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Geld- und Wertdienste: Ende der Streiks

In der fünften Runde der Tarifauseinandersetzung für die Geld- und Wertdienstleister haben sich die Verhandlungskommissionen der Gewerkschafts- und Arbeitgeberseite nach einem 14-stündigen Verhandlungsmarathon in der Nacht vom 04.01.2019 auf einen vorläufigen Tarifabschluss für die 12 000 Beschäftigten der Geld- und Wertdienstleister verständigt.

"Der zweijährige Tarifvertrag sieht Erhöhungen von bis zu 14,42 Prozent für den Geldtransport und 17,15 Prozent für die Geldbearbeitung in den Cash-Centern vor", darauf wies der Hauptgeschäftsführer der BDGW, Dr. Harald Olschok, hin. Mit diesen Erhöhungen gehen wir weit über die "Schmerzgrenze" hinaus. Im Interesse unserer Kunden aus dem Handel, Banken und letztlich der Verbraucherinnen und Verbraucher wollten wir jedoch ein schnelles Ende der dreitägigen Warnstreiks, so Olschok. Er wies auch darauf hin, dass die Preise für das Bargeldhandling bei derart hohen Lohnsteigerungen deutlich steigen würden.

Die ver.di Bundestarifkommission stimmte am Mittag dem Ergebnis zu und kündigte bis spätestens Samstag, 0 Uhr, das Ende der Streiks an. Verband und Gewerkschaft haben eine dreiwöchige Erklärungsfrist, bis zum 24. Januar 2019, vereinbart.
Der Abschluss geht weit über die Vorgaben der BDGW Mitgliedsunternehmen hinaus, so Olschok. Deshalb würden die Mitglieder der BDGW am Montag, den 21. Januar 2019, in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über die Annahme des Tarifergebnisses abstimmen.

 Die Geschwister Martina Kötter und Friedrich P. Kötter setzen die Tradition des Familienunternehmens in 3. Generation fort. Foto: © KÖTTER GmbH & Co. KG Verwaltungsdienstleistungen

KÖTTER Unternehmensgruppe zum 85. Geburtstag weiter auf Innovationskurs

Friedrich P. Kötter: „Der erfolgreiche Einsatz von Big Data und Künstlicher Intelligenz erschließt uns ganz neue Märkte“

Die KÖTTER Unternehmensgruppe feiert heute, am 03.01.2019, ihr 85-jähriges Beste­hen. Mit mehr als 18.000 Beschäftigten zählt die Dienst­leis­tungs­gruppe zu den Top-10-Anbietern für infrastrukturelle Gebäudedienste und ist größtes Familienunternehmen der Sicherheits­branche in Deutschland.

Diese Position wurde durch die jüngst erfolgte Inte­gra­tion der ARNDT-Gruppe mit Hauptsitz in Fürth weiter gestärkt. Gleichzeitig treibt das Traditions­unternehmen seine Digita­lisie­rungs­strategie voran. Speziell die 2018 erfolgte Be­tei­ligung am Schweizer High­tech-Anbieter Morphean SA und die Part­nerschaft mit der Münchner F24 AG sowie die eigene Hightech-Leit­stelle eröffnen viel­fäl­tige Ent­wick­lungs­chan­cen. „Der erfolg­reiche Ein­satz von Big Data, Künstlicher Intelligenz (KI) und digitalen Bausteinen erschließt uns ganz neue Märkte“, sagte Friedrich P. Kötter, Verwaltungsrat der KÖTTER Security Gruppe.           

Die mit den Sparten Security (Sicherheitsdienste und -technik, Risiko- und Gesundheits­mana­ge­ment), Cleaning (Unterhalts-, Glas-, Industriereinigung etc.) und Personal Service (u. a. Zeitarbeit für gewerbliche und kaufmännische Berufe) bundesweit tätige Dienstleistungsgruppe will so ihre nachhaltige Erfolgsbilanz fortsetzen.

