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Die aktuelle sicherheitspolitische Lage in Krisenregionen – Teil 2 Afghanistan, Pakistan, Iran, Jemen und Libanon

Von Prof. Dr. Stefan Goertz, Hochschule des Bundes, Fachbereich Bundespolizei

In mehreren Teilen wird hier die aktuelle sicherheitspolitische Lage in Krisenregionen weltweit untersucht. Im ersten Teil wurden die Bürgerkriegslage im Ost-Kongo, der Bürgerkrieg im Sudan sowie die Gewalteskalationen in Äthiopien besprochen.

In diesem zweiten Teil liegt der Fokus auf der Sicherheitslage in Afghanistan und Pakistan, im Iran, Jemen und Libanon. Spätere Teile werden u.a. die sicherheitspolitische Lage in Israel und den palästinensischen Gebieten sowie in der Ukraine, China und Taiwan beschreiben.

Die Sicherheitslage in Afghanistan

Die Sicherheitslage in Afghanistan ist nach Angaben des Auswärtigen Amts schlecht.1 Seit der erneuten Machtübernahme durch die Taliban am 15.8.2021 ist Deutschland nicht mehr diplomatisch in Afghanistan vertreten, die Deutsche Botschaft Kabul ist geschlossen. Mit ihrer zweiten Machtübernahme stellten die Taliban die Kampfhandlungen gegen die Regierung und ihre Sicherheitskräfte (Militär und Polizei) weitestgehend ein. Dennoch bleibt die Sicherheitslage landesweit insgesamt schlecht. Seit Jahren gibt es in Kabul und in anderen Landesteilen immer wieder schwere terroristische Anschläge, verübt von der jihadistischen Organisation „Islamischer Staat Provinz Khorasan“ (ISPK). Die jihadistischen Anschläge richten sich auch gegen ausländische Staatsangehörige. Zudem besteht nach Angaben des Auswärtigen Amtes die Gefahr, Opfer von Entführungen oder willkürlichen Inhaftierungen zu werden.2 Auch „Kidnapping for Ransom“ durch lokale Warlords – toleriert von den Taliban – ist möglich. Im Mai 2024 beispielsweise wurde drei spanische Touristen Opfer eines jihadistischen Anschlags. Seit 2022 steigen die Zahlen von Touristen in Afghanistan, zunächst waren es 2.000, im Jahr 2023 dann bereits 7.000.

Das Auswärtige Amt rät deutschen und anderen europäischen Reisenden: „Sofern Sie sich trotz Reisewarnung in Afghanistan aufhalten, seien Sie sich der erheblichen Gefährdung bewusst und vergewissern Sie sich eines sorgfältig und professionell ausgearbeiteten Sicherheitskonzepts. Treffen Sie mit Ihren Angehörigen umfassende Vorkehrungen für den Fall, dass Sie z.B. wegen eines Anschlags, einer Entführung oder eines Unfalls nicht wie geplant aus Afghanistan zurückkehren können. Sie sollten beispielsweise Vollmachten für private und berufliche Erledigungen hinterlassen, ein Testament verfassen und Sorgerechtsfragen klären, falls Sie Kinder haben.“3

Nach Angaben des UN World Food Programme erschweren die islamistischen Taliban die Durchführung von humanitärer Hilfe in Afghanistan. Allein im Jahr 2023 habe es 173 Vorfälle gegeben, bei denen humanitären Hilfsmaßnahmen gestört worden seien und es zur vorübergehenden Einstellung von 83 Hilfsprojekten gekommen sei. Unter anderem habe es von Seiten der Taliban Abbrüche von Hilfslieferungen wegen „falscher Kleiderordnung für Frauen“ („nicht genügend verschleiert“) gegeben. Zudem sei es zur Inhaftierung von Mitarbeitern internationaler Hilfsorganisationen und Drohungen gegen weibliche Mitarbeiterinnen gekommen, so das UN World Food Programme. In Afghanistan ist nach Angaben der EU-Kommission mehr als die Hälfte der dort lebenden Menschen auf internationale humanitäre Hilfe angewiesen.4

Angesichts schwerster Verletzungen der Frauenrechte in Afghanistan haben Deutschland, Australien, Kanada, die Niederlande und weitere Staaten im Herbst 2024 entschieden, die De-facto-Regierung der Taliban für Verletzungen der UN-Frauenrechtskonvention verantwortlich machen zu wollen. Seit der Machtübernahme durch die Taliban sind Frauen und Mädchen in Afghanistan schwersten Menschenrechtsverletzungen unterworfen. Verschiedene Dekrete, Verordnungen und andere von der De-facto-Regierung der Taliban ergriffene Maßnahmen verbannen Frauen und Mädchen in gravierender und systematischer Weise aus dem öffentlichen Leben, und unterwerfen sie systematischer geschlechtsspezifischer Diskriminierung. Afghanische Frauen und Mädchen werden sozial, politisch, wirtschaftlich und rechtlich vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und somit ihrer Würde beraubt, so die Außenministerien der Unterzeichnerstaaten.5

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Seit ihrer zweiten Machtübernahme haben die Taliban Afghanistan in das einzige Land der Welt verwandelt, in dem Mädchen und Frauen keinen Zugang zu weiterführenden Schulen oder universitärer Bildung haben. Diese Situation hat sich im Jahr 2024 weiter drastisch verschärft, zeigt ein aktueller Bericht von Human Rights Watch zeigt. Die Taliban haben ihre systematische Unterdrückung der Menschenrechte, vor allem gegenüber Frauen und Mädchen, weiter intensiviert. Strenge Vorschriften schränken ihre Bewegungsfreiheit, Berufstätigkeit und Meinungsäußerung massiv ein.

„Während afghanische Frauen der schwersten Unterdrückung unserer Geschichte ausgesetzt sind, schaut die Welt weiterhin schweigend zu“, erklärt Roya Salimi, afghanische Frauenaktivistin, in einer Videobotschaft. Sie ist Mitglied der Bewegung “Purple Saturdays“ in Afghanistan, eine der letzten Gruppen, die noch kleine Protestaktionen organisiert, vor allem über soziale Medien.6

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 Die Sicherheitslage in Pakistan

Nach einem terroristischen Anschlag am 22.4.2025 in Pahalgam, im indisch verwalteten Teil Kaschmirs, kam es zwischen Indien und Pakistan zu wechselseitigen militärischen Angriffen, auch über die Region Kaschmir hinaus. Am 10.5.2025 einigten sich die pakistanische und indische Regierung dann auf einen Waffenstillstand geeinigt, der inzwischen in Kraft getreten ist. Der Grenzübergang Wagah-Attari zwischen Indien und Pakistan bleibt geschlossen.

Nach den Gefechten mit Pakistan betonte Indiens Premierminister Narendra Modi im Mai 2025, weitere Schritte hingen davon ab, ob Pakistan seine „Terror-Infrastruktur“ beseitigen würde, die für zahlreiche Anschläge in Indien verantwortlich ist. Zugleich warnte der indische Premierminister, sein Land werde keine „nukleare Erpressung“ tolerieren. Seine Regierung werde mit der pakistanischen Regierung nur noch über den Terrorismus und den pakistanisch kontrollierten Teil der Region Kaschmir reden. Indien beansprucht genauso wie Pakistan die gesamte Region für sich, was potenziell noch lange Zeit die sicherheitspolitische Situation instabil macht.7

„Operation Sindoor ist jetzt unsere neue Politik gegen den Terrorismus, eine neue Linie wurde damit gezogen“, erklärte der indische Premierminister. Indien hatte Anfang Mai 2025 als Teil dieser Mission Luftangriffe auf mehrere Ziele in Pakistan und dem pakistanischen Teil Kaschmirs gestartet. Nach eigenen Angaben wurden dabei neun „Terroristenlager“ zerstört.8

Nach dem Terroranschlag im indischen Teil Kaschmirs am 22.4.2025, bei dem 26 Menschen – vor allem indische Touristen – getötet wurden, warf der indische Premierminister der pakistanischen Regierung erneut vor, terroristische Gruppen zu unterstützen. Indien werde künftig „nicht unterscheiden zwischen Terrorismus, der von der Regierung gefördert wird, und den Drahtziehern des Terrorismus“. Falls Pakistan überleben wolle, müsse es terroristische Infrastruktur zerstören. „Es gibt keinen anderen Weg zum Frieden.“ Die pakistanische Regierung bestreitet die Vorwürfe, terroristische Gruppen zu unterstützen.9

In Pakistan kann es jederzeit zu unangekündigten Großdemonstrationen, gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschlägen kommen, in deren Fokus auch ausländische Staatsangehörige stehen können. Ausschreitungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstrierenden sind keine Seltenheit. Zudem muss mit erheblicher Präsenz der Sicherheitskräfte, Kontrollen und Straßenblockaden sowie Einschränkung und Abschaltung des Mobilfunknetzes gerechnet werden, erklärt das deutsche Auswärtige Amt aktuell.10

Die islamistischen, gewaltbereiten pakistanischen Taliban erklärten 2022 einseitig eine mit der pakistanischen Regierung vereinbarte Waffenruhe für beendet und riefen ihre Kämpfer zu Anschlägen im ganzen Land auf. Seitdem wurden vermehrt Terror- und Selbstmordanschläge mit zahlreichen Toten und Verletzten, vor allem in Teilen der Provinzen Khyber Pakthunkhwa und Belutschistan verübt. Auch andere jihadistische Gruppen, beispielsweise der „Islamische Staat Pakistan“ sowie belutschische Gruppen verüben vermehrt Terroranschläge in diesen Regionen.11

Die Anzahl terroristischer Anschläge mit Todesopfern in Pakistan steigt von erhöhtem Niveau aus weiter an. Schwerpunkte sind die Provinzen Khyber Pakhtunkhwa und Belutschistan einschließlich der Provinzhauptstädte Quetta und Peshawar. Die Gefahr terroristischer Anschläge – vor allem durch die pakistanischen Taliban, durch den „ISPK“ und belutschischer Separatisten – meistens durch Sprengstoffanschläge, Selbstmordattentate sowie Angriffe mit Granaten und Schusswaffen – besteht landesweit und mit steigender Tendenz, analysiert das Auswärtige Amt aktuell.12

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Die Sicherheitslage im Iran

Die Sicherheitslage im Iran wird vom deutschen Auswärtigen Amt als volatil und sehr angespannt beschrieben. Für deutsche Staatsangehörige bestehe die konkrete Gefahr, willkürlich festgenommen, verhört und zu langen Haftstrafen verurteilt zu werden. Vor allem Doppelstaater, die neben der deutschen auch die iranische Staatsangehörigkeit besitzen, seien besonders gefährdet, so das AA. Vor Reisen in den Iran wird daher gewarnt („Für Iran besteht eine Reisewarnung, unterlassen Sie Reisen nach Iran“, so das AA aktuell im Juni 2025). In jüngster Vergangenheit kam es zu einer Vielzahl willkürlicher Verhaftungen ausländischer Staatsangehöriger.13

Im Jahr 2019 hatten im Iran Tausende Menschen aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage protestiert, der Staat ging mit Militär, Geheimdiensten und Polizeien brutal gegen sie vor. Heute hat sich die Situation für viele in jeder Hinsicht verschlechtert. Gerade für Frauen ist die Menschenrechtslage noch schlechter geworden.14

Viele iranische Aktivisten und Kritiker haben die Islamische Republik längst verlassen. Andere, wie die Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi, sitzen aktuell im Gefängnis. Menschenrechtsverletzungen im Iran finden häufig statt, ohne jemals an die Öffentlichkeit zu kommen. Im November 2019 schaltete die iranische Regierung gar für mehrere Tage landesweit das Internet ab. Damals protestierten tausende Menschen wegen der schlechten Wirtschaftslage, Auslöser war eine Benzinpreiserhöhung. Schon damals wurden Forderungen nach einem Rücktritt der Regierung laut. Die iranischen Behörden gingen daraufhin mit brutaler Gewalt gegen die Demonstranten vor, laut Amnesty International sollen mehr als 300 Menschen von iranischen Einsatzkräften getötet worden sein. Die US-Regierung – mit geheimdienstlichen Quellen – ging von mehr als 1.000 aus. Iranerinnen und Iraner sprechen seither vom „Blutigen November“. Fünf Jahre später hat sich die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert. Gemäß Zahl der Deutschen Bundesbank verlor der Rial von 2015 bis heute im Vergleich zum Euro mehr als 1.700 Prozent an Wert auf dem Schwarzmarkt, wo Iraner einen besseren Kurs erhalten als in den offiziellen Wechselstuben. Die Inflation hingegen steigt stetig an.15

