Berlin-Köpenick - Blick auf die Altstadt vom gegenüberliegenden Ufer der Dahme in Spindlersfeld
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Blackout-Vorsorge: Welche Stolperfallen sind zu erwarten?

Von Herbert Saurugg

Im ersten Beitrag „Blackout: Ein gesellschaftlicher Kollaps“ wurde dargestellt, welche katastrophalen Folgen ein sehr realistischer europaweiter Strom- und Infrastrukturausfall („Blackout“) nach sich ziehen würde. Im zweiten Beitrag werden weitere oft wenig beachtete Details und Zusammenhänge dargestellt. Einerseits, um das Bewusstsein weiter zu schärfen. Auf der anderen Seite, um einfache Überlegungen und Vorbereitungsmaßnahmen anzustoßen, die helfen können, potentiellen Schäden in der eigenen Organisation zu reduzieren.

Im Februar 2019 kam es in Berlin-Köpenick zu einem folgenschweren Stromausfall, der 31 Stunden andauerte und rund 100.000 Menschen bzw. 2.000 Betriebe betraf. Trotz allem blieb die Situation beherrschbar. Auf der einen Seite handelte es sich um einen nicht so dicht besiedelten Bezirk. Zum anderen wurden Einsatzkräfte aus der gesamten Bundeshauptstadt zusammengezogen, um Schlimmeres zu verhindern. Die Einsatzorganisationen bemängelten im Nachgang die völlig unzureichende Krisenvorsorge. Ein Blackout sei damit keinesfalls beherrschbar. Besondere Herausforderungen traten wie vorhersehbar in der Gesundheitsversorgung auf. Ein Krankenhaus musste sogar in der Nacht teilevakuiert werden, nachdem die Notstromversorgung versagte. Große Mengen an Lebensmittel mussten entsorgt werden, da Ausfallzeiten in verschiedenen Ländern
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die Kühlketten zu lange unterbrochen und keine Notmaßnahmen vorbereitet waren. Im Fall eines Blackouts wären damit wichtige Ressourcen verloren gegangen.

Im Nachgang eines europaweiten Strom- und Infrastrukturausfalls ist mit erheblichen Versorgungsengpässen zu rechnen. Daher wäre es dringend geboten, die vorhandenen Ressourcen bestmöglich zu nutzen. Dazu müssten verderbliche Waren und Kühlgüter möglichst rasch und geordnet abgegeben werden, damit sie noch rechtzeitig verzerrt oder verkocht werden können. Wobei das verkochen häufig nur mit Ersatzkochmöglichkeiten möglich sein wird. Sollten die Waren in den Geschäften verderben, müssten sie aufwendig entsorgt werden, was in der Phase 1 und 2 kaum möglich sein wird. Im Sommer könnte dadurch rasch eine nicht beherrschbare Seuchenlage entstehen. Zum anderen wäre es notwendig, die vorhandenen Lebensmittel in den Geschäften ebenfalls geordnet abzugeben. Sollte dies nicht erfolgen, droht je nach Dauer des Stromausfalls eine Plünderung und damit die zusätzliche Zerstörung von Infrastruktur. Der Wiederanlauf der Versorgung würde noch länger dauern. Noch viel mehr Menschen wären dann davon betroffen. Rasches und vorbereitetes Handeln ist daher unverzichtbar, um mögliche Folgeschäden zu reduzieren. Dabei ist es unverzichtbar, unkonventionelle Wege zu gehen und bestehende Normen und Vorschriften außen vor zu lassen. Durch eine gediegene Vorbereitung könnte das wesentlich einfacher abgestimmt und kommuniziert werden, als in der Chaosphase. Sowohl was die Kommunikation nach innen, also das eigene Personal, das dann handeln muss, als auch die Kommunikation nach außen betrifft.