„Wir blicken mit Stolz, Zufriedenheit und Dankbarkeit auf diese 85 Jahre zurück und stecken gleichzeitig voller Tatendrang für die Zukunft unserer Unternehmensgruppe“, erklärte Friedrich P. Kötter, der gemeinsam mit seiner Schwester Martina Kötter die Tradition des Familien­unter­neh­mens in 3. Generation fortsetzt. „Stolz, weil unsere Gruppe für eine Erfolgsgeschichte steht, wie sie speziell in der Sicher­heitsbranche ihres­gleichen sucht. Zufrieden, weil unser lang­fris­tig aus­ge­rich­te­tes Handeln die Un­ab­hän­gigkeit unseres Fa­mi­lien­unternehmens sichert. Dankbarkeit, weil unser Großvater und Vater hierfür die entscheidenden Grundlagen gelegt haben, die bis heute von fairen und vertrauensvollen Partnerschaften mit Kunden und Mitarbeitern getragen werden.“

Diese Leistungsstärke spiegelt sich in Kennzahlen und anspruchsvollen Aufträgen wider:

  • Im Rahmen des „24/7“-Leistungsversprechens legen die Mitarbeiter jährlich rd. 35 Millio­nen Kilometer zurück, davon einen erheblichen Teil für Objekt­schutz­auf­gaben. Unterstützt wer­den diese durch die Leitstelle in Essen, die jährlich über 28 Millionen Meldungen ver­ar­beitet.
  • Als kompetenter Partner für Unternehmen aller Branchen oder auch öffentlicher Einrichtungen wie etwa Museen steuert die Sparte Security z. B. die Kassen- und Auf­sichts­dienste oder ist im Museumsshop im Einsatz (u. a. Museum Barberini in Potsdam). Die Sparten Cleaning und Personal Service überzeugen durch anspruchsvolle Reinigungs­dienst­leis­tun­gen u. a. im Gesundheitswesen (z. B. Ruhrlandklinik, ein Unter­neh­men der Universitätsmedizin Essen) bzw. als erfahrener Partner für Personal­ein­sät­ze in Handel und Logistik (z. B. Kodi Logistik GmbH).

„Wir werden diesen Erfolgsweg aus wirtschaftlicher Nachhaltigkeit und höchster Dienstleistungs­qua­lität konsequent fortsetzen“, machte Friedrich P. Kötter klar. „Denn wir wollen stets durch seriöse und verlässliche Leistung überzeugen und nicht etwa durch Dumpingpreise und Sub­un­ter­nehmer-Einsätze, wie es eine stetig wachsende Zahl von Marktbegleitern praktiziert.“

Herausforderungen: Personalgewinnung und -bindung sowie Aus- und Weiterbildung

Tragender Pfeiler bleiben daher die Beschäftigten: „Der Mensch muss immer im Mittel­punkt stehen und braucht unsere volle Auf­merk­samkeit und Wertschätzung“, sagte Friedrich P. Kötter. Gera­de angesichts fortschreitender Digita­li­sie­rung und sich weiter verschärfendem Arbeits­kräfte­mangel, der alle Unternehmen betrifft, erfordert dies immer größere Kraftanstrengungen. „Speziell die Aus- und Weiterbildung hat eine zentrale Bedeutung. Sie macht nicht nur fit für neue Aufgabenfelder und Technologien. Sie ist gleichzeitig wichtiger Motivations- und Wert­schät­zungs­motor, also ent­schei­dendes Instrument bei der Mitarbeiterbindung und -gewinnung“, ist der Familien­unternehmer über­zeugt. „Hier setzen wir speziell auf die Kompetenzen unserer bundesweit aktiven Akademie.“  

Hightech-Einsatz: Objekte intelligent schützen, Einkaufserlebnis und Umsatz gezielt steigern