Nach Angaben von US-Geheimdiensten Ende Mai 2025 könnte der Konflikt zwischen Israel und dem Iran – vornehmlich wegen der Gefahr der Entwicklung nuklearer Kapazitäten –eskalieren. So berichtete der US-Nachrichtensender CNN darüber, dass die israelische Regierung potenziell militärische Angriffe auf die iranischen Atomanlagen plane. Die iranische Regierung und die US-Regierung verhandeln aktuell über eine „Regulierung des iranischen Atomprogramms“.16

Die US-Regierung besteht auf einer vollständigen Einstellung der Urananreicherung in der Islamischen Republik. Mit angereichertem Uran könnte der Iran Atomwaffen bauen. Nach eigenen Angaben strebe der Iran keine Herstellung von Atomwaffen an und widerspricht damit der westlichen Lesart. Die iranische Regierung wolle mit ihrem Atomprogramm „Energie für zivile Zwecke erzeugen“.17 Am 20.5.2025 wies das religiöse und politische Oberhaupt der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, die Forderungen der USA nach einem Stopp der Urananreicherung als „übertrieben und unerhört“ zurück und warnte, dass die Gespräche wahrscheinlich keine Ergebnisse bringen würden.18

Am 7.6.2025 meldete ein iranischer Geheimdienst nach Angaben von iranischen Staatsmedien, dass eine „große Menge sensibler Informationen und Unterlagen aus Israel erlangt worden“ sei. Dazu sollen u.a. Tausende Dokumente über das israelische Nuklearprogramm gehören. Die Nachrichtenagentur Isna verwies lediglich auf die Festnahme zweier israelischer Staatsbürger. Diese waren Ende April 2025 in Israel unter dem Verdacht festgenommen worden, für den Iran geheimdienstlich tätig gewesen zu sein.19

BEIRUT, LEBANON - Mar 28, 2021: Beirut port after the 2020 explosion at sunset in Lebanon
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Die Sicherheitslage im Jemen und im Libanon

Im Jemen herrscht nach Einschätzung der United Nations eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt. Der seit 2015 andauernde bewaffnete Konflikt hat die bereits zuvor kritische Lage im Land noch deutlich verschärft. Mehr als 21,5 der rund 34 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Etwa die Hälfte der Menschen in Jemen hat nicht genug zu essen und rund die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren leidet an akuter Unterernährung, stellen die United Nations aktuell fest. Im Jemen existiert seit vielen Jahren kein einheitlicher Nationalstaat mehr. Die international anerkannte Regierung hat die Kontrolle über weite Teile des Landes an die Huthi-Miliz verloren.

Seit 2015 wird im Jemen ein Mehrfrontenkrieg geführt, in dem von außen vor allem Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate intervenieren. Die Mitte 2024 begonnenen neuen Konsultationen zwischen den Huthis und der international anerkannten jemenitischen Regierung unter Vermittlung der UN zeigen aktuell keine Fortschritte. Seit dem terroristischen Angriff der Hamas auf Israel am 7.10.2023 und der militärischen Reaktion der IDF haben die jemenitischen Huthis zwischen Oktober 2023 und Juni 2024 mehr als 100 Angriffe auf Israel und die internationale Schifffahrt im Roten Meer verübt. Als Reaktion auf diese Angriffe kam es zu militärischen Gegenmaßnahmen der USA, Großbritanniens und Israels auf Ziele in den von den Huthis kontrollierten Gebieten.20

Seit dem 15.3.2025 kommt es wiederholt zu US-Luftangriffen auf Ziele in von der Huthi-Miliz kontrollierten Gebieten im Jemen, auch in der Hauptstadt Sanaa. Es besteht zudem ein Risiko für eine weitere regionale Eskalation und damit einhergehend eine weitere signifikante Verschlechterung der regionalen Sicherheitslage, erklärt das Auswärtige Amt.21

Die mehr als 100 Angriffe auf Israel und die internationale Schifffahrt im Roten Meer haben die Huthis als angebliches Eintreten für die palästinensische Bevölkerung in Gaza dargestellt, was den Huthis eine bis dahin nie dagewesene Popularität in der pro-palästinensischen Bevölkerung der arabischen Welt eingebracht hat. Seit Mitte 2024 kooperieren die Huthis verstärkt mit der vom Iran geführten „Achse des Widerstands“ gegen Israel, darunter der Hisbollah im Libanon sowie der Kata’ib Hisbollah und dem „Islamischen Widerstand“ im Irak.22

Aktuell ist der Jemen in zwei Landesteile gespalten: So steht der bevölkerungsreiche Norden unter der Kontrolle der Huthis. Der Süden und Osten des Landes wiederum stehen unter der sehr fragilen Kontrolle der international anerkannten Regierung (IAR). Diese wird bei ihrem Plan, die politische Macht im Jemen wiederzuerlangen, wiederum seit 2015 von einer von Saudi-Arabien geführten politischen und militärischen Koalition unterstützt. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verfolgen allerdings zunehmend konkurrierende Interessen zu Saudi-Arabien, vor allem im südlichen Jemen, wo mittlerweile große Landesteile mit der Hauptstadt Aden vom „Südübergangsrat“ und den mit ihm affiliierten Sicherheitskräften kontrolliert werden. Der 2017 gegründete Rat strebt mittelfristig die Etablierung eines unabhängigen „Südarabiens“ an. Der Südübergangsrat und die mit ihm verbündeten Sicherheitskräfte werden von den VAE unterstützt.23

Vor Reisen in den Süden des Libanon (in alle Gebiete südlich der Küstenortschaft Jiyeh, einschließlich der Stadt Saida), in die Bekaa-Ebene sowie nach Baalbek-Hermel, das Grenzgebiet zu Syrien, alle palästinensischen Flüchtlingslager sowie die südlichen Vororte von Beirut warnt das Auswärtige Amt im Juni 2025 ausdrücklich. Nach Angaben des deutschen Auswärtigen Amts besteht im Libanon ein erhöhtes Risiko von Terroranschlägen. Entführungen von Menschen aus dem libanesischen Ausland kamen in der Vergangenheit zahlreich vor, vor allem auf den Verbindungsstraßen zwischen der syrischen Grenze und dem Mount Lebanon.24

Ende März 2025 unterzeichneten die neue syrische Regierung und die libanesische Regierung im saudi-arabischen Dschidda ein Abkommen, das verschiedene Mechanismen zur Zusammenarbeit beider Länder vorsieht, um Sicherheitsrisiken entlang der gemeinsamen Grenze zu minimieren. Genauere Inhalte wurden zunächst nicht bekannt. Zuvor war es an der syrisch-libanesischen Grenze zu Gefechten zwischen syrischen Soldaten und der libanesischen Miliz Hizb Allah gekommen, bei denen zehn Menschen getötet wurden. Die neue syrische Regierung Behörden hatte Hizb Allah beschuldigt, drei syrische Soldaten in den Libanon entführt und getötet zu haben. Die proiranische Miliz Hizb Allah, die ein Verbündeter des im Dezember 2024 gestürzten syrischen Machthabers Baschar al-Assad war, wies den Vorwurf zurück.25

Nach dem Hamas-Terrorangriff auf Israel am 7.10.2023 schloss sich die Hizb Allah dem Kampf gegen den jüdischen Staat an, feuerte Raketen auf Israel und erzwang damit die Evakuierung Hunderttausender im Norden Israels. Als Folge darauf wurde sie von den israelischen Streitkräften sowohl mit Luftschlägen als auch eine Bodenoffensive massiv angegriffen.

Über Jahrzehnte hatte die vom Iran finanzierte Miliz Hizb Allah den Libanon militärisch fest im Griff. Der neue libanesische Staatspräsident Joseph Aoun will das staatliche Gewaltmonopol wieder herstellen. Als ihn das libanesische Parlament im Januar 2025 wählte, kündigte der frühere General den „Beginn einer neuen Ära“ an und versprach das „staatliche Gewaltmonopol überall im Land wiederherzustellen.“ Was übersetzt bedeutet, dass er den militärischen Einfluss der vom Iran unterstützten schiitischen Miliz Hizb Allah im Land eindämmen will.

 

Die aktuelle sicherheitspolitische Lage in Krisenregionen – Teil 1 Afrika 

Die aktuelle sicherheitspolitische Lage in Krisenregionen – Teil 3: Der Nahostkonflikt, der Russland-Ukraine Krieg sowie der China-Taiwan-Konflikt

 

Quellen:

1  Vgl. https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/afghanistan-node/afghanistansicherheit-204692#content_0 (7.6.2025).
2  Vgl. ebd.
3  Vgl. ebd.
4  Vgl. https://www.aerzteblatt.de/news/taliban-sollen-humanitaere-hilfe-in-afghanistan-erschweren-cfac3e60-513b-4fee-b70a-6dcbc4654e85 (7.6.2025).
5  Vgl. https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/asien/asienpazifik/cedaw-2693644 (7.6.2025).
6  Vgl. https://www.dw.com/de/us-k%C3%BCrzungen-harter-schlag-f%C3%BCr-frauen-in-afghanistan/a-72053330 (7.6.2025).
7  Vgl. https://www.handelsblatt.com/politik/international/kaschmir-konflikt-modi-erwartet-von-pakistan-ein-ende-der-terror-infrastruktur/100127888.html (7.6.2025).
8  Vgl. ebd.
9  Vgl. ebd.
10  Vgl. https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/pakistan-node/pakistansicherheit-204974 (7.6.2025).
11  Vgl. ebd.
12  Vgl. ebd.
13  Vgl. https://www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/iransicherheit-202396 (7.6.2025).
14  Vgl. https://www.tagesschau.de/ausland/asien/proteste-menschenrechte-iran-100.html (7.6.2025).
15  Vgl. ebd.
16  Vgl. https://www.fr.de/politik/us-geheimdienst-israel-koennte-iran-attackieren-zr-93743857.html (7.6.2025).
17  Vgl. ebd.
18  Vgl. ebd.
19  Vgl. https://www.deutschlandfunk.de/iran-meldet-erfolgreiche-geheimdienstoperation-in-israel-102.html (7.6.2025).
20  Vgl. https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-konflikte/54611/jemen/ (8.6.2025).
21  Vgl. https://www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/jemensicherheit-202260 (7.6.2025).
22  Vgl. Vgl. https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-konflikte/54611/jemen/ (8.6.2025).
23  Vgl. ebd.
24  Vgl. https://www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit/libanonsicherheit-204048 (8.6.2025).
25  Vgl. https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-03/syrien-libanon-abkommen-grenzsicherheit (8.6.2025).

 

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Hohe strukturelle und konzeptionelle Qualität erforderlich

Deutscher Expertenrat Besuchersicherheit (DEB) fordert intensive Aufklärungsarbeit

Der Deutsche Expertenrat Besuchersicherheit (DEB) weiß um die vielfältigen Herausforderungen, denen sich Veranstalter stellen müssen.

Mit der Richtlinie für Veranstaltungssicherheit (VaSi-Ri) gibt der DEB lösungsorientierte Empfehlungen, die dabei helfen sollen, ein belastbares und anpassungsfähiges Sicherheitsniveau zu schaffen – unabhängig von Veranstaltungsgröße, Ort oder Format.

Grundsicherheit bildet das Fundament jeder erfolgreichen Veranstaltung. Brandschutz, Evakuierung, Panikprävention, medizinischer Erstversorgung und Arbeitsschutz sind dabei zentrale Säulen. Die besten Terrorabwehrmaßnahmen nützen wenig, wenn diese Basis nicht gegeben ist. Deshalb betont der DEB: „Nur wenn Grundsicherheit, Betreiberverantwortung, resiliente Strukturen und qualifiziertes Personalineinandergreifen, entsteht eine robuste Sicherheitsarchitektur – sowohl im Innenbereich als auch im öffentlichen Raum.

„Sicherheit ist keine Frage der Veranstaltungsgröße, sondern der strukturellen und konzeptionellen Qualität. Besonders bei Veranstaltungen zwischen 200 und 1.000 Besuchern erleben wir oft ein gefährliches Spannungsfeld: Sie sind zu groß für Improvisation, aber zu klein für systematische Planung. Hier braucht es intensive Aufklärungsarbeit“, erklärt Olaf Jastrob, Vorsitzender des DEB.