Armenviertel (Barrios), Caracas
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Anfang März 2019 kam es in Venezuela zu einem wirklichen Blackout, das zu Beginn beinahe 30 Millionen Menschen betraf und bis zu 7 Tage andauerte. In den europäischen Medien ging es fast nur um Schuldzuweisungen. Auch hier zeigten sich massive Probleme in der Gesundheitsversorgung aber auch bei der Wasser- und Lebensmittelversorgung. Es wurde von zahlreichen Toten berichtet. Das tatsächliche Ausmaß wird wohl erst nach und nach bekannt werden. Gleichzeitig muss betont werden, dass die Bevölkerung in Venezuela Versorgungsunterbrechungen gewohnt ist und auch entsprechende Rückfallebenen verfügbar hatte, die aber anscheinend auch nicht mehr ausgereicht haben. So wurde von zahlreichen Plünderungen berichtet. Zum anderen ist davon auszugehen, dass in Venezuela die gesamte Infrastruktur wohl wesentlich weniger vernetzt und wechselseitig abhängig ist, als dass bei uns in Mitteleuropa der Fall ist. Die Auswirkungen werden daher wohl bei uns noch deutlich schärfer ausfallen.

In den letzten Monaten häufen sich die Meldungen über Cyber-Angriffe auf Betreiber von kritischen Infrastruktureinrichtungen. Einige Medien berichten sogar davon, dass es im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen mit Nordkorea nicht zu einem Nuklear- sondern Cyber-Angriff kommen könnte. Hinweise darauf würden sich laufend verdichten. Eine Untersuchung deutscher Sicherheitsexperten hat bereits vor Jahren gezeigt, dass die Belastung der Internetnetzknoten durch einen Cyberkonflikt zwischen USA und xyz zu verheerenden Beeinträchtigungen des gesamten Internetdatenverkehrs führen würde. Selbst Internet-Experten waren von diesen potentiellen Nebenwirkungen möglicher bilateraler Cyber-Kriege überrascht. So könnte es dadurch auch in Europa zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen oder sogar zum Totalausfall von Kommunikationsinfrastrukturen kommen. Sogar der Ausfall der Stromversorgung wäre möglich. Die Versorgungslogistik und damit die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern wäre auf jeden Fall betroffen.

Im bayrischen Landkreis Miesbach mit rund 100.000 Einwohner wurde eine Blackout-Schadensanalyse durchgeführt. Man kam zum Schluss, dass nach vier Tagen Stromausfall mit rund 900 Todesfällen und enormen wirtschaftlichen Schäden zu rechnen ist. Das erscheint zunächst einmal sehr hoch. Aber es ist nicht unmöglich. Denn so gut wie die meisten Kliniken sind zwar auf einen Stromausfall, aber selten auf ein Blackout vorbereitet. Denn während man durchaus für 1-3 Tage Treibstoffvorräte für die Notstromversorgung vorrätig hat, sieht es in vielen anderen Bereichen deutlich schlechter aus. Viele Versorgungs- und Entsorgungsleistungen müssen sogar mehrmals täglich erfolgen, womit es sehr rasch zu massiven Einschränkungen in der medizinischen Versorgungsfähigkeit kommen könnte. Zum anderen ist die zentrale Frage, wie gut das Personal zu Hause vorbereitet ist, damit es überhaupt in den Dienst kommt.

Wie auch Berlin gezeigt hat, bedeutet ein verfügbares Notstromaggregat noch lange nicht, dass dieses auch reibungslos über einen längeren Zeitraum funktioniert. 2014 wurde in der Studie „Neue Erkenntnisse zur Lagerfähigkeit von Brennstoffen für Netzersatzanlagen“ die Qualität des Brennstoffes von Notstromeinrichtungen getestet. Die Erkenntnisse waren frappierend: Nur rund 8 Prozent war einwandfrei, rund 60 Prozent war bereits zum Zeitpunkt der Beprobung bzw. in naher Zukunft unbrauchbar. Das Hauptproblem ist die sogenannte Dieselpest, wo es nach 1-2 Jahren zum Ausflocken von Biodieselanteilen kommt. Das führt zur Verstopfung von Leitungen. Neben dem periodischen Notstromtest unter Last gehört daher auch die laufende Kontrolle der Brennstoffqualität zu den wichtigsten Wartungsmaßnahmen.