Dies umso mehr, da die Digitalisierung auch den Dienst­leistungs­sektor nachhaltig verändert. Ent­sprechend dem Anspruch Vorreiter bei der Digitalisierungs-Offensive in den eigenen Märk­ten zu sein, baut das Familienunternehmen sein Portfolio konsequent aus. Im Fokus steht die Erweiterung der bisherigen Systemlösungen, bei denen die maß­ge­schneiderte Kombination von Personal und modernster Technik bereits zentrale Relevanz hat, um digitale Technologien zu Smart Service Solutions. Denn mit Hilfe von KI, Big Data und cloudbasierten Tech­no­lo­gien lassen sich z. B. Videosysteme zu komplexen Systemen entwickeln. Über eine effiziente und einfach an­zu­wen­den­de Plattform hat der Kunde dabei alles im Blick: von der Aufnahme via IP-Kamera, über die cloud-basierte Aufzeichnung und intelli­gente Analysefunktion bis zu automatisierten Alarm­funk­tio­nen und zur Verarbeitung geschäfts­re­le­vanter Informationen, wie die folgende Beispiele zeigen:

  • People Counting: Der Personenzähler ist ein intelligentes Werkzeug, mit dem Ein­zel­händler umfassende Kenntnisse über Besucherzahlen und die Konversionsrate in ihren Geschäften gewinnen können. Damit können sie ihre Leistung messen und so ge­stal­ten, dass die Kunden optimale Einkaufsbedingungen erhalten und die Ver­kaufszahlen stei­gen.
  • Queue Management: Das Tool versorgt Ein­zelhändler mit Live-Infos über Warteschlangen. Damit können sie automatisierte Maßnahmen in Echtzeit ergreifen, um die Wartezeit zu minimieren und das Einkauferlebnis zu erhöhen. Der Datenschutz wird durch die Ver­pixe­lung von Personen bzw. die Privacy-Funktion zur Ausblendung bestimmter Bereiche ge­währleistet.
  • Visual Alarm Verification/Guards Replacement: Live-Video- und -Audio-Übertragung in die eigene Hightech-Leitstelle plus An­spra­che von Verdächtigen via Lautsprecher er­mög­licht schnelle Reaktion, reduziert Fehlalarme und steigert die Effizienz. Der vir­tuelle Wächter trägt ebenfalls zur Erhöhung von Sicherheit und Wirtschaftlichkeit bei, indem Fern­über­wachung aus der Leitstelle z. B. Streifengänge in Teilen ersetzt.
  • Managed Service: Dieser erleichtert die Administration von Zutrittskontrollen und steigert parallel die Sicherheit. Dabei bündelt die hochgesicherte Plattform alle an den unter­schied­lichen Objekten erfassten Daten und ersetzt so die jeweiligen lokalen Systeme. Darüber hinaus erhalten die vorab definierten Ansprechpartner bei wichtigen Ereignissen Live-Infor­mationen und -Videos direkt auf Smartphone, Notebook etc.   

Gleichzeitig ermöglicht die Kooperation mit F24 Krisen und Notfälle flexibel, ganzheitlich und revisions­sicher zu ma­na­gen: vom Ausfall kritischer Infrastrukturen bis zur Bewältigung von Natur­katastrophen. Bestandteile der web­ba­sierten und somit global einsetzbaren Lösung FACT24 sind u. a. die kurzfristige Einberufung von Krisenstäben oder Massen­alarmie­run­gen.

„Diese Bausteine verdeutlichen, dass wir unsere Partner auf noch umfassendere Weise un­ter­stüt­zen und damit Sicherheit und Service auf eine ganz neue Stufe heben“, sagte Friedrich P. Kötter.

Geld- und Wertdienste – Streik schadet der Branche

Bargeldversorgung nicht in Gefahr

Die Gewerkschaft ver.di bestreikt seit Mittwoch, den 02.01.2018, einige Geld- und Wertdienstleister in Deutschland, um ihren völlig unrealistischen Forderungen im Tarifstreit mit der BDGW Nachdruck zu verleihen.

„Auch dieser Streik macht die "Forderungen" von bis zu über 40 Prozent nicht umsetzbarer. Im Interesse unserer Kunden aus Handel und Kreditwirtschaft - und letztlich der Verbraucher - werden wir diesen Wunschvorstellungen nicht nachkommen. Jede Lohnerhöhung in unserer Branche wird letztlich in den Gebühren an die Verbraucher weiter berechnet", so Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer der BDGW.

