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Die Kamera an der Uniform

Die Kamera an der Uniform

Sind mobile Kameras im Polizeidienst nützlich?

Ein Diskussionsbeitrag von Rolf G. Wilmink

„Scheiß Bulle, du kannst mich mal, ich f**** deine Mutter“.
Was Polizisten, aber auch Sanitätern, Wachleuten, Türstehern, Fahrkartenkontrolleuren oder Ordnungsamtsmitarbeitern entgegengeschleudert wird, würde den normalen Bürger erblassen lassen. Viele Schimpfwörter kann und/oder muss man überhören, aber oft werden auch Grenzen überschritten, insbesondere wenn zu der verbalen noch körperliche Gewalt hinzukommt.

Eine Anzeige wegen Beleidigung oder Bedrohung ist erfolgreicher, wenn es Zeugen gibt oder andere Beweise, z. B. Video- und Tonaufnahmen, für das Verhalten des Beschuldigten vorliegen.
Einige Polizeieinheiten verfügen über Videoteams zur Beweissicherung und Dokumentation. Diese kommen aber meist nur bei größeren Lagen (Fußball, Demo) zum Einsatz.
Für den täglichen Streifendienst wäre aber eine kleine Kamera hilfreich, die der Polizist mit sich führen kann: leicht, robust, einfach zu bedienen, Video in guter Qualität und Ton.


Kameraversionen auf dem Markt

An dieser Stelle setzen kleine Videokameras an, die an der Uniform getragen werden können. Aus dem Sportbereich sind diese schon bekannt, Produkte wie die GoPro-Kameras werden sogar von TV-Sendern eingesetzt. Skifahrer oder Mountainbiker dokumentieren damit ihre rasanten Abfahrten.
Es gibt Mini-Kameras als Schlüsselanhänger (getarnt als Fernbedienung), in Kugelschreibern eingebaut oder in der sog. „bullet“-Form, die an Brillen montiert werden.

Kameraversionen auf dem Markt                       

Problemstellungen

Die Frage ist, ob diese auch für den polizeilichen Dienst praktikabel sind. Eine Minikamera an der Sonnenbrille angeclipt ist in USA sicher öfter zu verwenden als in unseren Breiten, zumal der Bürger seinem polizeilichen Gegenüber auch gern in die Augen sieht.
Wie steht es mit der Handhabung?
Lässt sich die Kamera auch unter Stress ohne „Fummelei“ einschalten?
Hat man danach die Hände frei oder muss man die Kamera in Richtung des Täters halten?

Hinzu kommt auch der rechtliche Aspekt: Fällt der Einsatz unter „Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes“ oder ist es eine verdeckte Videoüberwachung, wenn der Bürger nicht erkennt bzw. rechtzeitig darauf hingewiesen wird, dass man sein Verhalten jetzt aufzeichnet?


Kamera RS3-SX (Reveal Media)

Kamera RS3-SXMit all diesen Aspekten hat sich die Firma „Reveal Media“ aus England beschäftigt und ein System entwickelt, welches mittlerweile bei den dortigen Polizeibehörden (aber auch anderen Anwendern) weit verbreitet ist.
Das System in der Größe eines Handys wird an die Uniformtasche geclipt, ein großer, auch mit Handschuhen bedienbarer Ein/Aus-Schalter befindet sich an der Seite.
Die eigentliche Kamera ist oberhalb platziert und lässt sich neigen und schwenken.
 
Der Unterschied zu den im Sport verwendeten Minikameras besteht aber im Monitor: Dieser zeigt in Richtung des Gegenübers, er sieht sich also selber und erkennt damit, dass er nun „im Bild“ ist. Zusätzlich blinkt auch noch eine rote LED auf der Oberseite des Gerätes, die auf die laufende Aufnahme hinweist. Von einer „verdeckten Videoüberwachung“ kann nun also keine Rede mehr sein.