Ein weitverbreitetes Missverständnis besteht im Umgang mit dem Begriff „Sicherheitskonzept“: Viele Veranstalter setzen fälschlicherweise voraus, dass schon ein Sicherheitskonzept allein eine sichere Veranstaltung garantiert. Doch es dient in erster Linie dem Schutz der Besucher und beschreibt Maßnahmen zur Besuchersicherheit. Ein Sicherheitskonzept ersetzt weder die Betreiberverantwortung noch gewährleistet es automatisch die Sicherheit aller Beteiligten wie Mitarbeitende, Aufbauhelfer oder technische Anlagen. Sicherheit ist ein komplexes System aus vielen Bausteinen – das Konzept ist nur ein Teil davon.

Der DEB sieht die Herausforderungen für kleine bis mittelgroße Veranstaltungen (200 bis 1.000 Besucher) in Gebäuden in vier wesentlichen Punkten:

  • Unklare Schwellenwerte der Muster-Versammlungsstättenverordnung (MVStättVO) – Unsicherheit über Pflichten
  • Fehlende professionelle Sicherheitsstrukturen – keine klaren Zuständigkeiten
  • Nicht abgestimmte Betreiberverantwortung – mangelnde Integration von Eigentümern
  • Mangel an geschultem Personal – unzureichende Vorbereitung von Ordnern und Helfern

Auch die Großveranstaltungen (ab 1.000 Besuchern) stehen vor wesentlichen Herausforderungen:

  • Komplexe Sicherheitskonzepte – hohe Anforderungen an Planung und Berechnung
  • Schnittstellenmanagement - viele Akteure, hohe Kommunikationsanforderungen
  • Panikprävention und Crowd Management - professionelle Steuerung notwendig
  • Aktuelle Bedrohungslagen – Schutz vor Terror, Cyberangiffen und Desinformation

Veranstaltungen im öffentlichen Raum haben es mit anderen Herausforderungen zu tun. Kleine bis mittelgroße Veranstaltungen (200 bis 1.000 Besucher):

  • Vielfältige Veranstaltungsformen – individuelle Risikoprofile je nach Ort
  • Unterschiedliche Genehmigungsprozesse – fehlendes Wissen über Anforderungen
  • Wetterabhängigkeit – mangelnde Notfallplanung bei Witterungseinflüssen
  • Unterschätzter Anforderungen an Grundsicherheit – z. B. Evakuierung, Erste Hilfe

Herausforderungen für Großveranstaltungen (über 1.000 Besucher bis zu mehreren Zehntausend) im öffentlichen Raum:

  • Unkontrollierbare Flächen – schwierige Steuerung von Personenflüssen
  • Resiliente Strukturen erforderlich – Technik und Infrastruktur müssen auch im Störfall funktionieren
  • Zusammenarbeit mit Behörden – Koordination mit Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt etc.
  • Erhöhte Bedrohungslagen – erfordern Awareness, Zutrittskontrollen, Kommunikation und Prävention

Um diesen Anforderungen angemessen zu begegnen, hat der DEB die Richtlinie für Veranstaltungssicherheit (VASI-RI) entwickelt. Sie bietet eine strukturierte und praxisnahe Grundlage für Veranstalter, Betreiber, Behörden und Sicherheitsverantwortliche. Sie schafft ein einheitliches Verständnis von Sicherheitsanforderungen und stärkt damit systematisch die Resilienz von Veranstaltungen.

-PM DEB-

 

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Leichter Schutz ohne Panzerung

Vehicle Light Protection Kit (VLPK)

Innovatives Fahrzeugschutzkonzept der Hutchinson GmbH

Von Michael Bühler/Thomas Lay

Die Sicherheitslage und damit die Anforderungen an Behörden und Polizei haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Terrorismus, organisierte Kriminalität, aber auch zunehmende Aggression in der täglichen Arbeit stellen Polizei, Rettungsdienste und andere Behörden vor immer komplexere Herausforderungen.

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass die Medien von derartigen Vorfällen berichten. Ihren Gegenpart findet diese Situation im privaten Bereich. Angesichts der als immer bedrohlicher wahrgenommenen Umwelt, wächst z. B. bei Personen des öffentlichen Lebens, das Bedürfnis, sich und die Familie zu schützen. Diese Entwicklung muss auch eine Antwort in einer neuen Generation von geschützten Fahrzeugen finden: flexibel, schnell, effizient und bezahlbar, gleichzeitig in kritischen Situationen Sicherheit für Insassen und Einsatz bietend.

In einer umfassenden Analyse ist die Hutchinson GmbH zu dem Ergebnis gelangt, dass der derzeitige Markt eine solche Lösung nicht bereithält: entweder ein Fahrzeug ist komplett ungeschützt oder vollständig gepanzert - ein breiter Bereich an Verbraucherbedürfnissen mit Fokus auf den Schutzlevel VR2 (9mm Luger) bis VR4 (.44 Magnum) wird nicht adäquat abgedeckt, da eine klassische Fahrzeugpanzerung nicht nur zu teuer, sondern auch zu schwer ist. Das Fahrzeughandling entspricht nicht mehr der Norm, Einsatzfähigkeit auf der einen, Alltagstauglichkeit auf der anderen Seite sind deutlich eingeschränkt.

Es bedarf also eines innovativen Fahrzeugschutzkonzeptes, einer Lösung, die nicht auf die Extreme setzt, sondern den bislang unbedienten Sweet Spot des Marktes abdeckt. Hier setzt das Vehicle Light Protection Kit (VLPK) der Hutchinson GmbH an, das gezielt entwickelt wurde, um diese Marktlücke zu schließen und den Bedürfnissen der Zielgruppen gerecht zu werden.

Das Konzept des VLPK besteht aus einer Kombination verschiedener Schutzkomponenten, die aus einem Serienfahrzeug ein unauffälliges und dennoch geschütztes Modell machen und dabei das Gewicht nicht aus den Augen verliert. Kernstück ist dabei der modulare Aufbau des VLPK: unter Berücksichtigung von Einsatzgebiet und Bedrohungslage werden nur besonders gefährdete Fahrzeugteile wie Türen, Scheiben und Motorraum zielgerichtet und effektiv geschützt; wirkungsarmes Zusatzgewicht bleibt außen vor. Neben einem unproblematischen Fahrzeughandling, erlaubt das VLPK-Konzept damit eine höhere Zuladung, eine größere Reichweite, einen geringeren Verschleiß, höhere Effizienz und einen kleineren ökologischen Fußabdruck.

VLPK: Leichtschutz für Karosserieteile

Ausgehend von Basisfahrzeug und gefordertem ballistischem Schutzlevel, werden innovative Leichtschutzpannels bestehend aus einer Kombination von Textil- und Kompositmaterialien designt, deren Fertigung je nach Fahrzeuggeometrie und im Fahrzeug verbauter Technik aus vorhandenen oder speziell erstellten Formwerkzeugen erfolgt.

Die leichten und dennoch extrem widerstandsfähigen Pannels werden zum Schutz der Insassen in Türen und Karosserieteile integriert und ihre Stärke an definiertem Schutzkaliber und zwischen Karosserie und Verkleidung verfügbarem Bauraum ausgerichtet. Eventuelle durch das Fahrzeugdesign bedingte Einschränkungen werden durch den Einsatz speziell geformter Teile und/oder der Verwendung von alternativen Materialien kompensiert. Das geschützte Fahrzeug selbst bleibt von außen optisch unauffällig, was es für potenzielle Angreifer schwieriger macht, es als solches zu identifizieren.

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VLPK: Glas

Bei der Glasentwicklung für das VLPK-Konzept verfolgt Hutchinson zwei Ansätze, die je nach Einsatzgebiet Anwendung finden.

In Kooperation mit einem renommierten Hersteller geschützter Scheiben haben wir eine Formulierung entwickelt, die bei identischer Schutzwirkung dünner als die derzeit marktverfügbaren Produkte sind. Strukturelle Nacharbeiten am Fahrzeug entfallen so in den meisten Fällen und der erzielte Gewichtsvorteil erlaubt die unveränderte Nutzung vorhandener Scheibenheber.

Für weitere Einsatz- und Nutzungsspektren, um zum Beispiel einen Vandalismusschutz zu erreichen, wurden ebenfalls im Rahmen einer Kooperation spezielle Polycarbonatscheiben entwickelt.

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VLPK: Hohlraumschutz

© Hutchinson GmbHSpezielle Techniken fordert der Schutz von kritischen Fahrzeughohlräumen (z. B. A/B/C-Säulen). Beim VLPK-Konzept liegt die Antwort auf diese Herausforderung in der Kombination von extrem reißfesten mit energieabsorbierenden Materialien. Dazu sind verschiedene chemische Reaktionen notwendig, um seine außergewöhnliche Festigkeit und Widerstandsfähigkeit, effektiv gegen Durchschüsse und Splitter, zu erreichen. Gleichzeitig bietet es maximale Flexibilität hinsichtlich der geometrischen Anforderungen bei einfacher Einbringung über vorhandene oder speziell geschaffene Arbeitsöffnungen.

Durch Variation von Dicke, Dichte und Länge der Fasern sowie Zusammensetzung des Aktivators ermöglicht dieses ultraleichte Material maßgeschneiderte und langfristig wartungsfreie Schutzlösungen für verschiedene Bedrohungskaliber bei geringem Zusatzgewicht und Verbesserung der strukturellen Integrität des Fahrzeuges.

 

 

VLPK: FRC

Feuerhemmende Beschichtungen für Fahrzeuge sind ein wesentlicher Bestandteil moderner Schutzkonzepte. Das Hutchinson Fire Retardant Coating (FRC) verhindert die Ausbreitung von Feuer und reduziert die Entflammbarkeit von Fahrzeugkomponenten sowie den Temperaturanstieg im Fahrzeuginnenraum drastisch, wodurch die bedrohten Fahrzeuginsassen Zeit für eine angemessene Reaktion gewinnen.

Dies wird erreicht, durch den Einsatz von Materialien, welche mit Volumenvergrößerung und damit der Bildung einer isolierenden Schutzschicht auf Temperaturanstieg reagieren. Das Hutchinson FRC selbst ist nicht brennbar und eignet sich u. a. zum Auftrag auf Karosserieteile, Innen- und Motorraum.

Fordert der Verwendungszweck des Fahrzeuges eine definierte Optik wie bei Einsatzfahrzeugen von Polizei, Feuerwehr etc., kann das FRC foliert oder überlackiert werden.

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VLPK: Notlaufelemente

Mehrteilige Notlaufsysteme von Hutchinson wurden entwickelt, um Sicherheit und Mobilität von Fahrzeugen bei Beschuss oder im Fall einer Reifenpanne zu gewährleisten. Diese Systeme werden auf Standardfelgen und mit handelsüblichen Reifen verbaut und ermöglichen die Weiterfahrt selbst bei vollständigem Druckverlust im Reifen.

Die hervorragende ballistische Beständigkeit der Hutchinson-Notlaufsysteme und der generierte Mobilitätserhalt sind besonders wichtig für Fahrzeuge, die potentiell Beschuss oder anderen Bedrohungsszenarien ausgesetzt sind.

Im Falle einer Reifenschädigung trägt das Notlaufsystem das Fahrzeuggewicht und verhindert ein komplettes Lösen des Reifens. Das Fahrzeug bleibt beherrschbar, indem Traktion und Steuerung gewährleistet bleiben. Der Fahrer kann den Gefahrenbereich verlassen, um einen geschützten Bereich anzusteuern. Natürlich funktionieren Hutchinson Notlaufsysteme auch bei klassischen Reifenpannen und ermöglichen das Erreichen einer Werkstatt.

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VLPK: SafeTank

Auch die leistungsfähigsten Notlaufsysteme allein garantieren aber noch nicht die im Zweifelsfall für die Insassen überlebenswichtige Mobilität eines Fahrzeugs. Um die unmittelbare Gefahrensituation verlassen zu können, ist im Rahmen eines ganzheitlichen Fahrzeugschutzkonzepts, ein effektiver Auslaufschutz für den Kraftstofftank unerlässlich.

Diesen bietet die Hutchinson Safetank-Beschichtung: außen auf den Tank aufgebracht und mit einer abschließenden chemikalien- und kraftstoffresistenten Polyurethanschicht versiegelt, reagiert sie bei Perforation des Tankes, z. B. durch Beschuss, mit dem zunächst austretenden Kraftstoff und verschließt den Tank innerhalb kürzester Zeit verlässlich.

Die Hutchinson-Safetank-Beschichtung kann auf alle gängigen Basismaterialien von Kraftstofftanks aufgebracht und über ihre Stärke an das geforderte Schutzniveau angepasst werden. Dabei eignet sie sich auch für komplexe Tankgeometrien und – essentiell für das Gesamtkonzept VLPK – die Safetank-Beschichtung ist extrem leicht.

