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Probleme mit dem Bewacherregister Sicherheitsheitsdienstleistungsgesetz muss kommen

Das neue bundesweite Bewacherregister sollte Prozesse vereinfachen, für mehr Transparenz sowie Bürokratieabbau bei der Zuverlässigkeitsüberprüfung der Beschäftigten der privaten Sicherheitsunternehmen sorgen.

„Ein Vierteljahr nach dem offiziellen Start des Registers sieht die Realität aber leider völlig anders aus. Das Register ist nicht voll funktionsfähig. Datenerfassung und Befüllung des Registers wurden mit einer viel zu kurzen Frist einfach auf die Sicherheitsunternehmen abgewälzt. Viele Behördenvertreter in den Kommunen sind auf ihre Aufgabe nicht ausreichend vorbereitet. Es ist momentan ein Bürokratiemonster und eine Wachstumsbremse für die Sicherheitswirtschaft geschaffen worden “, so BDSW Präsident Gregor Lehnert heute im Rahmen eines Pressegesprächs in Berlin.

Die Sicherheitsdienstleister haben bis jetzt für etwa 75 % Prozent der fast 270 000 Sicherheitskräfte keine Freigabe erhalten oder die Beschäftigten wurden aus ungeklärten Gründen „zurückgewiesen“. Währenddessen müssen aber alle Sicherheitsunternehmen mit ihren Beschäftigten die Sicherheit für ihre Kunden gewährleisten. „Von einem wirklich funktionsfähigen Bewacherregister, das seiner angedachten Funktion tatsächlich entspricht, ist man aber leider noch meilenweit entfernt“, so Lehnert.

Grundsätzlich begrüße der Verband auch weiterhin das Register. „Langfristig wird es zu einer Entbürokratisierung und deutlich schnelleren Zuverlässigkeitsprüfung von Gewerbetreibenden und Beschäftigten beitragen“, so Lehnert. Wichtig sei aber nun, dass umgehend durch einen gemeinsamen Kraftakt von Bundeswirtschaftsministerium und Ländern etwas am Ablauf und der momentan völlig unstrukturierten Situation geändert werde. „Zur umfassenden Problemlösung schlagen wir nochmals dem Bundeswirtschaftsministerium einen Runden Tisch vor, an dem wir uns jederzeit beteiligen werden“, so Lehnert.
Unsere Mitgliedsunternehmen sind derzeit häufig unverschuldet durch Untätigkeit des Staates nicht in der Lage, alle gesetzlichen Vorgaben des Bewachungsrechts einzuhalten. Neuaufträge können trotz großer Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen nicht angenommen werden. „Vermehrt drängen "Schwarze Schafe" auf den Markt, die ohne Freigabe durch die Behörden ihr Personal zum Einsatz bringen. Die seriösen Sicherheitsunternehmen und die Transparenz leiden darunter. Durch dieses staatliche Versagen entstehen Sicherheitslücken in Deutschland“, so Lehnert.
Die Probleme mit dem Bewacherregister dürfen, so Lehnert, aber nicht die Arbeit an dem von der Großen Koalition geplanten Sicherheitsdienstleistungsgesetz verzögern. Der BDSW habe vor wenigen Tagen seine Eckpunkte dazu vorgestellt. Das Eckpunktepapier enthalte die wichtigsten Forderungen und Vorschläge des Verbandes. „Wir sind die Experten und gleichzeitig die direkt Betroffenen des geplanten Gesetzes. Wir bieten der Politik mit unserem Eckpunktepapier fachkundige Unterstützung in diesem dringend notwendigen Neuordungsprozess zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die private Sicherheitswirtschaft an“, so Lehnert.
Zukünftige Regelungen für die Branche müssen die weitere Erhöhung der Sicherheit in Deutschland im Fokus haben. Die Gewerbefreiheit für Sicherheitsdienstleister sei der falsche Ansatz. Die Bundesregierung habe erkannt, dass das Gewerberecht nicht mehr die Grundlage unseres Handels sein könne. „Mit unserem Eckpunktepapier greifen wir die Aussagen in der Koalitionsvereinbarung auf und stellen Anforderungen an ein noch in dieser Legislaturperiode zu verabschiedendes Sicherheitsdienstleistungsgesetz vor“, so Lehnert abschließend.