Entgegen den Behauptungen der Gewerkschaft wird Bargeld nicht knapp. „Neben den 60.000 Geldausgabeautomaten gibt es noch über 30.000 Filialen der Kreditinstitute. Bei immer mehr Händlern kann man sich im Rahmen des "Cash back" Bargeld beschaffen“, so Olschok. Streiks fördern Ausweichreaktionen bei den Verbrauchern – auch zu unbaren Zahlungsmitteln. „Die Bedeutung des Bargeldes nimmt ab. Nur noch 50 Prozent aller Käufe im Handel werden bar bezahlt“, so Olschok weiter. Er forderte die Gewerkschaft auf, morgen mit realistischen Vorstellungen an den Verhandlungstisch zurück zu kehren. "Wir sollten nicht länger an dem Ast sägen, auf dem wir gemeinsam sitzen", so Olschok abschließend.

Securitas Deutschland regelt CEO-Nachfolge

Der Aufsichtsrat der Securitas Holding GmbH hat mit Wirkung zum 1. April 2019 Herwarth Brune zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung der deutschen Landesgesellschaft des Securitas-Konzerns berufen. Damit folgt Brune auf Manfred Buhl, der nach 16 erfolgreichen Jahren die Führung von Securitas Deutschland abgibt und dem Unternehmen weiterhin als Berater erhalten bleibt.

Herwarth Brune Foto: © Securitas Holding GmbHZum 1. April 2019 wird Herwarth Brune der neue CEO der Securitas Holding GmbH, Düsseldorf. Der 52 Jahre alte Manager steht damit der Securitas Deutschland vor, der größten europäischen Länderorganisation des schwedischen Securitas-Konzerns. In Deutschland hat die Securitas-Gruppe einen Jahresumsatz von rund 900 Millionen Euro und rund 21.500 Beschäftigte. Brune kommt von der ManpowerGroup Deutschland, in der er seit dem Jahr 2013 der Geschäftsführung vorstand. Zuvor war Brune als General Manager Operations bei ISS Facility Services beschäftigt, Tochtergesellschaft des weltweit größten Anbieters für Facility-Services ISS A/S mit Sitz in Kopenhagen. Der gebürtige Leverkusener ist seit 2002 in geschäftsführenden Positionen, sammelte erste Management- und Führungserfahrung bei General Electric und JohnsonDiversey. Brune studierte BWL in Siegen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. „Ich freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben bei Securitas Deutschland. Zu meinen Zielen zähle ich, den Vertrieb technisch unterstützter Sicherheitslösungen weiter voranzutreiben und die Erfolgsstory der vergangenen Jahre fortzusetzen“, sagte Brune.

„Wir freuen uns, mit Herrn Brune einen insbesondere in Dienstleistungen und Vertrieb erfahrenen Manager gewonnen zu haben, dem wir die weitere Transformation des deutschen Branchenführers anvertrauen“, sagte Dr. Carl A. Schade, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Securitas Holding GmbH nach der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch in Düsseldorf. „Herwarth Brune wird unsere Vision 2020 weiterführen und unsere deutsche Landesorganisation in der nächsten Entwicklungsphase steuern“, sagte Magnus Ahlqvist, CEO der Securitas AB, Stockholm, zur Berufung von Brune. „Wir wollen gemeinsam in unsere schützenden Sicherheitsdienstleistungen investieren und vorausschauende, intelligente Sicherheitslösungen vorantreiben. Eine hervorragende Grundlage zur erfolgreichen Fortsetzung unserer Strategie hat CEO Manfred Buhl gelegt, der nun Ende März 2019 im Alter von 67 Jahren den Stab übergibt. Er hat Securitas in Deutschland zum Marktführer entwickelt, eng mit den Kunden in Deutschland gearbeitet und den Umsatz in zehn Jahren mehr als verdoppelt. Beim Umbau der Gesellschaft vom Stunden- zum Lösungsanbieter hat er sich verdient gemacht und die Lösungsverkäufe in fünf Jahren fast vervierfacht. Wir danken Manfred sehr für die langjährige, vertrauensvolle und überaus erfolgreiche Zusammenarbeit. Und wir freuen uns, dass er Securitas weiter als Berater zur Verfügung stehen wird“, fügte Ahlqvist hinzu.