Bei wichtigen Einrichtungen stellt sich zudem die Frage, ob bzw. wie der Treibstoffnachschub sichergestellt werden kann. Das, was unter normalen Bedingungen gilt, ist für den Blackout-Fall nicht anzunehmen. Viele Tanklager sind nicht notstromversorgt. Zudem erfordert die Entladung von Tanklastzügen in der Regel eine funktionierende Internetverbindung, wie das deutsche Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in der Publikation „Treibstoffversorgung bei Stromausfall – Empfehlung für Zivil- und Katastrophenschutzbehörden“ 2017 festgehalten hat. Aber gerade hier muss mit erheblichen Problemen auch nach dem unmittelbaren Stromausfall gerechnet werden (Phase 2).

Daher muss auch im Gesundheitsbereich mit Totalausfällen von Versorgungseinrichtungen gerechnet werden, wodurch es zu längerfristigen Einschränkungen kommen würde. Viele Pflegeeinrichtungen haben nicht einmal eine Notstromversorgung. Auch die externe Betreuung von pflegebedürftigen Menschen wird in der Phase 1 und 2 nicht bzw. nur sehr eingeschränkt möglich sein. Ein Hauptproblem stellt dabei neben der Personalverfügbarkeit der Zutritt zu den Wohnobjekten dar, da die elektronischen Schließ- und Torsysteme bzw. Klingeln nicht funktionieren. Viele Dienstpläne werden aus Datenschutzgründen nur mehr elektronisch geführt. Das Essen-auf-Räder kommt Essen auf Rädern: Auslieferung einer Mahlzeit
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ebenfalls nicht mehr. Die Medikamentenversorgung funktioniert genauso wenig. Insulin muss zudem gekühlt werden. Damit sind die errechneten Todesfälle durchaus im Möglichen.

Gerade im Infrastrukturbetrieb (24/7) ist von lokalen Stromausfällen bekannt, dass bis zu 30 Prozent Hardware-Schäden in der IT auftreten können. Das fällt im Normalbetrieb nicht auf. Fällt der Strom jedoch einmal aus, weil die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) oder das Notstromaggregat auch bereits ausgefallen sind, werden beim Wiedereinschalten wichtige Bauteile zerstört. Die Kette ist bekanntlich nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Und das könnte gerade nach einem Blackout zu fatalen Folgen führen. Je länger der Stromausfall dauert, desto schwerer werden auch die Folgeschäden in der Telekommunikationsversorgung sein. Besonders, wenn auch Backbone-Systeme betroffen sind. Das würde wiederum zu weitreichenden Versorgungsunterbrechungen und -engpässen in allen Lebensbereichen führen (Phase 2). Daher ist einmal mehr die persönliche Vorsorge möglichst vieler Menschen für zumindest zwei Wochen das um und auf, um vernünftig durch eine solch absehbare Krisenlage kommen zu können.

Wie das BBK ebenfalls festgestellt hat, sind heute viele Tankwägen elektronisch Diebstahlgeschützt. Das bedeutet, dass diese zwar vielleicht nach der Wiederkehr des Stroms (Phase 2) oder mittels Notstromversorgung beladen werden können. Aber sie können aufgrund der fehlenden IT-Verbindung nicht mehr entladen werden. Dasselbe gilt bei vielen Tankstellen, die für eine Treibstoffabgabe eine IT-Verbindung benötigen. Es gäbe zwar Rückfallebenen, diese sind aber oft nicht implementiert oder bekannt. Womit unserer sehr hohe Versorgungssicherheit in allen Lebensbereichen im Falle eines Blackouts zur völlig unterschätzten Falle wird.

Völlig unterschätzt wird auch so gut wie in allen Bereichen die Rolle des eigenen Personals. Der Autor erlebt immer wieder ein Sicherheits- oder Krisenmanagement, das sich bereits ausführlich mit dem Szenario beschäftigt hat. Bei der Nachfrage, wie gut das Personal eingebunden und vorbereitet sei, erntet er aber immer ein betroffenes Seufzen. Das sei noch ein offener Punkt. Egal ob das bei Einsatzorganisationen, Infrastrukturbetreibern oder in Unternehmen ist. Damit gibt es dann zwar tolle Krisenpläne, die aber im Fall eines Blackouts mit großer Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren werden. Vor allem, da nur mehr, wenn überhaupt, eine eingeschränkte (Tele-)Kommunikationsmöglichkeit gegeben sein wird. Ein Management oder Organisieren ist fast unmöglich. So wie sich in der Wirtschaft zunehmend die Erkenntnis durchsetzt, dass sich die steigende Komplexität nur mit einer Dezentralisierung der Verantwortung beherrschen lässt, gilt dies umso mehr für das Szenario Blackout. Während das im Alltagsbetrieb jedoch durch die Informationsüberflutung geboten ist, ist das im Fall eines Blackouts genau aus dem gegenteiligen Grund: Massiver Informationsmangel. Daher muss das Schlüsselpersonal zum selbstständigen Handeln und Entscheiden befähigt werden, um weitere Schäden abzuwenden, wenn kein Rückfragen oder Absichern mehr möglich ist. Das passt oft nicht zur gelebten Alltagskultur, ist aber überlebenswichtig, da der Hund sehr häufig im Detail liegt.