Hier finden Sie das Eckpunktepapier: Sicherheitsdienstleistungsgesetz – SDLG: Deutschland (noch) sicherer machen.

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ASW Bundesverband gratuliert Gewinnern der OSPAs

Mit den Outstanding Security Performance Awards (OSPAs) wurden am Abend des 9. Oktobers herausragende Leistungen von Unternehmen und Personen, die im Sicherheitsbereich tätig sind, ausgezeichnet.

Die Verleihung wurde am ersten Abend des ASIS Business Risks Summit 2019 durchgeführt. Nordrhein-Westfalens Innenstaatssekretär Jürgen Mathies war Ehrengast des Abends, begrüßte zu Beginn die geladenen Gäste und hielt eine Keynote über die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen Behörden und der deutschen Wirtschaft.

In sieben ausgewählten Kategorien wurden die Preise dieses Jahr vergeben. Die Allianz für Sicherheit in der Wirt- schaft e.V. gratuliert den Gewinnern! Diese sind in der Kategorie:

  • • „Herausragendes In-House Sicherheitsteam“: Deutsche Telekom AG Group Security Governance First Squad
  • • „Herausragender Sicherheitsberater“: Prof. Dr. Konrad Zerr – Deutsche Telekom
  • • „Herausragende Initiative für Sicherheitsschulungen“: CyberRange-e – innogy SE
  • • „Herausragende Informationssicherheit“: DRACOON GmbH
  • • „Herausragende Sicherheitspartnerschaft“: Gesprächskreis Innere Sicherheit Nordrhein-Westfalen
  • • „Herausragende weibliche Sicherheitsexpertin“: Christine Kipke – Knowbe4
  • • „Besonderes Lebenswerk“: Rainer von zur Mühlen

Die Bewerber wurden von einer neunköpfigen Jury bewertet. ASW-Vorstandsvorsitzender Volker Wagner saß auch in diesem Jahr mit in der Jury, die aus Sicherheitsexperten von Behörden, der Wirtschaft und der Wissenschaft bestand. ASW-Vorstandsmitglied Manfred Jilg übergab die Preise für „Herausragende Sicherheitsexpertin“ und „Herausragende Sicherheitsschulung“. Mit dem Preis für „Besonderes Lebenswerk“ wurde Rainer von zur Mühlen geehrt, der ein konstantes und stets engagiertes Mitglied in der deutschen Sicherheitsgemeinschaft ist und von seinen Mitstreitern sehr geschätzt und respektiert wird.

Der ASW Bundesverband ist seit 2017 ein Premiumpartner der Outstanding Security Performance Awards. Die Auszeichnungen werden ebenfalls in Australien, Ghana, Nigeria, Norwegen, Rumänien, Großbritannien und den USA verliehen.

Auftakt der Jubiläumsveranstaltung in Rom © BDSW

CoESS: Europäischer Dachverband der Sicherheitsdienstleister feiert 30. Jubiläum

Der Dachverband europäischer Sicherheitsdienstleister, die Confederation of European Security Services (CoESS), feierte in diesem Jahr 30-jähriges Bestehen.

Im für die Welt so historischen Herbst des Jahres 1989 gründeten hochrangige Vertreter repräsentativer nationaler Wach- und Sicherheitsverbände aus Deutschland, Italien, Frankreich, England, Spanien, Belgien, Niederlande und Österreich die CoESS. Der damalige Präsident des BDWS, Frank Mauersberger, wurde zum Vize-Präsidenten gewählt. Die CoESS vertritt mittlerweile 23 Landesverbände der Sicherheitsdienstleister aus 18 EU-Mitgliedsstaaten und damit ca. 45.000 Mitgliedsunternehmen und deren rund 2 Millionen Beschäftigte, die einen geschätzten Jahresumsatz von über 40 Milliarden Euro erwirtschaften. Hauptaufgabe der CoESS ist die Vertretung der gemeinsamen Interessen ihrer nationalen Mitgliedsverbände und deren Beschäftigten. Dies übt sie sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene aus. Insbesondere geht es der CoESS darum, eine Harmonisierung unterschiedlicher Gesetzgebungen und Regulierungen für private Sicherheitsunternehmen zu erreichen. Sie ist ein wichtiger Akteur des europäischen Sozialdialogs in der Europäischen Kommission. Mehrere Arbeitskreise, beispielsweise für die Bereiche der Luftsicherheit und der Kritischen Infrastruktur, unterstützen den Entscheidungsfindungsprozess des Präsidiums. Seit 15 Jahren ist Marc Pissens, Geschäftsführer von SECURITAS Benelux, Präsident der CoESS. BDSW Vizepräsident Friedrich P. Kötter ist seit 2014 Vizepräsident der CoESS sowie Vorsitzender des Arbeitskreises Airport Security. „Präsidium, Vorstand und Geschäftsführung des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft sind besonders als Gründungsmitglied sehr stolz auf die Entwicklung der CoESS. Insbesondere der europäische Integrationsprozess bietet für uns und unsere Mitglieder im Verbund mit der CoESS großartige Möglichkeiten. Wir sind somit aktiv an der Gestaltung Europas beteiligt“, so Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des BDSW, heute im Rahmen der CoESS Jahrestagung in Rom.