Manfred Buhl Foto: © Securitas Holding GmbHManfred Buhl wurde 1952 in Forst/Brandenburg geboren. Seit 1991 arbeitet er in Führungspositionen in der Sicherheitswirtschaft: zunächst als Geschäftsführer in Potsdam. Im Jahr 2000 trat Buhl in die Geschäftsführung der Securitas Deutschland ein und wurde 2002 Vorsitzender der Geschäftsführung. Von 2004 bis 2017 war Buhl Vize-Präsident des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und bis heute ist er Vizepräsident des 2017 gegründeten Bundesverbands der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS).

Dr. Tim Stuchtey feiert 50. Geburtstag

Dr. Tim Stuchtey Foto: © Brandenburgisches Institut für Gesellschaft und Sicherheit gGmbHDer geschäftsführende Direktor des Brandenburgischen Instituts für Gesellschaft und Sicherheit gGmbH (BIGS), Dr. Tim Stuchtey, feierte am 13. Dezemeber seinen 50. Geburtstag.

„Ich gratuliere Herrn Dr. Stuchtey herzlich im Namen der Sicherheitswirtschaft zu seinem runden Geburtstag und freue mich auf eine weiterhin erfolgreiche und konstruktive Zusammenarbeit“, so Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des BDSW. Durch seine Forschung, u. a. in den für den Verband wichtigen Bereichen der Ökonomie der Sicherheit und der klassischen Ordnungspolitik, sei Dr. Stuchtey ein kompetenter Partner in der Sicherheitsforschung.

Seit 2016 koordiniert das BIGS unter Leitung von Dr. Stuchtey das BMBF-Forschungsprojekt „Die Ordnung des Sicherheitsmarktes – OSiMa“. Neben der Universität Potsdam, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder sowie dem Fraunhofer FOKUS ist auch der BDSW Verbundpartner dieses Projekts. Das Forschungskonsortium geht dabei insbesondere der Frage nach, welchen Beitrag aus ordnungspolitischer Sicht die private Sicherheitswirtschaft für die Innere Sicherheit in Deutschland derzeit leistet und zukünftig leisten kann. „Wir erhoffen uns von diesem Forschungsprojekt auch wichtige Erkenntnisse zu erforderlichen Anpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen“, so Olschok abschließend.

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Geld- und Wertdienste: ver.di beharrt auf absurden Forderungen

Die Tarifverhandlungen für den Geld- und Wertbereich sind erneut ins Stocken geraten.

„Ver.di hält an völlig überzogenen und unrealistisch hohen Forderungen von bis zu 20 Prozent Erhöhung in nur zwei Jahren fest“, so die Verhandlungsführerin der Arbeitgeberseite, Andrea Lambauer. Die Arbeitgeber machten erneut sehr deutlich, dass die wirtschaftliche Lage der Branche solche Erhöhungen nicht hergeben. „Unser Angebot liegt mit Erhöhungen zwischen 2,6 und 4,8 Prozent pro Jahr schon über dem eigentlich machbaren für die Unternehmen“, so Lambauer. Diese Erhöhungen liegen im Bereich der meisten anderen Branchenabschlüsse in diesem Jahr. Mehr sei schlichtweg nicht finanzierbar.

Die Tarifverhandlungen für die rund 11.000 Beschäftigten der stationären und mobilen Geld- und Wertdienste geht somit am 12. Dezember 2018 in die vierte und für dieses Jahr letzte Runde. „Wir hoffen, dass die Gewerkschaft im Interesse der Branche und der Beschäftigten nächste Woche endlich zur Vernunft kommt und mit uns über tatsächlich finanzierbare Erhöhungen und damit den Erhalt der Arbeitsplätze redet“, so Lambauer.

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Mehr Lohn für private Sicherheitskräfte in Schleswig-Holstein

Auf bis zu 20 Prozent mehr Lohn für die rund 9.000 privaten Sicherheitskräfte in Schleswig-Holstein einigten sich am 05. Dezember 2018 die Tarifvertragsparteien BDSW und ver.di.