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VLPK: ExploShield

Ergänzt wird der Tankschutz durch das Hutchinson ExploShield, eine Technologie, die entwickelt wurde, um die Sicherheit von Fahrzeugen zu erhöhen, indem sie Explosionen in Kraftstofftanks verhindert. Gefertigt wird ExploShield aus einer speziellen Aluminiumlegierung, die in Form einer Metallgittereinlage den Kraftstofftank komplett ausfüllt und somit den Gasraum so fragmentiert, dass eine Entzündung ausgeschlossen wird. Als Nebeneffekt bremst Hutchinson ExploShield zudem eintretende Projektile. ExploShield in Form kleiner Mesh Balls erlaubt eine Befüllung durch bestehende Tanköffnungen und ein komplettes Befüllen auch von Tanks mit komplexen Geometrien. Dabei ist die Volumenreduktion minimal, sie liegt im Bereich von 1-2% und auch Zusatzgewicht wird nur in äußerts geringem Maß hinzugefügt.

VLPK: Einbau

Idealerweise erfolgt der Einbau des VLPK-Schutzsystems durch die Werkstatt des Nutzers oder einen beauftragten Fahrzeugbauer. Fahrzeugherstellern ermöglichen wir durch Direktanlieferung ans Band eine Umrüstung in Serie. Hutchinson liefert hierfür das Schutzkit angepasst an das Fahrzeug sowie den zugehörigen Einbauplan. Eine umfassende Schulung durch Hutchinson-Fachpersonal ist Teil des Konzepts.

VLPK: Fahrzeuganpassungen

Für die Evaluierung eines VLPK werden Fahrzeugspezifikation und gewünschtes Schutzlevel zugrunde gelegt und deren Umsetzbarkeit am Kundenfahrzeug selbst geprüft. In diesem Prozess herrscht ein stetiger Austausch mit dem Kunden. So wird sichergestellt, dass das Schutzkonzept den Vorstellungen und Forderungen des Kunden in allen Teilen entspricht.

Neben den ausführlich beschriebenen technischen Vorteilen durch optimiertes Gewicht und auf ein Minimum reduzierte Eingriffe in die Fahrzeugstruktur bietet das VLPK-Schutzkonzept auch bemerkenswerte wirtschaftliche Vorteile. Herkömmliche gepanzerte Fahrzeuge sind nicht nur teuer in der Anschaffung, sondern verursachen auch langfristige Kosten durch erhöhten Kraftstoffverbrauch, zusätzliche Wartung und geringere Lebensdauer. Das erhebliche Zusatzgewicht durch die Panzerung führt zu erhöhtem Verschleiß an zahlreichen Bauteilen und damit erhöhtem Reparaturbedarf.

Das VLPK hingegen minimiert die „Nebenwirkungen“ eines effektiven Insassenschutzes. Hochmoderne Materialien, die gleichzeitig leicht und widerstandsfähig sind, lassen den Verschleiß nicht über die Norm für ungeschützte Fahrzeuge steigen. Auch Kraftstoffverbrauch und Wartungskosten bleiben nahezu unverändert. Die Sicherheit von Fahrzeugen zum Schutz von Mitarbeitern und Familie wird also für Behörden, Unternehmen und Privatpersonen in Anschaffung und Unterhalt erschwinglich.

Das VLPK kann für alle Fahrzeugtypen adaptiert werden, ohne dabei die grundlegende Struktur oder Funktion des Fahrzeugs zu verändern. Die Modularität des VLPK erlaubt es, dort Schutz einzubringen, wo er gewünscht und gefordert wird. Moderne Materialien und Technologien ermöglichen einen effektiven Schutz vor einer Vielzahl von Bedrohungen, wie Beschuss durch leichte Feuerwaffen, Steinwürfe oder andere Arten physischer Gewalt, bei Erhalt von Mobilität und normalem Handling durch nur geringes Zusatzgewicht.

 

Die Bundeswehr. Von der Wiederbewaffnung bis zur Zeitenwende.

Sönke Neitzel,
C. H. Beck Verlag, München 2025,
128 Seiten.
ISBN 3-406-83051-8.
12 €.
© R. Scholzen
Sönke Neitzel lehrt als Professor für „Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt“ an der Universität Potsdam. Für großes öffentliches Interesse sorgte sein Buch „Deutsche Krieger“, in dem er die Militärgeschichte von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart beschreibt.

Seither ist er, wie man so gerne sagt, bekannt durch Funk und Fernsehen. Ja mehr noch. Neitzel ist eine Instanz, wenn es um Fragen des Militärischen geht. Journalisten befragen ihn gern und oft zum Krieg in der Ukraine, zur Wehrpflicht in Deutschland oder zur zukünftigen Personalrekrutierung der Bundeswehr.

Das hier zu besprechende Buch „Die Bundeswehr“ könnte man als Ausgliederung aus seinem Opus magnum „Deutsche Krieger“ sehen. Der Autor selbst verführt in seinem Prolog zu dieser Deutung, indem er dort ausdrücklich auf sein großes Werk hinweist und das dicke Buch als Basis für das dünne Bändchen bezeichnet. Frei von Eitelkeit ist Neitzel ganz offensichtlich nicht.

Wer das hier zu besprechende Buch jedoch als „weniger vom Gleichen“ deutet, liegt falsch. Neitzels in der Reihe C. H. Beck Wissen erschienener Band beeindruckt durch die klare Struktur. Eingeteilt in drei Kapitel – „Kalter Krieg“, „Out-of-Area“ und „Zeitenwende“ beschreibt es chronologisch die Entwicklung der Bundeswehr von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Auf den ersten Blick erscheint diese Gliederung alternativlos. Das ist übrigens ein Merkmal für gelungene Sachbücher: Sie überzeugen durch die Geradlinigkeit des Gedankengangs, indem sie den Leser entlang eines roten Fadens durch das Thema führen. Drei Handlungsfelder stellt der Autor in den Mittelpunkt seiner Betrachtung, indem er das Spannungsfeld aufzeigt, das sich aus „außen- und innenpolitischen sowie militärischen Anforderungen“ ergibt.

Neitzels Darstellungen zeichnet eine klare Sprache aus. Der Autor packt zu und verdichtet. Das ist ohne Frage erforderlich in einem Bändchen von 128 Seiten. Da muss man rasch auf den Punkt kommen, darf sich nicht in einem Zuviel an „Sowohl-als-auch“ und „Einerseits-Andererseits“ verlieren. Zudem muss man treffsicher auswählen und Wichtiges von Unwichtigem trennen. Dazu muss man das Ganze im Blick haben, nicht nur Teile. Neitzel verfügt über das notwendige breite Wissen und kann daher sachgerecht gewichten, was sich bereits in der Gliederung zeigt. Den „Kalten Krieg“ handelt er auf 41 Seiten ab. Die Auslandseinsätze – Neitzel bezeichnet sie als „Out-of-Area“ – beschreibt er auf 56 Seiten und für die Zeitenwende bleiben dann noch 25 Seiten. Hinzu kommen Vor- und Nachwort, Bibliographie und ein Abkürzungsverzeichnis.

Diese Aufteilung mag manchen Leser überraschen; denn Neitzel ist Historiker. Er befasst sich somit per Definition mit abgeschlossenen, historischen Ereignissen. Dass die Zeitenwende ein nicht abgeschlossenes Kapitel ist, bedarf keiner weiteren Erklärung. Blickt man auf die aktuelle deutsche Politik – die Innen- und die Außenpolitik und die Entscheidungen im Verteidigungsministerium – dann ist im Frühjahr 2025 wenig gewiss, vieles befindet sich in Entscheidungsprozessen. Neitzel sieht das nicht anders. Folgerichtig überschreibt er ein Unterkapitel mit „Vom Zaudern der Politik“. Neitzel kann mit der deutschen Sprache virtuos umgehen, wenn er „zaudern“ schreibt, dann meint er es auch so.

Hier und da übermannt den Autor sein Eifer oder er verliert die kritische Distanz. So stellt er fest: „Die Jahre unter Annegret Kramp-Karrenbauer (2019/21) und Christine Lambrecht (2021/23) waren eine verlorene Zeit.“ Einige Seiten zuvor stellte er zu AKK noch fest, unter ihr habe sich die Tonalität spürbar verändert. Gescheitert sei sie jedoch an dem „erbitterten Widerstand der SPD, die sich jeder Aufwertung des Militärischen entgegenstellte.“ Solche Widersprüche sind schwer zu erklären. Mag sein, dass in der obersten hierarchischen Ebene der Truppe AKK mitunter kritisch gesehen wurde, was an ihren Reformansätzen gelegen haben mag, die auch vor Generälen und Admirälen nicht Halt machen wollten. Unter den wenigen deutschen Bundeswehrsoldaten, die man mit gutem Gewissen der kämpfenden Truppe zurechnen darf, sehen die Bewertungen der Ministerinnen anders aus. Da wird Ursula von der Leyen bestenfalls mitleidig belächelt – man erinnert sich in einer Einheit noch heute an ihre juvenile Begeisterung bei einem Tandemsprung –, Christine Lambrecht erntet dort nichts anderes als Verachtung wegen ihres Desinteresses für die Sache und die Personen und AKK unterstellt man, sie habe Gutes begonnen, leider habe ihr die Zeit gefehlt, dies umzusetzen.

Der Verfasser stellt zu Recht fest, dass sich „die Zeitenwende am schnellsten in den klassischen Rundfunk- und Printmedien vollzog“. Am weitesten hinken die Universitäten hinterher. Neitzel ist sicher, an den Hochschulen „und gerade in den Geisteswissenschaften gibt es noch ein pazifistisches Milieu.“ Beharrungskräfte sieht Neitzel aber auch in der Politik, beim Militär und in der Bürokratie. Ein wenig jovial stellt er jedoch ermutigend fest: „Allerdings sei daran erinnert, dass alle Strukturen und Regeln menschengemacht sind. Und Menschen können sich auch verändern.“

In der Summe ist dies eine vollends gelungene Einführung in die Geschichte und Gegenwart der Bundeswehr. Leser, die sich zum ersten Mal näher mit der Verteidigung Deutschlands beschäftigen wollen, bekommen auf 128 Seiten einen durchaus facettenreichen Überblick, der die Problembereiche nicht ausklammert. Wer sich besser in der Materie auskennt, wird die Zuspitzungen des Autors schätzen: Man muss diese nicht alle teilen, aber sie regen zum intensiven Nachdenken an.

Das Lektorat hat aufmerksam gearbeitet. Daher sticht es umso mehr ins Auge, dass an zwei Stellen der Angriff Russlands auf die Ukraine auf den 24. Februar 2024 gelegt wird. Die Zeit vergeht schnell, in dem noch friedlichen Teil Europas.

-Von Dr. Reinhard Scholzen-

 

Die EPD bietet sowohl Unternehmen als auch Verbrauchern ein vertrauenswürdiges und standardisiertes Instrument zur Bewertung der Umweltauswirkungen der Salto Neo Zylinder.
© Salto

Salto erhält Umweltproduktdeklaration (EPD) für Portfolio der digitalen Neo Zylinder

Die Salto Neo Zylinder sind in allen Ausführungen von einer unabhängigen Stelle im Rahmen einer Umweltproduktdeklaration (EPD) bewertet worden.

Die EPD gilt für alle europäischen, skandinavischen, schweizerischen, britischen und amerikanischen Varianten der digitalen Schließzylinder.

 Eine EPD ist ein von einer unabhängigen Stelle beglaubigtes Dokument, das einen transparenten und detaillierten Überblick über die Umweltauswirkungen eines Produkts während seines gesamten Lebenszyklus gibt – von der Materialgewinnung über die Herstellung bis hin zur Entsorgung am Ende der Lebensdauer. EPDs bieten sowohl Unternehmen als auch Verbrauchern ein vertrauenswürdiges und standardisiertes Instrument zur Bewertung der Umweltauswirkungen eines Produkts.

 Für Architekten, Planer, Anwender und weitere Fachleute aus der Bauwirtschaft liefert die Quantifizierung der Umweltbelastung eines Produkts durch EPDs wichtige Grundlagen für nachhaltige Entscheidungen. Außerdem gewährleistet sie die Einhaltung von Standards für umweltfreundliches Bauen und ökologische Bauweisen.

