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Corona-Gewinner in der IT sind VoIP und Office „to go“

Umbruch in der IT macht Cloud-Dienste attraktiver denn je und sorgt für zweistelligen Zuwachs

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Lockdowns auf die IT in Deutschland sind immens und betreffen vor allem cloudbasierte Dienste und Telekommunikation. Der Darmstädter Anbieter von Cloud-Telekommunikation und mobilen Office-Anwendungen toplink verzeichnet einen Zuwachs von bis zu 30 Prozent bei digitalen Kommunikationslösungen.

„Unser Geschäftsbereich der Cloud-basierten Telefonie über unser SIP Trunk-Netz ist enorm und nachhaltig gewachsen, ebenso die Nutzungszahlen für die von uns in eine komplette mobile Arbeitsplatzlösung integrierte Office 365-Plattform“, sagt Jens Weller, Geschäftsführer von toplink. Der Zuwachs bei Office 365 beträgt sogar fast 70 Prozent. toplink bietet ein integriertes System, bei dem die Business-Telefonie über Microsoft Teams (MS Teams) über den toplink-eigenen SIP Trunk abgewickelt wird. Ein eigenes Mediagateway ist nicht nötig – damit fallen für Unternehmen zusätzliche Anschaffungs-, Service- oder Wartungskosten weg. Integrierte Audiokonferenz-Funktionen stehen ebenso zur Verfügung, zumal alle Dienstmerkmale in Echtzeit gebucht werden können und zur Verfügung stehen.

Mobiles Büro auf jedem Endgerät

Einen sprunghaften Zuwachs legte auch der einzeln nutzbare toplink-Dienst für Telefonkonferenzen, MyTelco, hin. „In den ersten Wochen des Lockdowns von Februar bis Anfang April hatten wir fast 90 Prozent mehr Nutzer in unserem Konferenzdienst MyTelco. Die Unternehmen suchen jedoch nach vollintegrierten Lösungen, die einen Arbeitsplatz „to go“ ermöglichen und wechseln daher komplett auf die Cloud-Dienste“, sagt Jens Weller von toplink. Als Notlösung konnte der Dienst dennoch bei zahlreichen Unternehmen physische Meetings durch einen in wenigen Sekunden aufsetzbaren Telco-Service auffangen. Die komplette toplink-Suite steht dabei auf allen Endgeräten zur Verfügung – Mitarbeiter im Home Office können mit den Geräten arbeiten, die ihnen am liebsten sind. Genutzt werden kann ein volles Büro mit Cloud- und IP-Telefonie, Smartphone Integration, Unified Messaging (Chat, E-Mail, Fax, etc.), Audio- und Video-Konferenzen, File-Sharing, Ressourcenplanung (ERP), UCC (Unified Communication and Collaboration) bis zum kompletten Office 365 mit den bekannten Anwendungen wie PowerPoint, Excel, Word oder Outlook.

Datenschutz und Sicherheit

Der dramatische Umbruch der Arbeitswelt aus den festen Netzwerken heraus in Heimarbeit hat Bedenken in Bezug auf Datenschutz und Sicherheit hervorgebracht. „Längst ist klar, dass eigene Unternehmensnetzwerke kaum Sicherheitsvorteile bieten gegenüber der Cloud. Dort wird die Security zentralisiert und ist stets auf dem neuesten Stand“, erklärt toplink-Geschäftsführer Jens Weller. Sämtliche Daten werden durch TLS und SRTP verschlüsselt, bei der Nutzung von Office 365 ist eine Missbrauchserkennung (Fraud Prevention) integriert. Auch die Telekommunikationsdienste auf der Basis des toplink-SIP Trunks sind umfassend gesichert und erfüllen alle modernen Standards. In Bezug auf Datenschutz gibt es auch Entwarnung: Bei allen toplink-Cloud- und Telekommunikationsdiensten werden sämtliche Auflagen der Datenschutz-Grundverordnung komplett erfüllt oder übertroffen.