Auswirkungen des Kameraeinsatzes auf die polizeiliche Arbeit

Untersuchungen in England zeigen, dass sich durch das Tragen der Kamera eine drastische Änderung bei polizeilichen Einsätzen ergibt: In der Gemeinde Leeds, die Kameras von Reveal Media angeschafft hatte, ergaben sich folgende Ergebnisse:
Angeschafft wurden 10 Kameras für 30 Polizisten. Die Kameras wurden auf die Problembezirke verteilt.

Ziel: Der Grund für den Einsatz der Kameras war, das Verhalten der Person vor der Kamera (Bürger) zu verändern und in einigen Fällen auch das Verhalten der Person dahinter (Polizist).

Resultate: Durch den Einsatz von 10 Kameras wurde die Anzahl der Zwischenfälle um 30% reduziert.
Weiterhin wurden die Aufnahmen zu Schulungszwecken verwendet.
Man konnte einigen Polizisten zeigen, dass verschiedene Techniken, die sie verwendeten, zu einer Eskalierung statt zu einer Deeskalierung führten. Durch diesen Hinweis konnte der Polizist mit den meisten Vorfällen 2009 diese im Jahr 2010 um 50% Prozent senken.
Die Kameras werden für jede Art von Vollzugsbeamten empfohlen.

Stats

Die Erfahrungen bei anderen Behörden sind ähnlich:
Im Fareham Borough Council wurde eine Reduzierung der Angriffe auf die Mitarbeiter um 65% in den ersten 9 Monaten des Kameraeinsatzes verzeichnet. Im nächsten Jahr fand eine weitere Reduzierung um 80% statt, und die von einer Kamera aufgenommenen Beweise wurden vor Gericht verwendet.
Alan Carlisle (Parking Enforcement Supervisor) zur Qualität der Kameras:
„Sie sind leicht, sehr einfach zu bedienen und sehr zuverlässig. Die Aufnahmequalität ist exzellent, sehr klar und die Tonqualität ist sehr gut.“
(Quelle: Fareham Borough Council Testimonial)


„Body worn video projects in Paisley and Aberdeen, Self Evaluation“

Eine sehr umfangreiche Untersuchung zu diesem Thema wurde im Juli 2011 veröffentlicht.
Einige Aspekte aus der Zusammenfassung:

Senkung der Kriminalitätsraten
In Aberdeen wurden in den Ortsteilen Northfield und Mastrick Kameras eingesetzt. Während in Gesamt-Aberdeen die Anzahl der Straftaten nur um 1% sank, gab es im gleichen Zeitraum in den beiden Orten mit Videokameras eine Reduzierung um 26%.

Frühere Geständnisse der Täter
Es wurde festgestellt, dass der Einsatz der Kameras schon in einem frühen Stadium dazu führte, dass Täter sich schuldig bekannten. Dies führte auch zu einer Verkürzung bzw. Verringerung (nächste Instanz) von Gerichtsverfahren. Durch die unwiderlegbaren Beweise gaben die Täter das Leugnen der Tat frühzeitig auf.
Ein Polizist: „Ich sprach mit dem Beschuldigten, und er erklärte mir, dass er sich der Ruhestörung schuldig bekannte, da er nicht wollte, dass das Video im Gerichtssaal gezeigt wurde.“

Dienstaufsichtsbeschwerden
Im Ort Renfrewshire wurden die Kameras 2.500 Mal ausgegeben. Es gab zwei Dienstaufsichtsbeschwerden gegen Polizisten, die mit Kameras ausgerüstet waren.
Im einen Fall bestätigte die Aufzeichnung die Aussage des Polizisten.
Im anderen Fall wurde eine Beschwerde eingereicht, nachdem ein Arzt einen Beschuldigten (Täter) wegen einer Verletzung am Kopf untersucht hatte. Die Videoaufnahme des Festgenommenen während seiner Zuführung zur Paisley Polizeiwache zeigte deutlich, dass der Festgenommene selber seinen Kopf gegen die Zellenwand schlug.