Eine Blackout-Vorsorge konzentriert sich oft auf technische Maßnahmen, insbesondere auf die Notstromversorgung. Der viel größere Hebel sind jedoch die Menschen und das eigene Personal. Daher bräuchten wir dringend eine breite gesellschaftliche Diskussion zum Thema Blackout-Vorsorge.

Literatur:

Treibstoffversorgung bei Stromausfall: Empfehlung für Zivil- und Katastrophenschutzbehörden unter https://www.saurugg.net/2017/blog/krisenvorsorge/treibstoffversorgung-bei-stromausfall

 

Über den Autor
Autor: Herbert Saurugg
Herbert Saurugg, Experte für die Vorbereitung auf den Ausfall lebenswichtiger Infrastrukturen, war bis 2012 Berufsoffizier des Österreichischen Bundesheeres, zuletzt im Bereich IKT-/Cyber-Sicherheit. Seit 2012 beschäftigt er sich mit den möglichen Folgen der steigenden Vernetzung und Komplexität. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei dem europäischen Stromversorgungssystem bzw. einem europaweiten Strom- und Infrastrukturausfall („Blackout“). Er betreibt dazu einen umfangreichen Fachblog mit zahlreichen Hilfestellungen für Kommunen und Unternehmen (www.saurugg.net) und ist über die Grenzen Österreichs hinaus als weitsichtiger Querdenker und Referent bekannt.
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Blackout
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Stromausfall in Berlin-Köpenick – „schwarzer Schwan“ oder reales Sicherheitsrisiko „Blackout“?

Zuverlässige Alarmierung im Schwarzfall: Redundanz ist wichtig – aber dann richtig

Der Stromausfall in Berlin-Köpenick Mitte Februar hat gezeigt, wie anfällig die Infrastruktur einer modernen Metropole im 21. Jahrhundert ist. Darüber hinaus wurde Optimierungspotenzial im Katastrophenschutz offenbar. Die Auswirkungen waren beträchtlich. Auch wenn ohne Strom beispielsweise Mobiltelefonnetze ausfallen, müssen Alarmierung und Kommunikation der Sicherheits- und Einsatzkräfte zuverlässig gewährleistet sein. Die Profifunk-Experten von e*Message betreiben auch dafür Europas größtes Sicherheitsfunknetz. Das „Zauberwort“ heißt Redundanz – diese muss zuverlässig gewährleistet sein.

Am 19. Februar wurde es plötzlich dunkel in Köpenick. Nichts ging mehr im Südosten Berlins, für mehr als 30 Stunden waren rund 31.000 Haushalte und ca. 2.000 Gewerbetreibende in diesem Teil der Hauptstadt abgeschnitten von Elektrizität und davon abhängiger Versorgung. Kein Festnetztelefon, kein Mobilfunk, kein Licht und keine funktionierenden Kühlschränke mehr. Straßenbeleuchtungen, Ampeln und Fernwärmeversorgung waren ebenfalls ausgefallen. Der Grund: Die Beschädigung zweier 110.000-Volt-Kabel bei Bauarbeiten – zwar redundant vorhanden, allerdings in unmittelbarer Nähe verlaufend. Genau darin besteht der Fehler: Redundanz bedeutet nicht automatisch sichere Versorgung.

„Wenn Redundanzsysteme nicht vollkommen unabhängig vom Standardversorgungssystem sind, besteht immer ein Risiko“, sagt Dr. Dietmar Gollnick, Geschäftsführer von e*Message. Im Fall Köpenick bestand das Risiko in der räumlichen Nähe beider Systeme zueinander, die eine gleichzeitige Beschädigung möglich machte (was aufgrund der hier betroffenen Allende-Brücke vermutlich aber nicht anders machbar war).