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Der 9. BDSW Ausbildungspreis geht an die WISAG Sicherheit & Service Holding GmbH & Co. KG

Verleihung des Ausbildungspreises © BDSWIm Rahmen der BDSW Ausbildungstagung, die in Kooperation mit der BDA Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände stattfand, wurde am Montag, dem 07. Oktober 2019, in Berlin der 9. BDSW Ausbildungspreis verliehen. Der Preis ging in diesem Jahr an die WISAG Sicherheit & Service Holding GmbH & Co. KG.

„Sowohl der BDSW als auch die Verbandunternehmen widmen sich erfreulicherweise der so wichtigen Ausbildung der Nachwuchskräfte in einem besonderen Maße“, so BDA Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter. Für den diesjährigen Gewinner, die WISAG, sprach laut Juryentscheidung vor allem ihr umfassendes Angebot an die Auszubildenden und die Chance auch nach der Ausbildung im Unternehmen entsprechende Aufgaben wahrnehmen zu können. Der BDSW verleiht den Ausbildungspreis jährlich an einen Ausbildungsbetrieb, der sich in besonderer Weise im Bereich Ausbildung engagiert. Zum 6. Mal trafen sich Ausbildungsexperten in Berlin, um sich über die Zukunft der beiden dualen Ausbildungsberufe der Sicherheitswirtschaft auszutauschen. Die diesjährige Tagung stand unter dem Motto „Digital in die Zukunft – Integration von Technik in die Ausbildung“. Die Teilnehmer befassten sich mit dem Umgang und der Nutzung von Medien in der Berufsausbildung. „Besonders in unserer Branche ist es wichtig, sich mit den technischen Entwicklungen und den damit verbundenen Veränderungen für die Beschäftigten bereits im Rahmen der Ausbildung zu beschäftigen“, so BDSW Präsident Gregor Lehnert. Denn die Anforderungen steigen mit der zunehmenden Komplexität der eingesetzten Systeme. Seit 2002 können sich junge Menschen in drei Jahren zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit ausbilden lassen. 2008 kam die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit hinzu. Daneben wurde in den letzten Jahren die Aufstiegsfortbildung Meister für Schutz und Sicherheit und die Qualifikation für Seiteneinsteiger, die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft für die Branche geschaffen. Seit der Einführung der Ausbildungsberufe haben fast 10.000 Auszubildende ihre Abschlussprüfung bestanden und stehen dem Markt als qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung.

30 Jahre Stoof International unter Fred Stoof

Familienunternehmen seit 1865

© Stoof InternationalSTOOF International wurde 1865 von Karl August Stoof im brandenburgischen Busendorf gegründet. Karl Stoof widmete sich seiner Zeit der Herstellung von Kutschen. Seine Nachfolger stiegen in die Fahrzeugproduktion ein.

Führend in der Entwicklung und Produktion von Sonderschutzfahrzeugen

Seit dem 3. Oktober 1989 führt Fred Stoof das Unternehmen in fünfter Generation. Unter seiner Leitung begann die Spezialisierung von STOOF auf die Entwicklung und Fertigung von Sicherheitsfahrzeugen und Sicherheitszellen. Heute nimmt STOOF International eine führende Position unter den Herstellern von geschützten Fahrzeugen und Sicherheitszellen aller Art ein. Weltweit vertrauen Regierungen, internationale Organisationen, Sicherheitsfirmen und sicherheitsbewusste Privatpersonen den auf höchstem Sicherheitsniveau gebauten Spitzenprodukten der Firma STOOF International.