Beide Beschwerden führten zu keinen weiteren Untersuchungen. Ein Ordnungsamtsmitarbeiter sprach einen Mann an, der eine Zigarette auf den Boden geworfen hatte. Der Mann erhob eine offizielle Beschwerde, in der er den Mitarbeiter beschuldigte, dass dieser hoch aggressiv gewesen sei. Die Videoaufnahmen zeigten die streitsüchtige Natur des Beschwerdeführers, seine Körpersprache und seine hetzerische Ausdrucksweise zu dem Zeitpunkt. Nach der Erinnerung an die Videoaufzeichnung wurde die Beschwerde zurückgezogen.
Weniger Dienstaufsichtsbeschwerden bedeuten auch sinkende Kosten: In England wird jeder Vorfall von einem Vorgesetzten mit mindestens dem „Inspector“- Dienstgrad untersucht. Bei einem Cirka-Arbeitsaufwand von 5 Stunden bedeutet jeder Fall einen Kostenaufwand von £ 320.

Gewalt gegen Polizisten
In Aberdeen waren von 100 Polizisten im Dienst bis zu 30 mit einer Kamera ausgestattet.
In den 9 Testmonaten wurde ein Polizist mit Kamera angegriffen, von den Polizisten ohne Kameras wurden dagegen 61 angegriffen.
Dies legt nahe, dass die Kameras eine Auswirkung gehabt haben können.

Ergebnisse in Zahlen:
60% weniger schwere Körperverletzungen
27% weniger leichte Körperverletzungen
29% weniger Vandalismus
19% weniger Ruhestörungen
26% insgesamt weniger Straftaten (im Vergleich: Rückgang im gesamten Bereich: -1%)

Unter den Bürgern wurden Umfragen zur Akzeptanz der Kameras durchgeführt:
Renfrewshire:
49% der Bürger fühlten sich sicherer durch den Kameraeinsatz,
64% meinten, dass die Kameras helfen würden, Kriminalität und asoziales Verhalten im Ort zu verringern,
64% meinten, dass alle Polizisten und Ordnungshüter Kameras tragen sollten.

Aberdeen:
37% der Bürger meinten, dass sie sich durch den Einsatz der Kameras sicherer fühlen würden,
57% glaubten, dass die Kameras ihr Umfeld sicherer machen würde,
76% der Bürger unterstützten den Einsatz der BodyCams.

Wert der Veränderungen:
Die 26% Verringerung der Straftaten im Bereich Aberdeen bedeutet geschätzt eine Kostensenkung von £ 346.000 in drei Monaten (£ 1.386.472 pro Jahr).
Bei den Wertermittlungen zu berücksichtigen sind u. a.:

-   Kosten für medizinische Versorgung,
-   Krankheits- und Rehazeiten von Polizisten und anderen Opfern,
-   Zeitaufwand der Polizisten für Berichtschreibung und Zeugenzeit vor Gericht,
-   Gerichtskosten (Zeitaufwand Richter, Zeugen etc.),
-   physischer und emotionaler Schaden bei den Opfern,
-   Wert des gestohlenen, beschädigten oder zerstörten Gutes,
-   Opferhilfe etc.

Vorteile der BodyCams für Polizisten:
Die erkennbare, offene Aufzeichnung senkt Aggressionen des Gegenübers.
Weniger Aggression kreiert eine sicherere Arbeitsumgebung.
Das Tragen der Kameras verbessert das Selbstvertrauen und die Zuverlässigkeit des Trägers.
Beispiele: Gewalt und Aggression wurden in Leeds um 30% reduziert, nur eine Tätlichkeit gegenüber einem Kameraträger in Fareham in 6 Monaten.
Dienstaufsichtsbeschwerden gegenüber Beamten können schneller und zuverlässiger aufgeklärt werden.

Zusammenfassung der Studie:

-   Senkung der Kriminalitätsrate.
-   Mehr Verurteilungen in einem frühen Stadium, mehr Geständnisse im Vorfeld.
-   Kürzere Bearbeitung von Dienstaufsichtsbeschwerden durch Videobeweis.
-   Weniger Gewalt gegen Polizeibeamte.
-   Verstärktes Sicherheitsgefühl bei Bürgern.
-   Gesunkene Allgemeinkosten bei Videoeinsatz (Gerichts-, Anwalts-, Polizeikosten).
-   Die Anschaffungskosten für die Kameras rentierten sich in kurzer Zeit.