 Die einfach zu installierenden Neo Zylinder ersetzen mechanische Zylinder und passen dank vielfältiger Modelloptionen an jede Tür – egal ob neu oder im Bestand. Sie bringen alle Vorteile einer kabellosen Zutrittskontrolle mit sich und funktionieren nahtlos mit virtuellem Netzwerk (SVN und SVN-Flex), Funkvernetzung (BLUEnet) sowie Mobile Access (JustIN Mobile). Die Sicherheitsanforderungen von Anwendern, Mitarbeitern und Besuchern in verschiedensten Gebäuden werden damit in nahtlosen, schlüssellosen Lösungen umgesetzt. Die Neo Zylinder sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich und bieten unzählige Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung, um projektspezifische Anforderungen zu erfüllen. Sie eignen sich somit für vielfältige Anwendungen in Wohn-, Gewerbe-, Bildungs-, Gesundheits- und Büroanwendungen – besonders auch bei Nachrüstungsprojekten.

 Die EPD-Verifizierung für die elektronischen Zylinder der Salto Neo Reihe ist Teil der umfassenden Umweltstrategie von Salto, deren Schwerpunkt auf der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens liegt. Das umfasst u.a. die Aspekte Langlebigkeit und Recyclingfähigkeit für eine lange Lebensdauer und Reduzierung des Abfallaufkommens sowie eine umweltfreundliche Fertigung. Die Produktionsstätten von Salto sind nach ISO 14001 zertifiziert und nutzen zu 100 % erneuerbare Energien für energieeffiziente Produktionsprozesse. Hinzu kommt eine umweltfreundliche Verpackung, deren Materialien zu 98 % recycelt und FSC-zertifiziert sind. Salto nutzt außerdem CO2-arme Versandmethoden.

Mehr Informationen zu den Salto Neo Zylindern:
https://saltosystems.com/de-de/produkte/elektronische-zylinder/salto-neo-zylinder/

Mehr Informationen zu den Zertifizierungen von Salto:
https://saltosystems.com/de-de/zertifizierungen/

Mehr Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie von Salto:

https://saltosystems.com/de-de/nachhaltigkeit-esg/

-PM Salto-

 

© Geodaten:DFS, BKG (2023)

Hobby-Drohne behinderte Rettungshubschrauber

Drohnen-Camp startet Sicherheitsinitiative

Nach einem kritischen Vorfall Anfang Mai, bei dem eine privat geflogene Drohne den Start eines Rettungshubschraubers in Rheinland-Pfalz blockierte, startet Drohnen-Camp.de – eines der führenden Fachportale für Drohnenpiloten in Deutschland – eine bundesweite Initiative für verantwortungsvolles Drohnenfliegen.

Kern der Kampagne ist ein partizipativ erarbeiteter Verhaltenskodex, der erstmals gemeinsam mit Piloten entwickelt wird. Ziel ist es, Regeln klarer zu vermitteln, Sicherheitsbewusstsein zu stärken und praxisnahe Standards zu etablieren, die über gesetzliche Vorgaben hinausgehen. In den kommenden Wochen werden hierzu praxisnahe Materialien, leicht verständliche Darstellungen und Handlungsempfehlungen veröffentlicht.

Technik darf Sicherheit nicht gefährden

„Auch wenn solche Zwischenfälle Einzelfälle bleiben, zeigen sie, wie schnell fehlendes Wissen im Ernstfall zu realen Gefahren führen kann. Technische Möglichkeiten dürfen niemals über der Sicherheit stehen. Wäre der Pilot innerhalb der Sichtweitenregel geblieben, hätte sich der Vorfall vermeiden lassen. Viele Piloten kennen die Regeln, doch es braucht klare, gemeinsam getragene Lösungen. Darum setzen wir auf Dialog“, sagt Francis Markert, Prüfer für Drohnenführerscheine und Mitgründer des Fachportals Drohnen-Camp. Auch grundlegende Themen wie Versicherungspflicht, Mindestabstände oder Flugverbotszonen würden häufig unterschätzt.

Sechs grundlegende Regeln für Drohnenpiloten in Deutschland

Damit Drohnenflüge sicher und rechtlich zulässig bleiben, müssen klare Regeln beachtet werden. Diese sechs Vorgaben gelten aktuell in Deutschland:

  • Registrierungspflicht: Betreiber von Kamera-Drohnen müssen sich beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren.
  • Sichtweite: Drohne muss im Flug gut erkennbar sein (Richtwert von 150 Metern, je nach Modell).
  • Flugverbote: U. a. über Unfallorten, Rettungseinsätzen, Menschenansammlungen und Flugplätzen.
  • Maximalflughöhe: 120 Meter über Grund.
  • Haftpflichtversicherung: Obligatorisch – private Policen decken Drohnenflüge oft nicht ausreichend ab.
  • Qualifikation: Je nach Drohnentyp sind spezielle Schulungen und Prüfungen notwendig
  • Flugbeschränkungsgebiete: Bis zu 2 Jahre Haft bei unerlaubten Flügen

Ein oft unterschätzter Sonderfall sind sogenannte ED-Rs (Flugbeschränkungsgebiete). Diese schützen kritische Infrastruktur, Regierungseinrichtungen oder Großereignisse – etwa rund um das Berliner Regierungsviertel oder bei politischen Gipfeltreffen.

Wer dort ohne ausdrückliche Genehmigung fliegt, riskiert nicht nur hohe Bußgelder, sondern kann sich strafbar machen. Bei Verstößen droht sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.

Rechtliche Informationen:

-PM © Drohnen-Camp.de-

 

RTE Robot AX
© Rosenbauer International AG

RTE Robot AX mit größerem Aktionsradius dank intelligenter Technologie

Neue „Autonomous Execution“-Funktion ermöglicht sichere Steuerung außer Sicht

Das multifunktionale Raupenfahrzeug RTE Robot von Rosenbauer ist ab sofort mit „Autonomous Execution“-Funktion erhältlich.

Dabei handelt es sich um ein System integrierter Kameras, mit dem das Fahrzeug selbstständig auf Gegebenheiten im direkten Arbeitsumfeld reagieren kann. So ist auch außerhalb der Sichtweite eine sichere Steuerung möglich. Automatisierte Funktionen in Rosenbauer Produkten erleichtern schon seit vielen Jahren Feuerwehren auf der ganzen Welt ihre Arbeit. Der RTE Robot ist das erste Produkt, das mit der AX-Funktion ausgestattet werden kann.

Nachlöscharbeiten in einsturzgefährdeten Gebäuden, ein Brand in einer Tiefgarage oder die Lageerkundung nach einer Naturkatastrophe: Schon jetzt ist das ferngesteuerte, multifunktionale Raupenfahrzeug RTE Robot ein wertvoller Helfer bei herausfordernden Einsätzen für Feuerwehren auf der ganzen Welt. Und zwar an jenen neuralgischen Orten, die für den Menschen zu gefährlich wären. Mit der Einführung der AX-Version werden jetzt noch einmal neue Anwendungsgebiete erschlossen. Denn bisher war der Einsatz des RTE Robot auf das Sichtfeld des Bedieners begrenzt. Dank modernster Technologie wird diese Barriere nun erstmals durchbrochen.

Möglich wird das durch die Verwendung von vier hochauflösenden, weitwinkeligen 3D-Kameras (jeweils eine Kamera vorne, hinten, links und rechts), einer Basisstation für die Datenübertragung und die Erweiterung der Fernbedienung mittels Tablet als zusätzliche Anzeige- und Bedieneinheit. Die Kameras nutzen die sogenannte „Time of Flight“ (ToF) Technologie, um Informationen zur räumlichen Umgebung und den aktuellen Entfernungen zu Objekten zu sammeln.

Aktiver und automatischer Eingriff in die Steuerung

In der AX-Version des RTE Robot werden diese Informationen verarbeitet und genutzt, um automatisch und aktiv in die Steuerung des RTE Robot einzugreifen. Das System erkennt Hindernisse vor einer möglichen Kollision, und zwar je nach äußeren Faktoren (Licht, Rauch, Position der Kameras) auf eine Entfernung von bis zu vier Metern und einer Höhe von bis zu 1,6 Metern. Diese Informationen zur Hinderniserkennung werden verarbeitet und grafisch auf der Bedieneinheit angezeigt. Doch der RTE Robot AX erkennt nicht nur das Hindernis, sondern hält auch automatisch vor einer möglichen Kollision an. Befindet sich das Hindernis seitlich oder noch in weiterer Entfernung des RTE Robot AX, verringert er automatisch seine Geschwindigkeit. Der Bediener kann diese automatischen Fahrfunktionen auf Wunsch zu jeder Zeit überbrücken und selbst die volle Bedienverantwortung übernehmen – zum Beispiel, um Stufen zu überwinden.

Steuerung über Fernbedienung und Tablet

Die Steuerung erfolgt wie gewohnt über die Fernbedienung, die in der AX-Version mit einem Galaxy Tab Active4-Pro als zusätzliches Bediendisplay erweitert wird. Das 10,1 Zoll große Tablet wird samt Schutzhülle mittels AMPS-Adapter an der Fernbedienung angebracht. Die „RDS Connected Robot“-App ist vorinstalliert und mit dem Drahtlosnetzwerk der Basisstation am RTE Robot verbunden. Auf dem Display werden neben den Bildern der Thermal- und Farbkamera des Werfers, auch die Bilder der Front- und Heckkamera am RTE Robot AX gleichzeitig angezeigt. Mittels Touch kann jedes dieser Kamerabilder als Hauptbild gewählt und somit vergrößert oder auch im Vollbild angezeigt werden. Eine Besonderheit: Wenn die Heck-Kamera als Hauptbild angezeigt wird, wird die Steuerung der Fernbedienung invertiert, sodass beim nach vorne Drücken des Joysticks das Chassis wieder in die Richtung des Hauptbildes fährt. Ändert man die Hauptansicht wieder auf die Front-Kamera, passt sich auch die Steuerung wieder entsprechend an.

Nützliche Erweiterungen

  • Mit einem Stativ kann man die AX-Basisstation zur Datenübertragung erhöht platzieren. So kann man mögliche Beschädigungen vermeiden und die Übertragungsreichweite erhöhen.
  • Wärmebildanzeige Upgrade: Mit dem sogenannten „thermal overlay mode“ kann man die Bilder aus einer Wärmebild-Kamera am Werfer über das Bild der direkt daneben montierten Farbkamera legen, um Wärmequellen noch einfacher in nur einer Bedienansicht zu erkennen. Zusätzlich kann man direkt im Betrieb zwischen 11 verschiedenen Farbmustern für die Wärmebild-Darstellung wählen, welche jeweils in den unterschiedlichsten Situationen ihre Stärke zeigen.
  • Auf Kundenwunsch kann RTE Robot AX zusätzlich mit einem Mikrofon und einem Lautsprecher ausgestattet werden, um die Geräusche aus dem Umfeld des multifunktionalen Raupenfahrzeugs auf das Bedien-Tablet zu übertragen und auch Durchsagen vom Tablet zum Robot zu ermöglichen.
  • Die Ansicht der Kamerabilder am Tablet kann über die „RDS Connected Fleet“-App auf weiteren Endgeräten gestreamt werden, wenn eine SIM-Karte in der Basisstation installiert ist. Zusätzlich stehen bis zu 10 GB an gestreamten Videomaterial in der Mediendatendatenbank zur Verfügung, um Videos auch zu einem späteren Zeitpunkt zu betrachten.

Bedeutung im Einsatz

Um die Aufwertung des RTE Robot mit der AX-Funktion einzuordnen, kann man die eingangs erwähnten Szenarien noch einmal aufgreifen. Man kann viel weiter als bisher in einsturzgefährdete Gebäude vordringen. Man kann in mehrstöckigen Gebäuden einen Löschangriff mit dem RTE Robot AX durchführen, ohne als Bediener auf derselben Ebene sein zu müssen. Und man kann bei Lageerkundungen einen viel größeren Bereich abdecken als bisher. Oder kurz zusammengefasst: Der RTE Robot in der AX-Version bringt einen noch größeren Einsatzradius und eine noch größere Bandbreite an möglichen Anwendungsfällen. Und das alles bei noch höherer Sicherheit für die im Einsatz stehenden Kräfte.

Der RTE Robot AX ist erst der Anfang

Mehr Effizienz, mehr Sicherheit, mehr Einsatzwert: Bei Rosenbauer lebt man seit jeher diese Prämisse bei der Neu- und Weiterentwicklung von Produkten, Ausrüstung und Fahrzeugen. Mit der Einführung sinnvoller automatisierter Funktionen, die unter dem Kürzel „AX“ summiert werden, erreicht der Weltmarktführer jetzt die nächste Evolutionsstufe im Bereich Feuerwehrtechnik. Eine Entwicklung, die die Arbeit der Feuerwehren auf der ganzen Welt noch sicherer und effizienter macht.