Ein Team aus Spezialisten

Das Unternehmen beschäftigt insgesamt etwa 100 hochqualifizierte Mitarbeiter. Das DEKRA-Zertifikat ISO 9001:2008 bestätigt den hohen Qualitätsstandard von STOOF International. Alle Fahrzeuge und Sicherheitszellen werden exklusiv durch die werkseigene Vertriebsorganisation angeboten und verkauft. Auf diese Weise wird von der Auftragsannahme bis zur Auslieferung ein Höchstmaß an Vertraulichkeit garantiert.

Lesen Sie hierzu auch unser Portrait:

https://www.veko-online.de/portraet/portraet-rudolf-und-fred-stoof.html

KÖTTER Security übernimmt I.S.E. Alarm-Service Berlin

Mit der Übernahme der I.S.E. Alarm-Service Berlin GmbH baut KÖTTER Security, Deutschlands größter familiengeführter Sicherheitsdienstleister, seine Aktivitäten in der Hauptstadt aus. Das Familienunternehmen stärkt damit insbesondere die Dienstleistungen Alarmaufschaltung, Revierwachdienst und Intervention für Unternehmen jeder Größenordnung in der Metropolregion.

„Diese strategische Akquisition gibt uns Rückenwind beim Ausbau unserer Marktpräsenz in Berlin und Umgebung“, sagt Rüdiger Haase, Geschäftsführender Direktor der KÖTTER SE & Co. KG Security, Berlin, der ab sofort die Geschäftsführung der I.S.E. Alarm-Service Berlin GmbH übernimmt. Seine Anerkennung sprach er dem bisherigen Inhaber und Geschäftsführer Axel Eisermann aus: „Die I.S.E. Alarm-Service Berlin GmbH blickt auf Jahrzehnte lange Erfahrung speziell in der Alarmverfolgung zurück und steht für hohe Qualitätsstandards.“

Kunden profitieren von Smart Security Solutions

Die Übernahme bedeutet für den bundesweit tätigen Facility-Services-Anbieter mit Stammsitz in Essen nicht nur einen zusätzlichen, nahe der Messe Berlin gelegenen Standort, sondern vor allem den Zugewinn von Know-how und Erfahrung der meist langjährig aktiven Mitarbeiter. „Mit I.S.E. haben wir einen Verbündeten gefunden, der sein Geschäft versteht“, ergänzt Ronny Pelka, Projektmanager bei der KÖTTER SE & Co. KG Security, Berlin, sowie Prokurist der I.S.E. Alarm-Service Berlin GmbH. „Durch die Einbindung in die KÖTTER Unternehmensgruppe werden die zahlreichen I.S.E.-Kunden zukünftig von unseren ganzheitlichen Smart Security Solutions profitieren.“ Dahinter verbergen sich ganzheitliche Lösungen, die neben sämtlichen Sicherheitsdienstleistungen auch sicherheitstechnische Syteme (Einbruchmeldetechnik, Videoüberwachung etc.) und Consulting-Leistungen (z. B. Risikomanagement) beinhalten können.Synergieeffekte bieten aber nicht nur die Security-Lösungen und das bundesweite Niederlassungsnetz, sondern auch die Kombination mit den weiteren Sparten KÖTTER Cleaning (Unterhalts-, Glasreinigung etc.) und KÖTTER Personal Service (u. a. Zeitarbeit für gewerbliche und kaufmännische Berufe).

Auszubildende aus Essen zeigten beim Social Day großes Engagement. © KÖTTER Services

Social Day und TalentTage Ruhr

KÖTTER Services setzt auf Soft Skills und Teamplayer

In diesen Tagen stehen die Zeichen bei der Dienstleistungsgruppe KÖTTER Services (www.koetter.de) mit Stammsitz in Essen auf gesellschaftliches Engagement und Nachwuchsförderung.