BodyCams senken die Anzahl der eingestellten Fälle bei häuslicher Gewalt

Dank des neuen Trainings und der Körperkameras wurden im Bereich Bell County, Texas, weniger Fälle der häuslichen Gewalt (HG) eingestellt, die Anzahl der abgewiesenen Fälle sank.
Die Polizei in Sussex stellt ähnliches in ihrer „ Operation Cranberry“ fest. Spezielle, mit Kameras ausgerüstete Teams übernahmen Fälle von häuslicher Gewalt über die Weihnachtsfeiertage.
Es gibt verschiedene Gründe, warum Fälle von HG nicht angezeigt werden: Es gibt vielleicht nicht genügend Beweise oder der oder die Geschädigte hat Angst, Anzeige zu erstatten.
Während der Operation Cranberry sah sich die Staatsanwaltschaft die Aufnahmen der Kameras an und erhob Anklage in einem Fall, der sonst eingestellt worden wäre.

Die Verurteilungsrate in Fällen von HG nahm dank BodyCams zu. Dies war nicht nur in England und Texas der Fall, sondern auch in Kanada, wo die Rate von 50% auf 95% stieg, da der Videobeweis zu einer höheren Anzahl von Geständnissen führte und die Beamten ab dem Eintreffen vor Ort alles aufzeichnen konnten.
In Fällen, wo die Opfer Angst hatten auszusagen, reichte der Videobeweis allein vor Gericht schon aus, um eine erfolgreiche Verurteilung sicherzustellen.


USA: Umfrage unter Polizisten zum Thema Kameras und Beschwerden

Eine Untersuchung in USA zeigt, dass über 85% der befragten Polizisten angeben, dass am Körper getragene Videokameras falsche Anschuldigungen (polizeiliches Fehlverhalten) und Gerichtsverfahren (gegen Polizeibeamte) reduzieren.

The survey featured a number of questions related to body-worn cameras. (PoliceOne Image)

77% gaben an, dass sie die Kamera am Körper für effektiver halten als die im Fahrzeug angebrachte.
Bei der Kamera von Reveal Media muss man sich aber nicht entscheiden, es sind beide Lösungen möglich: Es gibt für den Fahrzeugeinsatz eine Saugnapfhalterung (s. “Zubehör“.)


Anwendungsgebiete der mobilen Kameras (BodyCam):

Polizeilicher Streifendienst:
Aufnahmen z.B.

-   vom Verhalten bei verbaler und/oder körperlicher Gewalt gegen Polizeibeamte
-   vom Verhalten betrunkener Autofahrer
-   vom Tätern in Fällen von häuslicher Gewalt
-   vom Zeugen bei komplizierteren Sachverhalten
-   vom Unfallort – Filmaufnahmen in HD


Einsatzhundertschaften (Fußballspiele, Demonstrationen)

-   Dokumentation mit Ton von Bedrohung, Beleidigung, Körperverletzung direkt an der „Front“

Einsatz bei der Spurensicherung

-   Video in HD,
-   Hände frei bei der Spurensicherung,
-   gleichzeitige Nutzung als Diktiergerät und somit Gedankenstütze zur späteren Berichterstellung,
-   Rekonstruktion eines Tatablaufes, evtl. mit dem Täter vor Ort (auch Kamera aus Tätersicht)


Autobahnpolizei:
Aufnahmen von:

-   Fahrern nach Geschwindigkeitsverstößen (Ansprechen am Fahrzeug)
-   Ausländischen LKW-Fahrern (nachträgliche Übersetzung)
-   Durchsuchung von verdächtigen PKW (Hände frei), Dokumentation der Auffindesituation

Zoll:

-   Dokumentation bei Schwarzarbeitskontrollen
-  Aussagenaufnahme mit Ton (spätere Übersetzung der Absprachen von angetroffenen Personen in Fremdsprache durch Dolmetscher)


Überwachung ruhender Verkehr (durch Ordnungsamtsmitarbeiter)
Aufnahme von:

-   Parksituation
-   Verhalten des ertappten Fahrzeugführers
-   Durchführung des Abschleppvorganges (Dokumentation angeblicher Schäden)


