwickelt derzeit die DiWiSH: "Am 1. Oktober startet der Servicepoint Cybersecurity", kündigt der Vereinsvorsitzende Lars Müller an. Der Service diene als Erstanlaufstelle für kompromittierte Unternehmen, bei der sie sich schnell und unbürokratisch Hilfe holen könnten. "Doch der Servicepoint Cybersecurity ist nicht nur ein Feuerlöscher, wenn es schon zu spät ist, sondern soll auch konkrete Angebote auch im Bereich der Prävention anbieten", betont Lars Müller. Wie sicher sind die Daten eines Unternehmens? Und wo liegen mögliche Schwachstellen im Unternehmensnetzwerk? Zum Start der SicherheitsPartnerschaft führten die Partner im Haus der Wirtschaft ihre Auftaktveranstaltung unter dem Titel "Cybersecurity - Was tun, wenn’s schief gegangen ist?" durch. Fachleute vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), vom Verfassungsschutz, dem Landeskriminalamt sowie der DiWiSH-Fachgruppe IT Security informierten interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer darüber, wie sicher ihre Daten sind und wo mögliche Schwachstellen in Firmennetzwerken lauern. Denn: Nur wer weiß, wo die Gefahren liegen, kann sich auch zielgerichtet schützen.  Auch ein Live-Hack - die Demonstration einer Übernahme eines fremden IT-Gerätes - wurde am Beispiel einer Ampelschaltung durchgeführt.

Sicherheitspartnerschaft Ruhr ehrt KÖTTER Security-Mitarbeiter

Freute sich über die Auszeichnung: Ender Yaman, Revierfahrer bei KÖTTER Security. © KÖTTER Services.Die Sicherheitspartnerschaft Ruhr hat einen Beschäftigten von KÖTTER Security bei der Wahl zum „Mitarbeiter des Jahres“ mit dem 2. Preis prämiert.

Die gemeinsame Initiative von Polizei, Sicherheitsunternehmen und Wirtschaftsförderungen aus Essen und Mülheim an der Ruhr zeichnete Ender Yaman, Revierfahrer in der Niederlassung Essen der Westdeutscher Wach- und Schutzdienst Fritz Kötter SE & Co. KG, für sein umsichtiges Handeln aus, durch das ein orientierungsloser Rollstuhlfahrer wohlbehalten nach Hause gebracht werden konnte. Der Vorfall ereignete sich unweit des Essener Hauptbahnhofs. Dort fiel Ender Yaman ein offensichtlich in seinem Rollstuhl eingeschlafener Mann auf. Er versuchte mehrfach ihn anzusprechen, doch blieb dies zunächst erfolglos. Daraufhin informierte der 29-Jährige sicherheitshalber die Polizei, die sich um den Rollstuhlfahrer kümmerte und ihn sicher nach Hause brachte. Die Verantwortlichen der Sicherheitspartnerschaft lobten das umsichtige Vorgehen des Mit­arbeiters, das gleichzeitig ein Paradebeispiel für die gute Kooperation von Polizei und Sicherheitsdienstleistern sei. „Wir sind stolz auf unseren Mitarbeiter“, sagte Niederlassungsleiter Christian Frinke. „Er hat nicht nur Empathie und Zivilcourage gezeigt. Er hat vor allem ruhig und verantwortungsbewusst gehandelt und so zum Schutz von Leib und Leben beigetragen.“