Erstmalig veranstaltete das Familienunternehmen kurz nach dem Start des neuen Ausbildungsjahres einen eigenen Social Day. Rund 40 Auszubildende engagierten sich an der Essener Kraienbruch Schule. Zeitgleich beteiligt sich die Unternehmensgruppe erneut an den TalentTagen Ruhr 2019. Hier gibt es geballte Informationen für Schüler, Studierende, Eltern und Bildungsfachleute, offene Klassenzimmer, Hörsäle, Labore sowie Werkstätten – und vor allem ganz viele Mitmach-Angebote vom Bewerbungscoaching bis hin zum Robotik-Workshop. Für die Essener Auszubildenden der KÖTTER Unternehmensgruppe hätte es ein normaler Arbeitstag in Büro, Werkstatt oder im Einsatz beim Kunden sein können. Doch der Social Day am 25. September brachte die Nachwuchskräfte mit rund 70 Grundschülern der Kraienbruch Schule in Essen zusammen. Gemeinsam mit dem Team der Stiftung muTiger (www.mutiger.de) – einer gemeinsamen Initiative der KÖTTER Unternehmensgruppe und des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) – führten die Auszubildenden ein Selbstbehauptungs- und Selbstsicherheitstraining mit den Kindern durch. Eine intensive Beschäftigung und viel Spaß mit den Grundschülern boten zusätzliche Aktionen, die die Auszubildenden auf die Beine stellten: u. a. das Spielmobil mit Hüpfburg, freies Spiel- und Bewegungsmaterial und Kinderschminken. Dabei profitieren nicht nur die Kids: „Der freiwillige Einsatz für einen gemeinnützigen Zweck stärkt Sozialkompetenzen und Verantwortungsbewusstsein“, erklärt Volker Hofmann, Prokurist und Leiter Personalwesen der zur KÖTTER Unternehmensgruppe gehörenden KÖTTER GmbH & Co. KG Verwaltungsdienstleistungen. „Diese Soft Skills sind für unsere Auszubildenden für ihre persönliche Entwicklung sehr wertvoll, gleichzeitig bringen sie sie beruflich voran – speziell in der Dienstleistungsbranche.“ 

Engagement für die TalentTage Ruhr

Bei der bundesweit größten Leistungsschau der Bildung stellt zeitgleich (18.-28. September) eine ganze Region unter Beweis, was sie zu bieten hat. Unter dem Motto „11 Tage für Talente im Ruhrgebiet“ zeigen rund 200 Initiativen, Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Kammern, Vereine und Kommunen bei mehr als 240 Einzelveranstaltungen, wo Talente zu finden sind und wie Nachwuchsförderung gelingt. Aktionen gibt es in 33 Städten des Ruhrgebiets – das sind so viele wie noch nie. Die TalentTage Ruhr werden organisiert von der TalentMetropole Ruhr (TMR), dem Leitprojekt Bildung des Initiativkreises Ruhr. KÖTTER Services ist erneut an Bord und rückt dabei neben reinen Ausbildungsmöglichkeiten und -inhalten auch hier die Themen Diversity, gegenseitige Wertschätzung und Wir-Gefühl in Arbeitswelt und Gesellschaft in den Fokus. Rund 20 Auszubildende hatten daher im Rahmen der TalentTage Ruhr heute am Stammsitz in Essen die Möglichkeit, sich unter Anleitung von Trainern der Stiftung muTiger fit zu machen in Sachen Zivilcourage. Dabei erlernten die Teilnehmer praxisnah das richtige Verhalten in Gefahrensituationen und wie sie anderen helfen können, ohne selbst in Gefahr zu geraten. Wichtiger zusätzlicher Effekt: „Die Kurse bestärken die jungen Menschen darin, auf Teamwork zu bauen, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen“, betont Volker Hofmann.

Ausbildung in zehn Berufen / Noch freie Ausbildungsplätze

Im Vorfeld der TalentTage Ruhr hatte das Familienunternehmen bei der TalentMesse Ruhr in der Gelsenkirchener VELTINS-Arena bereits sein vielfältiges Ausbildungs- und Karriereangebot präsentiert. So konnten sich Schüler, Studenten, Eltern und Lehrer u. a. über die Ausbildung in aktuell zehn Berufen sowie das unternehmenseigene Trainee-Programm informieren. Und erfuhren z. B., dass die Dienstleistungsgruppe aktuell noch freie Plätze für das jüngst gestartete Ausbildungsjahr bereithält.