ÖPNV

-   Dokumentation der Fahrkartenkontrolle (Bus und Bahn)
-   Aggression gegen Kontrolleure


Sanitäter, Rettungsdienste

-   Randalierende bzw. alkoholisierte Patienten, Angriffe gegen Rettungskräfte


Einsatzmöglichkeiten bei Sicherheitsdiensten

Bei vielen Veranstaltungen sind private Sicherheitsdienste eingesetzt. Kommt es unter den Gästen zu einer Schlägerei, so laufen die Geschehnisse oft so schnell ab, dass die nachträgliche Aufklärung (ohne Video) schwierig wird.
Ein häufiger Einsatzgrund der Polizei ist der Anruf eines Diskotheken-Gastes: „Der Türsteher hat mich ohne Grund geschlagen“. In den wenigsten Fällen ist außerhalb der Disko eine Videokamera montiert, anhand derer man den Sachverhalt klären könnte; meist steht Aussage gegen Aussage. Dabei ist der Türsteher oft alleine, die Freunde des Gastes sagen für den „Geschädigten“ aus. Der Alkoholpegel der Gäste sorgt zudem nicht unbedingt für sachlich richtige Aussagen.

Ein Beispiel aus eigener Praxis:
Der Vorplatz eines Karnevalzeltes wurde durch den Sicherheitsdienst videoüberwacht und in einem eigenen Anhänger aufgezeichnet. Ein Mann musste nach mehreren Übergriffen auf weibliche Gäste vom Sicherheitsdienst aus dem Zelt geführt werden. Am Rande des Vorplatzes (immer noch im Bild) rief er die Polizei an und beschwerte sich, dass er von der Security ohne Grund zusammengeschlagen worden wäre.
Der polizeiliche Einsatzleiter besah sich Minuten später das Video im Anhänger. Seine Aussage anschließend: „Was will der? Eure Personalien? Der bekommt von mir einen Platzverweis, und damit ist er noch gut bedient. Nicht ihr habt ihn geschlagen, der schlägt ja um sich.“

Wie wäre dieser Fall wohl ohne den Videobeweis ausgegangen?
Vor Jahren war ein Sicherheitsmitarbeiter im Gespräch mit dem Autor stolz über den Einfall, bei Alarmfahrten / Alarmverfolgungen schon bei der Anfahrt ein Diktiergerät einzuschalten, um Beobachtungen (Kennzeichen, Feststellungen, Täterbeschreibungen) sofort aufsprechen zu können. Heutzutage hätte er sicher eine BodyCam im Einsatz, denn zu seiner Stimme könnte er nun auch noch die passenden Bildaufnahmen machen.

In vielen Städten werden private Sicherheitsdienste als sog. „Citystreife“ im Auftrag des Ordnungsamtes eingesetzt, um Fällen von Sachbeschädigung, Vermüllung und Ruhestörung nachzugehen. Der Einsatz einer BodyCam würde helfen, Entwicklungen nachzuvollziehen und Tätergruppen und Einzeltäter zu identifizieren.
Zwei englische Sicherheitsdienste haben über ihre Erfahrungen mit den BodyCams von Reveal Media berichtet:


„Secure Force“

„SecureForce UK hat seine Dienstleistung auf der Grundlage eines komplett transparenten Sicherheitsdienstes entwickelt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hat SecureForce den Einsatz von am Körper getragenen Videosystemen ab ihrer Markteinführung bei allen mobilen Sicherheitsaufgaben integriert.“

„Nach dem nicht erfolgreichen Versuch mit einem anderen System fanden wir das RS2 von Reveal Media sowohl anwenderfreundlicher als auch erheblich zuverlässiger als andere Systeme.“
„Sicherheitsmitarbeiter fühlen sich in potenziellen Konfliktsituationen besser geschützt, da das System offen erkennbar ist.“
„Wir müssen uns nicht auf das Gedächtnis oder Notizen des Mitarbeiters verlassen.“
„Wir konnten unsere Kunden in drei erfolgreichen Verurteilungen durch unsere Videoaufzeichnungen unterstützen.“
(Kameras) unterstützen unser Ziel nach absoluter Service-Transparenz, da sich Kunden auf Wunsch die Kontrollen ansehen können.“
„Unsere Kameras wurden in den vergangenen 18 Monaten jeden Tag eingesetzt und unsere Mitarbeiter sagen mir regelmäßig, dass sie ohne diese nicht mehr sein wollen.“