-PM toplink GmbH-

 

1,2 Mrd. Euro Schaden durch Fehlbeschaffung von Masken

Die Anzahl der zurzeit beim Bund lagernden Schutzmasken beträgt nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) insgesamt rund 1,25 Milliarden Stück. Dies geht aus der Antwort auf eine schriftliche Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor.

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Bei einem durchschnittlichen Stückpreis von 3,00 Euro beträgt der Lagerwert demzufolge 3,75 Milliarden Euro. Das BMG geht davon aus, dass voraussichtlich nur 85 Prozent der Masken verkehrsfähig sind. Das entspricht allerdings nicht der tatsächlich zu erwartenden Relation. Vielmehr muss man nach den bisherigen Erfahrungen davon ausgehen, dass mindestens 20 Prozent nicht den sicherheitstechnischen Anforderungen entsprechen. Experten schätzen sogar eine weitaus höhere Ausfallquote.

Nehmen wir nur einmal an, dass von den 1,25 Milliarden Masken etwa ein Fünftel als Ausschuss zu bezeichnen sind, dann beträgt der Schaden für die Steuerzahler – bezogen auf die lagernden Masken – mindestens 750 Millionen Euro. Insgesamt summieren sich die Beschaffungskosten für Masken im Rahmen des vorgegebenen Haushaltsrahmens laut dem BMG auf rund 5,9 Milliarden Euro. Wenn man die Abfallquote von 20 Prozent auf diesen Endbetrag ansetzt, landet man in Summe bei einem Schrottwert in Höhe von 1,18 Milliarden Euro.

Aus dem missglückten Krisenmanagement und unprofessionellen Beschaffungs- und Prüfverfahren ergibt sich demnach ein Gesamtschaden von rund 1,2 Milliarden Euro. Dieser wäre in dieser Höhe vermeidbar gewesen, wenn das Bundesgesundheitsministeriums im Frühjahr Experten aus erfahrenen Fachverbänden eingebunden hätte. Dies ist die Einschätzung des VTH Verband Technischer Handel e.V., der zuständigen Fachorganisation des Arbeitsschutzfachhandels in Deutschland. Es wäre einfach gewesen, mithilfe der etablierten Fachgroßhändler für Persönliche Schutzausrüstungen den Markt sorgfältig zu sondieren, einen größeren Teil der Produkte über sie zu beschaffen und damit zwielichtige Bezugsquellen von vornherein auszuschalten. Statt erfahrene Branchenvertreter zu konsultieren, wurden vermeintliche Branchenkenner einer internationalen Unternehmensberatung teuer eingekauft; die Bundesregierung zahlt dafür nach Medienberichten fast 10 Millionen Euro.

„Seit vielen Monaten häufen sich in unserer Geschäftsstelle die Beschwerden über untragbare Zustände“, kritisiert VTH-Hauptgeschäftsführer Thomas Vierhaus. Das „Maskenchaos“ habe dazu geführt, dass in riesiger Anzahl untaugliche Masken, die keinen Schutz bieten, ausgeliefert und auch nach wie vor eingesetzt werden.

In einem Brief an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bat der VTH im Juli des Jahres, die Fachgremien des Branchenverbandes, der die deutsche Wirtschaft seit 1904 begleitet, in das Krisenmanagement des BMG unter der Leitung von Minister Jens Spahn (CDU) zukünftig einzubinden. Kanzlerin Merkel ließ den VTH im September durch Prof. Dr. Helge Braun, den Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, wissen, dass die Expertise der Fachverbände zur Bewältigung der Herausforderungen der COVID-19-Pandemie zukünftig einen „wertvollen Beitrag“ leisten könne. „Es bleibt abzuwarten, ob diese vage Formulierung in den kommenden Wochen mit Inhalten gefüllt wird“, so Thomas Vierhaus.

-PM VTH Verband Technischer Handel e.V.-