-PM Rosenbauer International AG-

 

© FLIR

Neue FLIR-Wärmebildmonokulare mit außergewöhnlich präziser Situationserkennung und sehr großem Erfassungsbereich

FLIR, ein Geschäftsbereich von Teledyne Technologies, stellt seine neuen Scout Pro II und III Wärmebildmonokulare vor.

Sie wurden mit dem Ziel entwickelt, das Personal von Strafverfolgungsbehörden und Einrichtungen der öffentlichen Sicherheit bei der Überwachung großer städtischer und ländlicher Gebiete zu unterstützen – mit Blick aufs Ganze, aber ohne dabei den Fokus auf die beobachteten Personen oder Objekte zu verlieren. Die neuen Scout Pro II und III ersetzen die bestehenden Scout II/III-, LS- und Scion-Serien. Im direkten Vergleich zur Vorgängergeneration erlauben sie das vereinfachte Abarbeiten von typischen Aufgaben wie Überwachung, Suche und Rettung, Beweissicherung sowie aktive Verfolgung und Intervention. Die große Reichweite und der große Erfassungsbereich der Monokulare liefern die entscheidenden Informationen, die erforderlich sind, um ohne Risiko zu patrouillieren oder vermisste oder verletzte Personen schnell zu finden.

FLIR hat die neuen Wärmebildgeräte in Zusammenarbeit mit Fachleuten aus der Branche entwickelt und dabei den Schwerpunkt bei drei Eigenschaften gesetzt: optimierte Bedienung, einsatzkritische Zuverlässigkeit und effiziente Personenerkennung.

Die Konstruktion macht den Unterschied

Dank der optimierten Bedienung können sich die Nutzer von Scout Pro II und III ganz auf die Strafverfolgung und die öffentliche Sicherheit konzentrieren, statt sich mit Bedienelementen zu beschäftigen. Möglich wird das durch die nochmals vereinfachte, intuitive Livebild-Oberfläche, die eine daurhafte Konzentration auf beobachtete Objekte und Bereiche erlaubt. Die intuitive Menüführung mit Toggle-Funktion kann u.a. zum Zoomen, zur Modusauswahl und für die Helligkeitseinstellung genutzt werden.

Die kompakten Monokulare sind sturztauglich bis zu einer Fallhöhe von 2 Metern. Dies und die Schutzart IP 67 erlauben den zuverlässigen Einsatz unter rauen Bedingungen. Das stabile Metallgussgehäuse wird auf der Bedienerseite durch ein gummiertes Tastenfeld abgeschlossen. Die Akkus bieten eine Laufzeit von sechs Stunden.

Geladen wird über einen USB Typ-C-Anschluss und Powerbank-Ladeoptionen bestehen ebenfalls.

Alle Wärmebildmonokulare der FLIR Scout Pro-Serie nutzen die FLIR-eigene Technologie der Digitalen Detailverbesserung (DDE) und weitere proprietäre Bildverbesserungstechnologien. Das ermöglicht eine hocheffiziente Erkennung von Menschen und Unregelmäßigkeiten.

Leistung auf Profi-Niveau

Genau wie das bisherige Top-Modell der Baureihe, Scout Pro, bieten auch die Scout Pro II und Scout Pro III eine Auflösung von 640 x 480 und liefern somit klare, hochwertige Bilder. Die Brennweite wurde aber auf 35 mm (Scout Pro II) und 50 mm (Scout Pro III) verlängert. Das heißt: Weit entfernte Details lassen sich besser erfassen. Außerdem

wurde der horizontale Bildwinkel verengt: auf 18° bei der Scout Pro II und 18° bei der Scout Pro III. Bei der Scout Pro hingegen, die für den Einsatz in Städten optimiert wurde, ist das Sichtfeld mit 32° deutlich weiter. Ein schmales horizontales Sichtfeld erlaubt eine detaillierte Wiedergabe bei Präzisionsaufgaben wie der Gesichtserkennung, während ein breiteres Sichtfeld ein schnelleres Durchsuchen größerer Gebiete erlaubt. Beide neuen Monokulare können Personen in Entfernungen von 1.000 m bzw. 1.500 m mit manuellem Fokus erkennen (500 m für Scout Pro mit festem Fokus). Vier Farbpaletten helfen dem Benutzer, Objekte in verschiedenen Umgebungen zu identifizieren.

© FLIR

Peter Dekkers, Direktor Business Development für First Responder Solutions bei FLIR: „Das Scout Pro II ist ideal für die Fernbeobachtung in gemischten Gebieten mit Stadt-, Land- und Wasserszenen. Das Scout Pro III eignet sich aufgrund der vergrößerten Reichweite eher für weite, offene Räume und abgelegene Einsätze.“ Beide Wärmebildmonokulare sind ein hilfreiches Arbeitsmittel u.a. für Streifenpolizisten, Grenzschutzbeamten, SWAT-Teams, die Küstenwache und die Seepolizei, Such- und Rettungsteams, Zollbeamten sowie für Ermittler und Detektive. Peter Dekkers: „Von diesen Neuheiten im FLIR Programm wird jeder profitieren, der in Sekundenschnelle qualitativ hochwertige Wärmebilder benötigt."

Echtzeit-Datenaustausch im Team

Erweitert wird der Nutzwert der neuen FLIR Wärmebildmonokulare durch die FLIR Scout Pro APP. Sie bietet den eine drahtlose Kameraverwaltung und eine Videostreaming-Funktionalität, die eine Echtzeit-Zusammenarbeit z.B. von Suchteams erlaubt. Außerdem können die Benutzer mit der App ihr Wärmebildmonokular über ein mobiles Gerät oder Tablet, d.h. ohne PC-Verbindung, aktualisieren und um neue Funktionen erweitern. Und sie können Videos in Echtzeit von der Kamera auf das Gerät streamen. Damit ist die App ein perfektes Hilfsmittel für die verdeckte Überwachung.

Die Wärmebildmonokulare FLIR Scout Pro II und III werden mit Tasche, Augenmuscheln, einem USB-Kabel und einer Kurzanleitung geliefert. Zu den Optionen gehört die neue Scout Pro Lade- und Dockingstation. Eine zweijährige Garantie ist Standard, weitere drei Jahre sind bei Registrierung kostenlos erhältlich.

-PM FLIR-

 

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Trotz hoher Betroffenheit: Menschen schützen sich immer weniger vor Cyberkriminalität

Ob starke Passwörter, Zwei-Faktor-Authentisierung oder regelmäßige Updates: Trotz anhaltend hoher Bedrohungslage verwenden Menschen weniger Maßnahmen als noch in den Vorjahren zum Schutz vor Gefahren im Internet, so der Cybersicherheitsmonitor 2025.

Die repräsentative Dunkelfeldstudie von BSI und Polizei betrachtet das Schutzverhalten der Bevölkerung sowie ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität.

Eine Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher schützt sowohl Benutzerkonten als auch Geräte nur unzureichend vor möglichen Angriffen. Nur 44 Prozent geben etwa an, die Zwei-Faktor-Authentisierung zu verwenden. Im Jahr 2023 lag der Anteil noch bei der Hälfte (50 Prozent) der Befragten. Auch automatische Updates hatten 2023 noch 46 Prozent aktiviert, während 43 Prozent Updates regelmäßig manuell durchführten. 2025 sind beide Anteile auf je 36 Prozent gesunken.

BSI-Präsidentin Claudia Plattner: „Cybersicherheit betrifft uns alle – privat, beruflich und gesellschaftlich. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssen wir Cybersicherheit viel ernster nehmen: Das gilt für den Staat, für die Hersteller von IT-Produkten und für jede und jeden Einzelnen von uns!“

Der wachsenden Sorglosigkeit in der Bevölkerung steht eine hohe Betroffenheit gegenüber: Zwar geben mit sieben Prozent etwas weniger als noch in den Vorjahren an, in den letzten zwölf Monaten von Cyberkriminalität betroffen gewesen zu sein. Keineswegs rückläufig ist jedoch der Anteil von Menschen, die eine Straftat im Internet mit finanziellem Schaden erlebten: Zwei Prozent der Befragten erlitten allein im Vorjahr einen finanziellen Schaden durch Cyberkriminalität.

Dr. Stefanie Hinz, Landespolizeipräsidentin und Vorsitzende des ProPK: „Cyberkriminalität taucht im Alltag von vielen Menschen auf. Ob als betrügerische E-Mail oder als Betrug beim Online-Shopping. Die Polizei hilft durch intensive Präventionsarbeit dabei, Täterstrategien öffentlich zu machen, damit diese möglichst ins Leere laufen. Wenn sie betroffen sind, erstatten Sie Anzeige. Prävention, Aufklärung und konsequente Strafverfolgung tragen entscheidend dazu bei, die digitale Welt sicherer zu machen.“

Wie aber vorgehen im Ernstfall? Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) wünscht sich dazu Informationen. BSI und ProPK veröffentlichen daher gemeinsam zwei neue sowie drei überarbeitete „Checklisten für den Ernstfall“ mit Handlungsempfehlungen im Falle von u.a. einer Infektion mit einem Schadprogramm oder Betrug beim Onlinebanking. Die Checklisten ebenso wie der Bericht zum Cybersicherheitsmonitor 2025 sind auf den Webseiten von BSI und ProPK abrufbar.

-PM Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik-

 

© Dallmeier electronic GmbH & Co.KG

Dallmeier und Navtech Radar stellen Expertenwissen für Airside Security und Operations bereit

Dallmeier electronic und Navtech Radar stellen die Inhalte ihres exklusiven Airside Security Events, das im Februar in Bangkok stattfand, ab sofort als Videoaufzeichnungen bereit. Entscheidungsträger aus der Flughafenbranche erhalten damit gezielten Zugang zu umfassendem Fachwissen – flexibel und jederzeit abrufbar.

Airside Security Event 2025: Know-how aus erster Hand

Im Februar 2025 luden Dallmeier und Navtech Radar zu einem exklusiven Fach- und Networking-Event nach Bangkok ein. Teilnehmer aus der Flughafenbranche, Luftwaffe und Flugsicherung erhielten vor Ort praxisnahe Einblicke in innovative Sicherheitslösungen für den sensiblen Airside-Bereich.

Ein Highlight des Events war die Vorstellung des integrierten Lösungsansatzes von Navtech Radar und Dallmeier. Navtech Radars hochentwickelte Radarsysteme ermöglichen die Detektion und Verfolgung mehrerer Eindringlinge unter allen Wetter- und Lichtbedingungen – und bieten damit weit mehr als nur einen Perimeterschutz. In Kombination mit den state-of-the-art Kamerasystemen von Dallmeier entsteht eine skalierbare Lösung, die eine umfassende Situational Awareness für den Airside-Betrieb gewährleistet.

Expertenwissen jetzt on demand verfügbar

Um Verantwortliche in der Flughafenbranche gezielt zu unterstützen, stellen Dallmeier electronic und Navtech Radar ab sofort die Inhalte ihres exklusiven Airside Security Events als Videoaufzeichnungen bereit. Die aufgezeichneten Präsentationen stehen auf der Website https://www.dallmeier.com/airside-security-review zur Verfügung. Nach einer kurzen Registrierung erhalten Interessierte kostenfreien Zugriff auf das gesamte Programm.

Die Präsentationen bieten wertvolle Einblicke in Themen wie:

  • Einsatzmöglichkeiten von Radar- und Kameratechnologien 
  • Effiziente Überwachung von Apron und Runway 
  • Integration von Kameras, Radarsystemen, Videomanagement-Software und weiteren Sensoren
  • Praxisbeispiele und Strategien zur Optimierung von Airside-Security und Betriebseffizienz
  • Innovative Lösungen für Air Traffic und Apron Management

-PM Dallmeier-

 

© VdS Schadenverhütung GmbH

Absicherung weiter optimiert

VdS-Überwachung für Löschgas-Füllwerke

Keine Gaslöschanlage funktioniert ohne verlässlich gefüllte Behälter. VdS ergänzt sein Absicherungs-Angebot nun um diesen wichtigen Schritt und bietet die Überprüfung und Systemlistung von Füllstationen an.

Gaslöschanlagen, eingesetzt meist zum Schutz technischer Infrastruktur, eliminieren Brände direkt im Anfangsstadium und vor allem ohne Rückstände. Nachgewiesen wird die verlässliche Funktion der Systeme durch die VdS-Anerkennung. Bislang nicht Bestandteil dieser Zertifizierung waren die Verfahren zur Erst- sowie regelmäßig notwendigen Neubefüllung der Behälter – die Basis jedes Löscherfolges. Deswegen wünschten Betreiber, Versicherer und vor allem Behörden eine Implementierung in die VdS-Nachweisprozesse.