„G4S West of Scotland Events“

G4s West of Scotland Events“„Nach einer gründlichen Untersuchung und Tests wurde das Reveal Media RS2 an mehreren Veranstaltungsorten eingesetzt. Dies ging von Indoor- bis zu Outdoor-Events, bei denen die Kameras extrem beansprucht wurden. Das Spektrum reichte von offenen Fußballstadien bis zu Konzerten in Hallen mit wechselnden, schlechten Lichtverhältnissen und einem erhöhten Geräuschpegel. Wir fanden heraus, dass die Geräte mit all diesen Bedingungen klarkamen, sie waren ideal für unsere Ansprüche.“

Weiterhin setzt die Firma die Kameras auch für das Training ein, die Aufnahmen zeigen möglichen Weiterbildungsbedarf und bieten ein schnelles Feedback.

„Wir haben die Kameras bei all unseren Einsatzorten eingeführt, hatten einen großen Erfolg damit und bekamen eine positive Resonanz von unseren Kunden und den auftraggebenden Firmen, die wir betreuen.“

 
Zubehör

Fahrzeughalterung

Die Körperkamera wird einfach abgenommen und im Fahrzeug an einer Saugnapfhalterung wieder angesetzt. Die Kamera wird umgedreht und zeigt somit in Fahrtrichtung, der Monitor Richtung Fahrer bzw. Beifahrer. So lassen sich blitzschnell auch Fahrzeuge mit einer Videoüberwachung ausrüsten, die über diese Möglichkeit bislang nicht verfügten, wie z.B. Leihwagen bei Observationen etc. (Einsatz z. B. auch bei der Alarmverfolgung durch private Sicherheitsunternehmen).
Das Aufladen der Kamera kann dabei auch im Fahrzeug erfolgen: das Ladekabel ist mit einem USB-Stecker versehen, so dass die Stromversorgung über einen Zigarettenanzünderstecker möglich ist.

Fahrzeughalterung Aufnahmen im Büro

Auch bei Vernehmungen im Büro oder an Tatorten ist die Kamera sofort einsatzbereit.


Verdeckte Einsätze

Für verdeckte Einsätze (Observationen, SEK, MEK) sind Zusatzkameras erhältlich, die an die Kameraeinheit angeschlossen werden können.


Schulterhalfter

Bei Einsätzen, bei denen leichte T-Shirts oder Anzüge getragen werden, kann ein Schulterhalfter verwendet werden. Die Größe ist einstellbar, das Halfter ist leicht und stabil und ermöglicht das angenehme Tragen auch über einen längeren Zeitraum.


Ledertasche zum zusätzlichen Schutz vor Kratzern etc.


Dockingstation zum Aufladen für 4 Kameras

 

Verdeckte Einsätze

Für verdeckte Einsätze (Observationen, SEK, MEK) sind Zusatzkameras erhältlich, die an die Kameraeinheit angeschlossen werden können.

Schulterhalfter

Bei Einsätzen, bei denen leichte T-Shirts oder Anzüge getragen werden, kann ein Schulterhalfter verwendet werden. Die Größe ist einstellbar, das Halfter ist leicht und stabil und ermöglicht das angenehme Tragen auch über einen längeren Zeitraum.

verdeckte Einsätze Kamera mit Schulterhalfter

Ledertasche zum zusätzlichen Schutz vor Kratzern etc.