„Nach zwei zähen Verhandlungsrunden haben wir es geschafft, uns auf einen zweijährigen Tarifvertrag, ab 01.01.2019, zu verständigen“, so Lutz Kleinfeldt, Vorsitzender der BDSW Landesgruppe Schleswig-Holstein.

„Für die unterste Lohngruppe erfolgte gerade, zum 1. Dezember 2018, noch eine Erhöhung des Stundengrundlohns. Der neue Tarifvertrag sieht deshalb für diese Lohngruppe die nächste Erhöhung um 5 Prozent auf 10,50 € zum 01.01.2020 vor. „Für die anderen Lohngruppen werden Lohnerhöhungen um jeweils zwischen 3,1 und 4,1 Prozent in zwei Schritten, zum 1. Februar 2019 und 1. Januar 2020, erfolgen“, so Kleinfeldt.

Die größte Stundengrundlohnerhöhung erhalten die Beschäftigten im Bereich der Militärischen Liegenschaften. „In zwei Schritten werden hier insgesamt bis zu 20 Prozent mehr gezahlt“, so Kleinfeldt.

Die Auszubildendenvergütung steigt zum Jahresbeginn 2019 für alle drei Lehrjahre um jeweils 50 Euro im kaufmännischen und 60 Euro im sicherheitsrelevanten Bereich an.

Es wurde eine Erklärungsfrist bis zum 19.12.2018 vereinbart.

 (v.l.) Dr. Thomas Hünlich (Mitglied der Jury), Ronny Schwarz, Axel Leyendecker Foto: © Securitas Holding GmbH

Securitas gewinnt Präventionspreis für Feuerwehrdrohne

Zum siebten Mal ist der Präventionspreis der VBG (Verwaltungs-Berufsgenossenschaft) verliehen worden: In Hamburg zählte die Securitas Fire & Safety zu den zehn Preisträgern und konnte sich damit schon über die zweite Auszeichnung freuen.

Schon vor zwei Jahren war Securitas in der Kategorie Gesundheitsmanagement ausgezeichnet worden. In diesem Jahr 2018 konnte Securitas die Jury in der Kategorie „Betriebliche Sicherheitstechnik“ mit ihrer innovativen Feuerwehrdrohne überzeugen. Axel Leyendecker, Geschäftsführer der Securitas Fire Control + Service GmbH & Co. KG, und Ronny Schwarz, Area Manager, nahmen den Preis bei der feierlichen Verleihung im Sofitel-Hotel Hamburg am 5. Dezember entgegen. „Dass diese innovative Sicherheitslösung eine so hohe Anerkennung erfährt, freut uns sehr“, sagte Leyendecker in Hamburg.

Das Securitas Drohnensystem wurde mit dem Ziel entwickelt, Einsatzkräften der Feuerwehr den Berufsalltag zu erleichtern und ihre Sicherheit zu erhöhen. So kann die Securitas Feuerwehrdrohne bei Bränden und bei Explosionsgefahr die ersten Erkundungsaufgaben im Unfallbereich übernehmen, ohne dass Personal gefährdet wird. Über eine eingebaute Kamera kann die Drohne der Einsatzstelle schon erste Live-Bilder liefern, noch bevor die Einsatzkräfte eingetroffen sind. Durch die integrierten Temperatur- und Gassensoren kann die Drohne auch bei schlechter Sicht durch Rauch Informationen über Brandherde, Opfer und eventuell ausgetretene Gase geben. Diese Informationen werden parallel auch in das anrückende Fahrzeug der Einsatzleitung übertragen. Das Ergebnis: Erhöhter Eigenschutz und wichtiger Zeitgewinn fürs Retten und Löschen.