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Sicherheitsnachwuchs stand im Fokus des zweiten Sicherheitsrechtstages in Hamburg

Die Gewinnung von Nachwuchs- bzw. Arbeitskräften vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung stand im Mittelpunkt des zweiten Sicherheitsrechstages (SRT) der Hochschule der Akademie der Polizei Hamburg, Forschungsstelle Europäisches und Deutsches Sicherheitsrecht (FEDS) und des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft in Hamburg.

In seiner Begrüßung dankte der Hauptgeschäftsführer des BDSW, Dr. Harald Olschok, dem Hamburger Polizeipräsidenten, Ralf Meyer, der Dekanin der Akademie, Frau Professor Dr. Pfeffer und Professor Dr. Sven Eisenmenger für die Zusammenarbeit mit dem BDSW und die Durchführung dieses SRT. "Es gibt kaum ein anderes Bundesland in Deutschland, in dem seit fast 20 Jahren eine konstruktivere und entspanntere Zusammenarbeit zwischen Polizei und Sicherheitswirtschaft stattfindet", so Olschok. Der Sicherheitsrechtstag befasste sich im ersten Teil mit der Ausgangslage für Polizei und Sicherheitsgewerbe vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des Arbeitskräfteangebotes bis zum Jahr 2030. Auch der Sicherheitssektor sei von diesem Wandel betroffen. Markus Hoch, von der renommierten Prognos AG, geht im Jahr 2030 von einer Arbeitskräftelücke von 3,6 Mio. Personen aus. Das stellt alle Sektoren vor große Herausforderungen. Der Forscher riet dem Sicherheitssektor, durch eine Attraktivitätssteigerung das Angebot an Nachwuchskräften zu steigern. Der Hauptgeschäftsführer des BDSW wies auf 12.000 gemeldete offene Stellen bei der Arbeitsagentur hin. Die tatsächliche Zahl sei aber noch deutlich höher. Den Herausforderungen bei der Nachwuchsgewinnung könne nur durch ein Bündel unterschiedlicher Maßnahmen begegnet werden. „Aus Sicht der privaten Sicherheitswirtschaft ist, neben den angestrebten grundlegenden Änderungen der Rahmenbedingungen, vor allem eine qualitativ hochwertige, abwechslungsreiche und interessante Ausbildung und Qualifikation der Nachwuchskräfte entscheidend“, so Olschok. Um dies zu ermöglichen, müsse man die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für die Nachwuchsgewinnung und die Ausbildung intensiv nutzen. Mit den beiden Ausbildungsberufen für die Sicherheitswirtschaft, der Weiterbildung zur geprüften Schutz- und Sicherheitskraft und dem Meister sowie zahlreichen Studiengängen für Sicherheitstechnik und Sicherheitsmanagement sei man grundsätzlich gut aufgestellt, so Olschok abschließend.

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BDSW stellt Eckpunkte zum neuen Gesetz für die Sicherheitsbranche vor

Der BDSW hat Eckpunkte zum von der Großen Koalition geplanten Sicherheitsdienstleistungsgesetz vorgestellt. Das Eckpunktepapier enthält die wichtigsten Forderungen und Vorschläge des Verbandes.

BDSW Präsident Gregor Lehnert © BDSW„Wir sind die Experten und gleichzeitig die direkt Betroffenen des geplanten Gesetzes. Wir bieten der Politik mit unserem Eckpunktepapier fachkundige Unterstützung in diesem dringend notwendigen Neuordungsprozess zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die private Sicherheitswirtschaft an“, so BDSW Präsident Gregor Lehnert.
Zukünftige Regelungen für die Branche müssen die weitere Erhöhung der Sicherheit in Deutschland im Fokus haben und nicht – wie bisher – eine weitgehende Gewerbefreiheit für Sicherheitsdienstleister. „Die Bundesregierung hat erkannt, dass das Gewerberecht nicht mehr die Grundlage unseres Handels sein kann. Mit unserem Eckpunktepapier greifen wir die Aussagen in der Koalitionsvereinbarung auf und stellen Anforderungen an ein noch in dieser Legislaturperiode zu verabschiedendes Sicherheitsdienstleistungsgesetz vor“, so Lehnert.
Hier finden Sie das Eckpunktepapier: Sicherheitsdienstleistungsgesetz – SDLG: Deutschland (noch) sicherer machen.