„Gerne entsprechen wir den Wünschen unserer Partner und sichern jetzt auch die Befüllung der Löschmittelbehälter durch eigene Werk-Audits“, betont Hendrik Rudolph, Leiter der VdS-Laboratorien für Gaslöschanlagen. „Entscheider wollen sich darauf verlassen können, dass ihre Brandschutztechnik im Ernstfall jederzeit zuverlässig funktioniert. Genau dafür gibt es die VdS-Anerkennung. Hier haben wir nun die Sicherheitskette für die wichtigen Gaslöschsysteme um einen entscheidenden Schritt erweitert: Mit einer neuen Publikation voll kompakter Hilfestellungen für jederzeit verlässliche Leistungen der Füllwerke – weltweit.“

Gewohnt konkrete Prozessunterstützung zum Sichern der Reinheit der Löschmittel, zum Umwelt- und Personenschutz sowie dem Verhindern gefährlicher Gaslecks bieten die neu erschienenen Richtlinien VdS 6051, „Gaslöschanlagen – Überwachung von Füllwerken”. Erhältlich zum kostenlosen Download auf www.vds-shop.de

-PM VdS Schadenverhütung GmbH-

 

Symbolbild
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Von Notfall-Website bis Flipchart

Cyberangriff auf ein Schweizer Unternehmen – ein Krisenmanagementbericht

Von Stefan Häseli

Wenn Bits zu Bomben werden, muss die IT-Welt einige Aspekte und Faktoren neu denken.

In einer Zeit, in der Cyberangriffe längst keine Ausnahme mehr sind, sondern zur Realität digital vernetzter Unternehmen gehören, rückt eine oft unterschätzte Kompetenz in den Vordergrund: Kommunikation. Während Firewalls und Notfallpläne auf technischer Ebene vielerorts existieren, fehlt es häufig an Strategien für den kommunikativen Ernstfall. Doch genau hier entscheidet sich, ob eine Organisation gestärkt oder geschwächt aus einer Krise hervorgeht.

Wie lässt sich die IT-Welt nicht nur für digitale Gefahren, sondern auch für die entscheidende Bedeutung professioneller Krisenkommunikation sensibilisieren? Diese Fallstudie zeigt eindrucksvoll, wie ein Schweizer Unternehmen inmitten eines massiven Cyberangriffs nicht nur seine IT-Systeme, sondern auch seine Kommunikationswege neu erfinden musste. Sie offenbart, welche Rolle transparente, schnelle und menschliche Kommunikation in einem Moment spielt, in dem jedes System stillsteht – und wie Führung in der Krise gelingen kann.

Im Sommer 2019 wurde ein Schweizer Unternehmen, spezialisiert auf Gebäudetechnik, Opfer eines schweren Cyberangriffs. Der Angriff ereignete sich völlig unerwartet, inmitten der Sommerferien, wobei sich glücklicherweise die meisten Entscheidungsträger in der Schweiz aufhielten. Der Angriff, wurde in der Nacht vom externen IT-Dienstleister erkannt. Dieser hatte sofort alle Systeme vom Netz getrennt und die Geschäftsleitung informiert. Alle IT-Systeme – ausgenommen der E-Shop – waren betroffen. Kein Mitarbeiter konnte mehr auf Daten zugreifen, geschweige denn grundlegende Arbeitsprozesse durchführen und das gesamte Unternehmen kam zum Stillstand.

Ein Cyberangriff und seine Konsequenzen

Der Angriff stellte sich als Erpressung heraus: Die Angreifer verlangten eine Summe von mehreren Millionen Schweizer Franken im Austausch für die Herausgabe des Schlüssels zur Entschlüsselung der verschlüsselten Daten. Die Angreifer hatten über mehrere Monate hinweg Schadsoftware, vergleichbar mit digitalen „Sprengsätzen“, unbemerkt im IT-System des Unternehmens platziert. Diese Schadsoftware wurde durch das Öffnen eines infizierten E-Mail-Anhangs aktiviert, wodurch die gesamte IT-Infrastruktur des Unternehmens lahmgelegt wurde.

Die Unternehmensleitung stand vor der Entscheidung, ob sie das geforderte Lösegeld zahlen sollte oder nicht. In Absprache mit dem Verwaltungsratspräsidenten entschied sich die Geschäftsleitung, keine Zahlungen an die kriminelle Organisation zu leisten und stattdessen die Situation offen gegenüber allen Stakeholdern zu kommunizieren. Diese Entscheidung führte zu einer massiven Betriebsunterbrechung, da alle Systeme – von der Zutrittskontrolle bis zu den Produktions- und Kommunikationssystemen – nicht mehr funktionsfähig waren.

Krisenmanagement und interne Organisation

Angesichts der Krise organisierte die Geschäftsleitung rasch einen Krisenstab, der nach militärischem Vorbild hierarchisch strukturiert wurde. Der Krisenstab wurde vom CEO geleitet und traf sich täglich dreimal, um die Situation zu bewerten und Entscheidungen zu treffen. Unterstützt wurde das Unternehmen durch externe Experten, darunter das Bundesamt MELANI, die Kriminalpolizei Zürich sowie Cyber-Spezialisten, die wertvolle Unterstützung und Fachwissen in die Krisenbewältigung einbrachten.

Besonders herausfordernd war die interne Kommunikation. Da die regulären Kommunikationswege über E-Mail und andere IT-Systeme nicht mehr nutzbar waren, griff das Unternehmen auf WhatsApp-Gruppen zurück. Obwohl WhatsApp zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig verschlüsselt war, blieb dies die einzige praktikable Lösung, um die Mitarbeiter kurzfristig in Echtzeit zu erreichen. Ein starkes Bild dieser Phase war der tägliche Treffpunkt um 6.30 Uhr, bei dem auf einem Flipchart die wichtigsten Aufgaben notiert und anschließend per Foto über WhatsApp an die Mitarbeiter verteilt wurden.

Externe Kommunikation und Auswirkungen auf Kundenbeziehungen

Die externe Kommunikation war ebenso entscheidend. Das Unternehmen entschied sich bewusst für eine offene Kommunikation und erstellte umgehend eine Notfall-Website, über die sich alle Stakeholder zeitgleich und jederzeit über den aktuellen Stand informieren konnten. Dieser offene Umgang mit dem Vorfall wurde von den Medien und auch von staatlichen Stellen positiv aufgenommen. Allerdings zeigte sich, dass die Kundenbeziehungen unter dem Vorfall litten. Während anfänglich noch viel Verständnis und Unterstützung von Seiten der Kunden kam, änderte sich dies nach einigen Wochen, als die Betriebsablaufstörungen teilweise anhielten. Einige Kunden wandten sich aufgrund von Sicherheitsbedenken vorübergehend ab, was zu erheblichen Umsatzverlusten führte.

Lessons Learned und langfristige Auswirkungen

Im Nachgang der Krise wurde deutlich, dass das Unternehmen seine IT-Sicherheitsvorkehrungen erheblich verstärken musste. Trotz vorhandener guter Sicherheitsmaßnahmen war es den Angreifern gelungen, in das System einzudringen. Das Unternehmen zog wichtige Lehren aus der Krise, insbesondere in Bezug auf die Bedeutung von präventiven Krisenplänen und die regelmäßige Übung solcher Szenarien.

Ein weiterer entscheidender Punkt war die Erkenntnis, dass die Kommunikation – sowohl intern als auch extern – der Schlüssel zur Bewältigung einer solchen Krise ist. Der CEO und sein Stellvertreter spielten eine zentrale Rolle, indem sie die Kommunikation persönlich überwachten und über die Kommunikationsabteilung sicherstellten, dass alle Mitarbeiter und Kunden regelmäßig und transparent informiert wurden.

Fazit

Der Cyberangriff stellte das Unternehmen vor immense Herausforderungen, doch die rasche und koordinierte Reaktion der Geschäftsleitung, gepaart mit einer offenen Kommunikationsstrategie, ermöglichte es dem Unternehmen, sich allmählich zu erholen. Die Krise schweißte das Unternehmen zusammen und führte zu einer stärkeren Unternehmenskultur. Nach etwa einem Jahr hatte das Unternehmen die Krise weitgehend überwunden und konnte wieder auf Wachstumskurs gehen. Die Erfahrungen aus dieser Zeit sind heute fest im Risikomanagement und in den Kommunikationsstrategien des Unternehmens verankert.

 

Symbolbild
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Auch in Krisenzeiten immer erreichbar

Von Marcel Haar, Geschäftsführer von Frequentis Deutschland

Die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit stellt zunehmend eine Herausforderung für Städte und Kommunen dar.

Großveranstaltungen nehmen wieder Fahrt auf, die Frequenz und Schwere von Umweltkatastrophen steigt und die Anzahl der täglichen Einsätze bleibt auf einem hohen Niveau. Die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) stehen dadurch vor mehreren Herausforderungen: Zum einen fehlen besonders in ländlichen Regionen Freiwillige für Feuerwehren und Technisches Hilfswerk, so das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Januar 2025 über das Ehrenamtliches Engagement in ländlichen Räumen. Zum anderen müssen die Leitstellen in Ausnahmesituationen wie Unwettern die Vielzahl an Notrufen gezielt priorisieren, um überall angemessen helfen zu können. Um diese Herausforderungen trotz geringer Mitarbeitendenzahl zu bewältigen, brauchen Organisationen wie Feuerwehr, THW oder Polizei innovative Lösungen, um auch in Krisensituationen schnell und effizient reagieren zu können.

Leitstellen modernisieren

Ein Weg, um Einsätze effizient zu meistern, ist die Digitalisierung des Einsatzmanagements. Leitstellen arbeiten unter extremen Druck und müssen besonders in Krisen- und Unwetterlagen schnell fundierte Entscheidungen treffen und Einsatzkräfte koordinieren.

Dabei unterstützt unter anderem die LifeX-Plattform von Frequentis. Das Multimedia-Kommunikationssystem, das speziell für die Bedürfnisse von Einsatzorganisationen entwickelt wurde, ist in der Lage, Sprach-, Video- und Datenkommunikation zu harmonisieren und ermöglicht eine effiziente Priorisierung von Notrufen durch ein innovatives Sprachdialogsystem (Interactive Voice Response, IVR). Die Polizei in Thüringen ist bereits in der Umstellung auf LifeX als Teil ihrer Digitalisierungsstrategie.

Notrufe priorisieren

Eine weitere Herausforderung ist es, in Ausnahmesituationen wie bei Unwettern die schiere Masse an Anrufen abzuarbeiten. Die Feuerwehr Hamburg hat sich deshalb ein Sprachdialogsystem zu Hilfe geholt. Die Interactive-Voice-Response-Technologie kann Anrufe basierend auf genannten Schlüsselwörtern wie „Hilfe“ priorisieren.

Anrufende können per Tastendruck oder Sprachbefehl zwischen dringenden Notfällen und weniger dringenden Anrufen unterscheiden. Der Anruf wird dann entsprechend an eine priorisierte Leitung in die Einsatzzentrale weitergegeben. Weniger dringende Anliegen gehen hingegen an speziell geschulte Einsatzkräfte, die den Anrufenden Auskunft zur Lage geben können. Damit kann die Feuerwehr Hamburg schneller und gezielter auf Notfälle reagieren und auch in Krisensituationen ihrer Rolle als Anlaufstelle für Informationen und Hilfe der Bevölkerung nachkommen. Bei Ausnahmesituationen wie Unwettern hilft das, Einsatzkräfte gezielt an die richtigen Orte zu schicken – zum Beispiel zuerst bei einem medizinischen Notfall, dann zu einem vollgelaufenen Keller ohne Personenschaden.

Einsatzplanung digitalisieren

Neben erweiterten technischen Möglichkeiten in der Leitstelle muss auch der Funkstandard modernisiert werden. Aktuell nutzen Blaulichtorganisationen in Deutschland den sogenannten BOS-Digitalfunk auf Basis von TETRA (Terrestrial Trunked Radio). Dieser wurde primär für Sprachkommunikation entwickelt – also für Funkgespräche zwischen Einsatzkräften und Leitstellen. Zwar ist das System abhörsicher und zuverlässig, es kann jedoch beispielsweise keine multimedialen Inhalte wie Bilder, Videos oder Standortdaten übertragen.

Die neue Generation der einsatzkritischen Kommunikation heißt MCX (Mission Critical Services). Sie soll den bisherigen Digitalfunk ablösen und wurde speziell für sicherheitskritische Anwendungen entwickelt. Mit MCX können Einsatzkräfte künftig über 4G- und 5G-Netze kommunizieren – schnell, sicher und medienübergreifend. Das schafft die Grundlage für ein modernes Lagebild in Echtzeit und eine effektivere Koordination im Einsatz.