Die VBG ist als gewerbliche Berufsgenossenschaft der größte Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland. Mit dem Präventionspreis, den die VBG seit 2006 alle zwei Jahre auslobt, sollen Best Practice-Beispiele des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes als Motivation und Anregung für andere Unternehmen hervorgehoben werden. Mehr Informationen zum VBG-Präventionspreis finden Sie unter: https://www.vbgnext.de

Modul BargeldBepreisung der ALVARA Cash Management Group AG heute schon rechtskonform

Das Oberlandesgericht in Karlsruhe hat mit ihrem Urteilsspruch die sogenannte „Münzgeldklausel“ in den AGB einer Bank für rechtswidrig erklärt. Demnach sollten Kunden für die Einzahlung von Münzen pauschal 7,50 Euro zahlen. Gemessen an den entstehenden Kosten sei dieser Betrag zu hoch, befand das Gericht.

Grundsätzlich könne ein Finanzinstitut zwar ein Entgelt für Zahlungsdienste verlangen, aber nur in einem bestimmten gesetzlichen Rahmen. Demnach gilt die Einzahlung von Münzgeld auch als Zahlungsdienstleistung. Die ALVARA AG bietet seit der zukunftsweisenden Einführung des Moduls BargeldBepreisung im Jahr 2015 eine rechtskonforme Lösung zur Bepreisung der Bargeldentsorgung an.

„Unsere Kunden profitieren davon, dass unser Modul BargeldBepreisung heute schon rechtskonform ist“, erläutert Bernd Hohlfeld, Vorstand der ALVARA. „Wir haben von Anfang an bewusst auf eine betrags-, respektive von der Anzahl abhängige, statt auf eine pauschale Bepreisung gesetzt.“

Das Modul BargeldBepreisung macht eine ständige Übergabe der Konto- und Safebagdaten und damit die Zusammenführung mit den Zählergebnissen und eine finale Erstellung von Buchungsdateien möglich. Mit dem Tool werden zudem Gebührenmodelle konfiguriert und verwaltet.

Im Zuge der anhaltenden Niedrigzinsen und dem damit verbundenen Kosten- und Margendruck ist es für Banken und Sparkassen umso wichtiger, Erträge zu generieren. Darum beteiligen Finanzinstitute über intelligente Preismodelle zunehmend die Endkunden an den hohen Kosten für die Bargeldver- und -entsorgung. Mit ihren innovativen und zukunftsweisenden Lösungen unterstützt ALVARA die Finanzinstitute dabei.

 

* Quelle: http://www.olg-karlsruhe.de/pb/,Lde/Startseite/Medien/_Muenzgeldklausel_+in+Allgemeinen+Geschaeftsbedingungen+einer+Bank+unwirksam/?LISTPAGE=1149727

 Der Christkindlmarkt am Marienplatz in München, einer der größten in Deutschland Foto: © Von Ramessos - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5570091

Start der Weihnachtsmarktsaison nicht ohne private Sicherheitskräfte

Glühwein und gebrannte Mandeln – diese zwei Dinge verknüpft wohl jeder mit dem Thema Weihnachtsmarkt – seit einigen Jahren gehören aber auch viele tausend private Sicherheitskräfte dazu.

In den Wochen bis Heiligabend werden bundesweit wieder Millionen Besucher auf den vielen Märkten erwartet. „Dies bedeutet auch für die private Sicherheitswirtschaft eine Menge zusätzlicher Arbeit – innerhalb und außerhalb der Öffnungszeiten“, so der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft, Dr. Harald Olschok.

In der Vergangenheit waren die privaten Sicherheitskräfte vor allem nach Schließung der Weihnachtmärkte im Einsatz. „Die Stände werden bewacht und es wird sichergestellt, dass die Märkte auch am nächsten Tag wieder öffnen können“, so Olschok. In den letzten Jahren stieg aber auch die Zahl der Sicherheitskräfte massiv an, die den Einlass kontrollieren, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten. Wie bei anderen großen Veranstaltungen auch, kontrollieren die eingesetzten Sicherheits- und Ordnungsdienste die Taschen der Besucher auf verdächtige Gegenstände und regulieren die Besucherströme. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sicherheitsdienste leisten im Auftrag der Veranstalter einen wichtigen Beitrag zu einem sicheren Ablauf der Weihnachtsmärkte zwischen Lübeck und Freiburg, zwischen Aachen und Frankfurt/Oder“, so Olschok abschließend.