 (v. l.) Brigadegeneral Michael Baumann, Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Ministerialdirektorin Dagmar Busch, Leiterin der Abteilung „Angelegenheiten der Bundespolizei“ im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und Friedrich P. Kötter, Verwaltungsrat der KÖTTER Security Gruppe. © KÖTTER Services / Marc Darchinger

STATE OF SECURITY - KÖTTER Services

Familienunternehmer Friedrich P. Kötter: „Sicherheit wird zum ganz entscheidenden Standortfaktor“

Gewaltexzesse im öffentlichen Raum, Bedrohungen durch Clankriminalität, Cyberangriffe auf die Energieversorgung: Nur drei Beispiele für die wachsenden Sicherheitsherausforderungen, denen speziell Großstädte gegenüberstehen. Über ihre Auswirkungen auf die Attraktivität als Wirtschaftsstandort und das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung diskutierten gestern rd. 120 Teilnehmer bei der 6. „STATE OF SECURITY – Die Sicherheitskonferenz am Brandenburger Tor“, einer Veranstaltung von KÖTTER Security und German Business Protection (GBP). 

Deutschlands Großstädte boomen und der Trend wird sich weiter fortsetzen. „Dies birgt einerseits große Chancen für die Stadt- und Wirtschaftsentwicklung, stellt die Kommunen andererseits gerade in Sachen Sicherheit vor große Aufgaben“, erklärte Friedrich P. Kötter, Verwaltungsrat der KÖTTER Security Gruppe. Ursachen hierfür seien u. a. neue Bedrohungslagen durch Extremismus und Organisierte Kriminalität, die Bildung sozialer Brennpunkte als Folge tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen, enge finanzielle Ressourcen der öffentlichen Hand sowie die Verwundbarkeit der Infrastruktur durch eine fortschreitende technische Vernetzung. „Wir müssen Sicherheit neu denken und benötigen hierzu ein integriertes Sicherheitsmanagement, das auf die jeweiligen Anforderungen vor Ort zugeschnitten ist“, betonte der Vizepräsident des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW). „Im Fokus steht die intensive Verzahnung der Polizeiarbeit mit anderen öffentlichen, privaten und gesellschaftlichen Akteuren sowie Lösungen, die potenzielle Gefahren vorausdenken.“ Die Bausteine reichten von Stadtplanung und Quartiersmanagement über die verstärkte Kooperation von Behörden und Dienstleistern bis zum Einsatz digitaler Bausteine. Dabei gehe es nicht um ein reines Mehr an Kameras, sondern die maßgeschneiderte Nutzung neuester Technologien im öffentlichen Raum und durch Unternehmen, um kriminelle Taten durch optimierte Präventionsprozesse möglichst schon im Vorfeld zu verhindern. „Eine solch breit angelegte und auf Prävention ausgerichtete Sicherheitsstrategie trägt gleichermaßen zur nachhaltigen Steigerung von objektiver Sicherheit und subjektivem Sicherheitsempfinden bei“, sagte der Sicherheitsexperte. „Sie ist damit schon heute ein wesentlicher Faktor für die Städte im immer härter werdenden Wettbewerb um die Ansiedlung bzw. den Verbleib von Unternehmen und Fachkräften. Diese Entwicklung wird weiter zunehmen, so dass Sicherheit in Zukunft zum ganz entscheidenden Standortfaktor wird“, ist Friedrich P. Kötter überzeugt. 

Klaus Zuch (Senatsverwaltung für Inneres und Sport): Investitionen in die Sicherheit zeigen Wirkung

Ähnliches betonten im Anschluss Klaus Zuch, Abteilungsleiter Öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport der Stadt Berlin, und Dr. Holger Floeting, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Institut für Urbanistik. So verwies Klaus Zuch auf den weiter hohen Handlungsbedarf speziell beim Kampf gegen die Organisierte Kriminalität. Gleichzeitig hob er die insgesamt rückläufige Kriminalitätsentwicklung hervor: „In Berlin sind die Zahlen zum dritten Mal in Folge gesunken. Die gemeinsamen Maßnahmen wie mehr Polizeipräsenz in der Fläche, Sicherheitspartnerschaften von Polizei und Dienstleistern sowie verstärkte Investitionen in die Unternehmenssicherheit zeigen Wirkung. Dies müssen wir konsequent fortsetzen.“ Dr. Holger Floeting unterstrich den gesamtgesellschaftlichen Ansatz für erfolgreiche urbane Sicherheit. Denn sie umfasse nicht allein Kriminalitätsprävention und -bekämpfung durch Polizei und Ordnungsbehörden. Angesichts zunehmender Naturgefahren, wachsender Angriffe auf kritische Infrastrukturen oder fortschreitender Polarisierung bei der Wohlstandsverteilung seien auch Katastrophenschutzorganisationen, Kammern und Unternehmen, Wohnungswirtschaft, Handel, Verbände sowie jeder einzelne Bürger gefordert. „Die Mobilisierung und Koordinierung dieser vielfältigen Akteure gehört zu den größten Herausforderungen“, erläuterte Dr. Holger Floeting.  