Dockingstation zum Aufladen für 4 Kameras

Kamera mit Ledertasche Kamera mit Dockingstation


Bedienung der Kamera

Die Anzahl der Knöpfe an der Kamera wurde bewusst klein gehalten: Der Träger hat nur die Möglichkeiten:

-   Die Aufnahme zu starten und zu beenden (großer roter Schalter auf der Seite)
-   Die Aufnahme anzusehen (Play, Vor- und Rücklauf)
-   Aufnahmen als wichtig zu markieren

Weitere Einstellmöglichkeiten sind für ihn an der Kamera nicht vorgesehen, auch können Videos nicht gelöscht, Einstellungen oder Datum/Uhrzeit nicht geändert werden.
Die Aufnahme startet, auch bei ausgeschaltetem Gerät, durch das Bedienen des Schiebeschalters. Je nach Menüeinstellung ertönt ein akustisches Signal und die rote LED an der Oberseite des Gerätes beginnt zu blinken, der Monitor schaltet sich ein.
Interessantes Detail: Es ist möglich, über das Menü zu steuern, dass die Aufnahme schon 30 Sekunden vor dem Einschalten beginnt. Somit sind evtl. wichtige Szenen – die zum Einschalten der Kamera geführt haben – nicht verloren.

Für Einstellungen wird eine kleine Kabel-Fernbedienung mitgeliefert, die den Zugriff auf das Menü erlaubt und die z. B. auf der Wache beim Vorgesetzten verbleibt. Mit ihr werden alle Grundeinstellungen der Kamera (Aufnahmequalität, Datum/Uhrzeit, Warntöne etc.) vorgenommen. Somit sind Manipulationen seitens des Trägers nicht möglich.


Speicherung der Aufnahmen

Zu einer korrekten Dokumentation gehört natürlich auch die Speicherung der Aufnahmen zur späteren Weiterverwendung.
Im Lieferumfang ist eine CD mit den Programmen enthalten. Damit wird der Aufbau einer Video-Bibliothek möglich, in der auch nach Aktenzeichen oder bestimmten Zeiträumen gesucht werden kann.
Vor dem Überspielen auf den Rechner werden die Videos gesichtet:
Fehlaufnahmen werden gelöscht, unwichtige Aufnahmen als solche gekennzeichnet und gespeichert. Es besteht die Möglichkeit, diese Aufnahmen nach einer bestimmten Zeit automatisch zu löschen.

Wichtige Aufnahmen werden als Beweismittel gekennzeichnet.
Wichtige und unwichtige Aufnahmen können mit sog. „tags“ versehen werden, also Stichwörtern, Suchbegriffen, Aktenzeichen usw. Erläuterungen zum Video werden in einem zusätzlichen Feld eingegeben.

Beim Abspielen der Videos können Standbilder als „Schnappschuß“ erzeugt und gespeichert und ausgedruckt werden. Somit stehen Fahndungsfotos aus den Aufnahmen sofort zur Verfügung.

RS Dems



Vertrieb:

VeranstaltungsüberwachungVertrieben werden die Kameras in Deutschland vom Generalimporteur MK-Wirtschaftsdienst GmbH. In deren Geschäftsbereich „Veranstaltungsbewachung“ werden seit Jahren Kameras zur Abschreckung von Tätern und Aufklärung von Taten eingesetzt.
Begonnen wurde mit einem kleinen „Set“, bestehend aus Stiftkamera, Monitor und VHS-Langzeitrecorder. Schon nach den ersten Einsätzen stellte sich heraus, dass die offene Videoüberwachung (auf die auch auf Schildern hingewiesen wird) eine präventive Wirkung auf Störer bei den Veranstaltungen hatte. In vielen Fällen wurden die Aufnahmen von Schlägereien der Polizei übergeben und auch zur Sachverhaltsaufklärung vor Gericht eingesetzt.


ausgestatteter Anhänger

 

 

 

 

 

Mit der Zeit wurde die Ausstattung umfangreicher und die Auf- und Abbauzeit länger. Auf der Suche nach einer Lösung wurde ein 3 m langer Anhänger mit 4 Kameras, Monitor und Rechner ausgestattet. Bei größeren Veranstaltungen, insbesondere Open Air, kann dieser als mobiles Büro vor Ort eingesetzt werden. Zusätzliche Beleuchtungsmittel, Erste Hilfe Koffer und Notstromaggregat runden die Ausrüstung ab.

 

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