Kontrolle in Berlin-Schönefeld, Gate easyJet
Foto: © Ralf Roletschek, wikimedia Commons

Luftsicherheit

Zusammenarbeit mit privaten Sicherheitskräften hat sich bewährt

Von Silke Wollmann

„Die Zusammenarbeit zwischen der Bundespolizei und den privaten Sicherheitskräften bei der Personen- und Gepäckkontrolle hat sich bewährt", darauf wies Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des BDSW, während einer Anhörung zur Änderung des Luftsicherheitsgesetzes am 7. November hin. (Die Stellungnahme des BDSW bei der Anhörung zur Änderung des Luftsicherheitsgesetzes finden sie hier.) Die Bundespolizei beleiht seit über 20 Jahren, an 14 deutschen Verkehrsflughäfen, Beschäftigte privater Sicherheitsunternehmen für die Tätigkeit als Luftsicherheitsassistenten. Alleine im Jahr 2015 wurden im Rahmen der Luftsicherheitskontrollen 340.888 verbotene Gegenstände sichergestellt – gefunden von privaten Sicherheitskräften, so Olschok.

Die Kritik der Polizeigewerkschaften und einzelner Abgeordneter der SPD-Bundestagsfraktion an der Arbeit der private Sicherheitskräfte sei ungerechtfertigt und völlig überzogen, so Olschok weiter. Damit solle ein bewährtes Modell „kaputtgeredet“ werden. Nicht „wer“ es mache sei entscheidend, sondern „wie“ die Kontrollen gemacht werden. Die derzeitige Qualifikation der beliehenen Beschäftigten erfolge in enger Kooperation mit der Bundespolizei. Diese stelle auch die Ausbildungsmaterialien und nehme die erforderlichen Prüfungen nach dem Luftsicherheitsgesetz ab, so Olschok.

Er fühle sich durch Dr. Emily Haber, Staatssekretärin im zuständigen Bundesministerium des Innern, bestätigt. Diese habe vor wenigen Wochen in einem Beitrag für den Behördenspiegel deutlich gemacht, dass sich die Luftsicherheitskontrollen in Deutschland „auf hohem Niveau“ befinden. Einer Rücknahme der Fremdvergabe erteilte die Staatssekretärin im BMI eine eindeutige Absage: „Die hierfür vorgebrachten Argumente erweisen sich nach einer nüchternen Überprüfung als nicht zwingend.“ Dem, so Olschok, sei seitens des Verbandes nichts hinzuzufügen. Er hoffe, dass das BMI und die tragenden Parteien bei dieser begründeten Auffassung blieben.

Die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit der beteiligten Akteure der Luftsicherheit wird auch am aktuellen Pilotprojekt für die Fluggastkontrolle der Zukunft „Easy Security“ am Flughafen Köln/Bonn deutlich. Dort werden auf Initiative des Bundesinnenministeriums (BMI) und des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) in enger Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort – der Bundespolizei, dem Sicherheitsdienstleister KÖTTER Aviation Security, dem Flughafen Köln/Bonn sowie der Lufthansa Group – die bestehenden Abläufe analysiert und für die Fluggäste vereinfacht. Ziel ist es, das bestehende hohe Niveau der Luftsicherheitskontrollen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Weitere Informationen zum Projekt „Easy Security“ finden Sie hier.

 

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