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Bundesregierung plant Einführung eines Luftsicherheitsregisters

Angriffe sogenannter Innentäter stellen eine der größten Bedrohungen für die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs dar.
Zum Schutz vor derartigen Angriffen sieht das Luftsicherheitsgesetz eine Zuverlässigkeitsüberprüfung (ZÜP) aller Personen vor, die in besonderer Weise Einfluss auf die Sicherheit des Luftverkehrs nehmen können. Der Gesetzentwurf bezweckt eine Verbesserung der Rahmenbedingungen luftsicherheitsrechtlicher ZÜP. Sicherheitsrelevante Informationen, die bei anderen Behörden vorhanden sind, sollen von den Luftsicherheitsbehörden umfassender genutzt werden können.

Durch gesetzliche Änderungen werden die Luftsicherheitsbehörden befugt, weitere sicherheitsrelevante Informationen anderer Behörden in die ZÜP einzubeziehen. Die Regelungen für die Zuverlässigkeitsüberprüfungen werden auf Privatpiloten und Luftsportler erweitert. Dagegen spricht sich aber die FDP mit einem Gegenantrag aus. Zur Erhöhung des Sicherheitsniveaus und Vereinfachung des Überprüfungsverfahrens werden die gesetzlichen Grundlagen zur Errichtung eines künftigen Luftsicherheitsregisters geschaffen. Darüber hinaus werden die restriktiven Mitwirkungsmöglichkeiten bei Überprüfungen durch ausländische Stellen erweitert.
Fachleute gehen davon aus, dass das geplante Register eine Blaupause des Bewacherregisters sein dürfte.

-PM ASW Nord-

 

Funkfrequenz-Sensor RF-160 mit integriertem LTE
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Dedrone präsentiert neuen Sensor zur Drohnendetektion 

Der Drohnenabwehr-Spezialist Dedrone bringt einen neuen Funkfrequenz-Sensor zum Schutz vor Drohnen auf den Markt.
Der so genannte RF-160 detektiert Drohnen anhand von Radiosignalen in einer Entfernung von bis zu 5 km. Er ist geeignet für eine erste Risikoanalyse und bildet die Grundlage für ein effektives Drohnenabwehrsystem. Dank integriertem LTE ist der Sensor einfach zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Er kann ab sofort bestellt werden und wird ab März 2020 ausgeliefert.

Schneller Einstieg in die Drohnendetektion

Der RF-160 wird an einen Mast montiert und braucht nur eine Stromversorgung. Ein Vor-Ort-Server ist nicht erforderlich. Der Sensor verbindet sich automatisch über LTE mit der Dedrone Cloud und beginnt sofort mit der Drohnenerkennung. 

Ein RF-160 hat eine durchschnittliche Reichweite von 1,6 km, unter idealen Bedingungen bis zu 5 km für bestimmte Drohnen. Dem Sicherheitsbedarf und den Gegebenheiten vor Ort entsprechend, kann dieser Sensor durch weitere Geräte desselben Typs sowie andere Technologien wie den Funkfrequenz-Sensor RF-300Radarsysteme und PTZ-Kameras ergänzt werden.

„Kein komplexes System notwendig“

„Ein wirksamer Schutz vor unerwünschten Drohnen beginnt mit deren Erkennung. Der RF-160 ist wie kein anderer Sensor bisher in der Lage, Drohnen anhand von Radiosignalen in großer Entfernung zu detektieren. Sicherheitsverantwortliche erhalten frühzeitige Warnungen und einen fundierten Überblick über Drohnenaktivitäten in ihrem Luftraum, ohne ein komplexes System anschaffen und installieren zu müssen“, erklärt Dedrone-Geschäftsführer Jörg Lamprecht.

Neben den genannten Neuerungen wurde der RF-160 auch für den Einsatz in Städten und anderen Gebieten mit erhöhter Radiofrequenz-Aktivität aufgrund von Funkkommunikation, Fernsehern, Mobiltelefonen, GPS etc. optimiert. Zusätzlich wurde die Antennenkonfiguration weiterentwickelt, sodass Drohnen, die Frequenzen außerhalb der üblichen 2,4- und 5,8-GHz-Bänder nutzen, noch zuverlässiger erkannt werden.

-PM Dedrone-

 

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Luftsicherheit

Drohnenabwehr an Flughäfen verschlingt Millionen

Die Verbesserung der Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen dürfte nach Einschätzung des Bundesverkehrsministeriums viele Millionen kosten.
Pro Flughafen sei mit einmaligen Kosten von 30 Millionen Euro zu rechnen, schreibt das Bundesverkehrsministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Das Verkehrsministerium unterstützt die Entwicklung eines Drohnenabwehrsystems namens "Falke" am Helmut-Schmidt-Airport Hamburg. Eine mobil einsetzbare Drohnenabwehr dürfte demnach etwa 13 Millionen Euro pro Jahr kosten.
Bei wie vielen Flughäfen eine Drohnenabwehr erforderlich sein könnte, führt das Ministerium nicht aus. Es gibt in Deutschland nach Angaben der Deutschen Flugsicherung 16 internationale Verkehrsflughäfen, hinzu kommen regionale Flughäfen.

Derzeit verfügten Bundespolizei und Bundeskriminalamt über technische Mittel, um unbemannte Luftfahrzeuge zu entdecken, zu verifizieren und abzuwehren, schreibt das Ministerium. Sie seien zudem "technisch begrenzt in der Lage", die Steuerung von Drohnen zu stören oder "physisch auf diese einzuwirken".
Nach einem Bericht der Funke Mediengruppe aus dem Dezember wurden im vergangenen Jahr 158 Fälle gemeldet, in denen Drohnen den Flugverkehr in Deutschland störten.

-PM ASW Nord-