Die Digitalisierung des gesamten Einsatzmanagements bietet große Chancen für mehr Effizienz und Sicherheit. MCX, Plattformen wie LifeX und Sprachdialogsysteme, wie es die Feuerwehr in Hamburg im Einsatz hat, sind wichtige Verbesserungen, die BOS bereits jetzt umsetzen können und die besonders in Krisensituationen entlasten.

 

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Cyberkriminelle setzen auf ChatGPT, um bekannten HR-Angriffsvektor weiter zu optimieren

Von Dr. Martin J. Krämer, Security Awareness Advocate bei KnowBe4

Vor etwa einem Jahr machte KnowBe4 einen Angriff nordkoreanischer Cyberkrimineller öffentlich, die versucht hatten, in seine Systeme einzudringen.

Ihr Ansatz: sie hatten eine KnowBe4-Stellenausschreibung genutzt, um einen Fake-Kandidaten durch das Bewerbungsverfahren zu schleusen und ihm so einen KnowBe4-Mitarbeiteraccount zu verschaffen. Der Angriff scheiterte. KnowBe4 entdeckte den Infiltrationsversuch frühzeitig, wehrte ihn erfolgreich ab – und machte ihn öffentlich. Zahlreiche Medien griffen die Meldung auf – weltweit. Nicht lange und weitere Unternehmen machten ähnliche Erlebnisse publik, zeigten auf, dass es sich bei KnowBe4 nicht um einen Einzelfall, sondern um einen Teil einer groß angelegten Kampagne gehandelt hatte. Anfang Juni diesen Jahres nun hat OpenAI einen Bericht zu Missbrauchsfällen seines KI-Tools ChatGPT vorgestellt, der belegt: die Kampagne der nordkoreanischen Cyberkriminellen ist auch ein Jahr nach ihrer Entdeckung noch längst nicht ausgestanden.

Das Ziel ist immer noch dasselbe: die Angreifer versuchen, sich Zugang zu regulären Mitarbeiteraccounts der anvisierten Unternehmen zu verschaffen. Hierzu versenden sie Fake-Bewerbungen auf offene Remote-Arbeitsplätze an die HR-Abteilungen ausschreibender Unternehmen. Erhalten sie die Stelle, lassen sie das Unternehmen die Mitarbeiterhardware an eine lokal ansässige Kontaktperson schicken, die sie dann von ihrem Home-Office aus startet und ein Remote Access-Tool aktiviert, über das sich der Angreifer dann einwählen und auf das Unternehmensnetzwerk zugreifen kann.

Bislang mussten die Angreifer, um einen solchen Angriff erfolgreich umzusetzen, eine erhebliche Menge an Zeit – und damit auch an Geld – investieren. Unter Zuhilfenahme von ChatGPT lässt sich der manuelle Teil des Aufwands nun aber drastisch reduzieren. Die Zahl der angepeilten Ziele und der versandten individualisierten Bewerbungen lässt sich so deutlich erhöhen – und damit auch die Chance, dass der eigene Fake-Kandidat die offene Remote-Arbeitsstelle erhält, dass der Angriff also für den Angreifer erfolgreich verläuft.

In den von OpenAI untersuchten – und mittlerweile stillgelegten – ChatGPT-Nutzerkonten kam KI zum Einsatz, um automatisiert:

  • auf Grundlage der spezifischen Stellenbeschreibungen der anvisierten Unternehmen in großem Umfang realistisch wirkende Lebensläufe und Bewerbungsschreiben zu erstellen,
  • den Mitarbeitern der HR-Abteilung der anvisierten Unternehmen in Echtzeit und realistisch Fragen zur Bewerbung zu beantworten und gestellte Aufgaben, zum Beispiel eine Codierungsaufgabe, zu lösen,
  • real wirkende Stellenausschreibungen zur Rekrutierung lokaler Akteure zu erstellen,
  • nach Informationen zur Entwicklung von Verwaltungs- und Nachverfolgung-Tools für Massenbewerbungskampagnen zu recherchieren,
  • nach Informationen zur Einrichtung und Manipulation der Konfiguration von Fernarbeitsplätzen zu recherchieren,
  • nach Informationen zum optimalen Einsatz von Remote-Tools, wie Tailscale peer-to-peer VPN, OBS Studio, vdo.ninja live-feed injection und HDMI capture loops, zu recherchieren. Richtig eingesetzt, können mit ihnen zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen umgangen werden.

Das Vorgehen der Angreifer zeigt, trotz des großen medialen Echos vom vergangenen Jahr haben die Angreifer nicht aufgegeben, ihre Versuche sogar noch intensiviert. Dass die Angriffe in den kommenden Monaten und Jahren weiter zunehmen werden, davon ist auszugehen. Unternehmen kann deshalb nur geraten werden, das Sicherheits- und Risikobewusstsein ihrer Belegschaft – ganz besonders ihrer HR-Mitarbeiter – weiter zu schärfen. Nur wenn diese rechtzeitig Verdächtiges melden, sich aktiv in die Sicherheit des Unternehmens einbringen, wird es gelingen, das wachsende Risiko KI-gestützter Angriffe unter Kontrolle zu bekommen.

Hierzu müssen aber sämtliche Mitarbeiter in die Lage versetzt werden, noch die subtilsten Anzeichen von Phishing, Spear Phishing und Social Engineering, zu erkennen – bevor es zu spät ist. Moderne Phishing-Trainings, -Schulungen und -Tests lassen sich, KI sei Dank, mittlerweile personalisieren und automatisiert – kontinuierlich – zum Einsatz bringen. Moderne Anti-Phishing-E-Mail-Technologien kombinieren KI mit Crowdsourcing, um neueste Zero Day-Bedrohungen frühzeitig aufzuspüren und rechtzeitig abzuwehren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen, können sie potenzielle Phishing-E-Mails ganzheitlich analysieren – einschließlich der Absenderdomain, dem Inhalt und möglicher Social Engineering-Taktiken. Mit solchen und ähnlichen Systemen ist es Unternehmen möglich, ihre Human Risks zurückzufahren und ihre Mitarbeiter zu ihrer besten Verteidigungslinie im Kampf gegen Cyberbedrohungen zu machen.

-PM KnowBe4-

 

Neuen Bedrohungsszenarien immer ein Stück voraus: Peter Treutler und sein Team von Securiton Deutschland entwickeln in München Videosicherheitssoftware der Marke IPS, die bereits ihr 60. Jubiläum feiert.
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Videoüberwachung 100 Prozent Made in München

Seit 60 Jahren prägt die Technologiemarke IPS die Welt der Videosicherheitstechnik

1965 war ein Jahr des Aufbruchs: Der erste Mensch spaziert im All, die Rolling Stones erobern die Waldbühne in Berlin – und im Mai startet in einem Radio- und Fernsehgeschäft in der Münchner Maxvorstadt die Firma „Industrietechnik Peter Schubert“.

Es ist die Geburtsstunde der Technologiemarke IPS. Schon seit 60 Jahren schützt Videoüberwachung von IPS die Liegenschaften zahlreicher Behörden und Wirtschaftsunternehmen. Ihre technischen Entwicklungen waren über Dekaden hinweg stets auf der Höhe der Zeit und ihr oft sogar voraus – von der Detektion mit simplen Fotodioden bis zu KI-gestützter Videosoftware, die den Zutritt von Unbefugten erkennt und warnt, Eindringlinge über ein Gelände hinweg verfolgt und bis zum Eintreffen von Sicherheitskräften im Auge behält. Heute steht IPS für hochmodernes Videomanagement und intelligente Videoanalyse aus einem Guss und gehört zu Securiton Deutschland.

Videosicherheit ist ein wichtiger Bestandteil moderner Sicherheitskonzepte – ganz besonders für den Schutz von Grundstücken. Kameras haben alles im Blick, die dazugehörige Videosoftware erkennt unbefugte Zutrittsversuche und warnt automatisch in Echtzeit. Für hochstabile Frühwarnsysteme zur präventiven Gefahrenerkennung kombiniert die Technologiemarke IPS hochmodernes Videomanagement mit intelligenten Analysemethoden, die Videobilder interpretieren und Gefahren aufdecken. Was 1965 mit einer Idee zur analogen Videoüberwachung begann, ist heute eine der führenden Softwaretechnologien zur Videoüberwachung von Sicherheits- und Hochsicherheitsanwendungen in Deutschland und Europa. Die Grundlagen ersann Videopionier Peter Schubert seit Mitte der 60er-Jahre in der Werkstatt seines Münchner Ladengeschäfts in der Maxvorstadt und prägte damit die Welt der Videobilder.

Schon fünf Jahre nach der Geschäftseröffnung brachte IPS den ersten Videosensor zur Detektion von Helligkeitsveränderungen auf den Markt. Schubert war vor allem ein gut vernetzter Geschäftsmann mit dem richtigen Gespür für den Markt, der schnell Abnehmer fand: Auch in den Justizbehörden war er bekannt und so gelang es IPS, ein Gefängnis nach dem anderen mit Videoüberwachungstechnik auszustatten und Ausbruchsversuche zu unterbinden.

Geburtsstunde der Videoüberwachung 1970 in München: Der IPS Deltaguard nutzte eine Fotodiode, die auf den Bildschirm geklebt wurde. So konnte das System Helligkeitsveränderungen im Bild detektieren.
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Der Wissenschaft verbunden

Schubert unterhielt auch gute Kontakte zur Hochschule München, vor allem zur Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Mehrere Absolventen stellte er ein und brachte damit frisches Know-how in sein Unternehmen. Seine Erfolge teilte er mit seinen Angestellten und lud sie jedes Jahr ins Käferzelt auf dem Oktoberfest ein.

Die besten Videoanalysen, die die Welt je gesehen hat

Ein Patent schrieb Technikgeschichte: 1996 meldete IPS das 3-Zonen-Konzept an, das Übertritte in Erfassungs-, Alarm- und Prioritätszonen detektiert. Bis heute basieren alle gängigen Videosicherheitssysteme zur Grundstückssicherung auf vergleichbaren Zonenkonzepten. Damit erfüllte IPS ihren in den 90er-Jahren formulierten Anspruch: die besten Videoanalysen zu entwickeln, die die Welt je gesehen hat. Mussten anfangs noch Wachleute stundenlang ihre Bildschirme im Auge behalten und beobachten, ob etwas passiert, übernimmt das heute der Kollege Computer. Intelligente Videoanalysen erkennen einen Vorfall und warnen automatisch ohne Zeitverzögerung.

Vom Hersteller zur Software-Schmiede in Zamdorf

Nachdem 2006 IPS von Securiton Deutschland übernommen wurde, gab das Unternehmen 2008 die Produktion von Hardware auf und konzentrierte sich ganz auf die Softwareentwicklung am Standort München, im Stadtteil Zamdorf nahe der Messe München. Die erste Version des IPS VideoManager kam auf den Markt und bestand ein Jahr später den Härtetest beim NATO-Gipfel in Baden-Baden und Kehl.

„In den vergangenen Jahrzehnten stand die Sicherheitsbranche selten vor so großen Herausforderungen wie in der aktuellen geopolitischen Lage mit massiven Gefahren für die kritische Infrastruktur“, sagt Peter Treutler, Prokurist und Leiter der Business Unit IPS von Securiton in München. „Besonders gefährdet sind Organisationen oder Einrichtungen, bei deren Ausfall Versorgungsengpässe, Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden. Unsere Technologien sind ein zentraler Bestandteil zu ihrem physischen Schutz.“ Auch in Zukunft wird sich die Videosicherheitsbranche durch neue Bedrohungsszenarien und den technologischen Fortschritt verändern, und IPS will diesen Weg weiterhin als Vorreiter begleiten – wie schon seit 60 Jahren „Made in Germany“ am eigenen Entwicklungsstandort München.

Über die Technologiemarke IPS

Produkte mit dem IPS-Label sind in Tausenden Installationen in Europa im Einsatz – erprobt und zuverlässig. Sowohl kleine Firmen als auch Global Player aus dem Hochsicherheitsbereich vertrauen auf IPS-Software. Zum langjährigen Kundenkreis zählen beispielsweise Justizvollzugsanstalten, kritische Infrastrukturen, Ölraffinerien und Leitstellen. Darüber hinaus unterhält Securiton enge Partnerschaften zu Systemintegratoren, Distributoren, Providern und Technologiepartnern in ganz Europa. Das Securiton-Entwicklungsteam in München erweitert das Produktportfolio permanent.

IPS. Videosicherheit neu denken – seit 1965.

-PM Securiton Deutschland-