Florian Haacke, CSO/Leiter Konzernsicherheit der innogy SE © KÖTTER Services / Marc DarchingerEigenes innogy-Trainingszentrum für die Abwehr von Cyberattacken

Die Herausforderungen für Betreiber kritischer Infrastrukturen griff Florian Haacke, CSO/Leiter Konzernsicherheit der innogy SE, auf und widmete sich dabei speziell dem Thema Cyber-Sicherheit. „Da schon ein Teilausfall unserer Netze und Anlagen immer auch unmittelbare Auswirkungen auf Industrieproduktionen, Telekommunikation, Versorgung der Privathaushalte etc. hat, sind wir uns als Energiewirtschaft unserer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung z. B. bei der Vorbeugung und Abwehr von Cyberangriffen bewusst“, betonte der Leiter Konzernsicherheit. Daher seien allein bei innogy über 130 Spezialisten für die Sicherheit zuständig. „Mit der CyberRange-e hat innogy ein hochmodernes Trainingszentrum für die Mitarbeiter der Netzgesellschaften und IT geschaffen, das diese fit macht für die Erkennung und Abwehr von Cyberattacken gegen Energie-Infrastrukturen. Das Trainingszentrum kann auch durch andere Energieversorger, kommunale Partner und Sicherheitsbehörden genutzt werden“, sagte Florian Haacke. 

Diskussionsrunden mit weiteren renommierten Teilnehmern

Welche weiteren Anforderungen sich für die urbane Gesellschaft ergeben, stand im Fokus der von GBP-Geschäftsführer Dirk H. Bürhaus bzw. Staatssekretär a. D. Fritz Rudolf Körper moderierten Diskussionsrunden mit Hermann Kühne (Leiter Unternehmenssicherheit der Berliner Wasserbetriebe), Theo Veltman (Rainmaker Innovation und Programmmanager Innovation der Gemeinde Amsterdam), Prof. Dr. Ing. Frank Fiedrich (Leiter des Lehrstuhls für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit der Universität Wuppertal) und Dr. Christian Lüdke, Geschäftsführer der zur KÖTTER Unternehmensgruppe gehörenden TERAPON Consulting GmbH. 

Neuer rechtlicher Rahmen für die Sicherheitswirtschaft / Internationale Sicherheit

Besondere Aufmerksamkeit galt darüber hinaus der Rolle der privaten Sicherheitswirtschaft. Dabei unterstrich Ministerialdirektorin Dagmar Busch, Leiterin der Abteilung „Angelegenheiten der Bundespolizei“ im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), u. a. ihre wichtige Funktion für die innere Sicherheit: „Um diese weiter zu stärken, hat die Bundesregierung für diese Legislaturperiode die Reform des Rechtsrahmens für die Sicherheitswirtschaft auf der Agenda.“ Friedrich P. Kötter begrüßte diese Zielsetzung nachdrücklich: „Das geplante Sicherheitsgesetz ist extrem wichtig für die Branche. Gerade die Markteintrittshürden sind in Deutschland so niedrig wie in fast keinem anderen Land in Europa. Wir brauchen daher mehr Regulierung, um die Qualität über die gesamte Breite unserer Branche nachhaltig zu erhöhen. So empfiehlt sie sich auch für neue Aufgaben und intelligente Kooperation von Staat und Privatwirtschaft.“ Abgerundet wurde die Themenvielfalt durch die Ausführungen von Brigadegeneral Michael Baumann, Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), zur internationalen Sicherheitslage, die gerade für die Exportnation Deutschland entscheidende Relevanz hat.