„Die Notwendigkeit größtmöglicher Unabhängigkeit von Systemen gilt auch für die Kommunikation und deren Wege und Kanäle“, so Gollnick. Denn im Ernstfall – egal ob Blackout, regionaler Stromausfall, Naturkatastrophe oder Terroranschlag – müssen Rettungs- und Sicherheitskräfte zuverlässig alarmiert werden können. Auch hier muss eine zweite Infrastruktur existieren, die nicht nur beim Ausfall der optionalen Primärwege (Festnetztelefonie, Mobiltelefonie) funktioniert. Leit- und Einsatzstellen sowie Krisenstäbe müssen jederzeit in der Lage sein, Einsatzkräfte in jeweils betroffenen Gebieten erreichen zu können.

„Wir dürfen uns nicht auf nur eine Kommunikationstechnologie verlassen“, spricht Gollnick aus Erfahrung. Ein regionaler Stromausfall wie in Köpenick, Falschinformationen über soziale Netzwerke wie beim Amoklauf in München 2016, die Überlastung von digitalen Katastrophenwarnsystemen oder eine starke Belastung von Polizei-Digitalfunk auch im Ausland haben an unterschiedlichen Stellen der jüngeren Vergangenheit mehr als deutlich gemacht, dass es „die“ perfekte Primär-Lösung nicht gibt.

Europas größtes Sicherheitsfunknetz wird in Berlin betrieben

e*Message betreibt seit Jahren u.a. den Alarmierungsdienst e*Cityruf, der auch während des Köpenicker Stromausfalls zuverlässig zum Einsatz gekommen ist, weil er unabhängig von Mobiltelefonie und Festnetz funktioniert. Denn e*Message unterhält auch Europas größtes Sicherheitsfunknetz: unabhängig und satellitengestützt mit rund 800 Sendestationen in ganz Deutschland. Innerhalb dieses schmalbandigen Funknetzes senden mehrere Funkstationen jeweils gleichzeitig das gleiche Signal, sodass auch beim Ausfall einzelner Stationen immer weitergesendet werden kann (Gleichwellenbetrieb). Da sich die Funkversorgungsgebiete benachbarter Stationen überlappen, wird die Versorgung eines Gebietes immer durch mehrere Stationen gewährleistet.

So können Alarmierungs- und Benachrichtigungsinformationen gleichzeitig alle Adressaten zuverlässig erreichen. Bereitschaftsdienste aller Art setzen die Alarmierungslösung e*Cityruf ein. Überall, wo strikte Reaktionsfristen eingehalten werden müssen oder Störungen mit Folgeschäden drohen, sorgt e*Cityruf für zuverlässige Kommunikation – in der Stadt, auf dem Land, in Gebäuden, Kellern und Tiefgaragen. 

Darüber hinaus können Alarmierungs- und Warndienste installiert und eingesetzt werden, die bundesweit zuverlässig warnen und informieren: e*BOS sorgt für die unverzügliche, gleichzeitige Alarmierung von Feuerwehren und nichtpolizeilichen Einsatzkräften mit optimaler Funkversorgung. Als vorbeugende Warnlösung hat sich e*Warn etabliert.

Neu: Multichannel-Alarmierung

2017 hat e*Message den neuen Hybriddienst „2wayS“ eingeführt. In einem Gerät werden GPRS und POCSAG gebündelt Die Multichannel-Alarmierungslösung erweitert den hochverfügbaren Kommunikationsweg um ein öffentliches Mobiltelefonnetz als zweiten redundanten Kommunikationskanal. Das sorgt für noch höhere Verfügbarkeit und noch bessere Erreichbarkeit. Gesendete Nachrichten erreichen auf jeden Fall ihre Adressaten – die Ausfallwahrscheinlichkeit ist hundertmal geringer als bei der Nutzung nur eines Weges. Zusätzlich zu den beiden Kommunikationsnetzen für eine bessere Erreichbarkeit bietet das System auch einen Rückkanal für die optionale aktive Antwort des Adressaten.

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