Panomera Polizei

„Einfach phänomenal“


Mit der Einführung des Multifocal Sensor Systems Panomera® hat der deutsche Entwickler und Hersteller Dieter Dallmeier einen komplett neuen Ansatz für die Videoüberwachung weitreichender Areale vorgestellt. Für Sicherheitsverantwortliche und Polizei bringt die einzigartige Technologie Vorteile mit sich, von denen man jahrelang nur träumen konnte. Der Regensburger Unternehmer hat damit einmal mehr Video-Geschichte geschrieben. Wir sprachen mit Roland Meier, dem Team Leader Panomera® Multifocal Sensor Systems bei Dallmeier.
Ein Videoclip macht die beschriebene Technik verständlicher.
Der Polizeichef einer durch randalierende Fußballfans besonders betroffenen Stadt nannte die neue Technik „einfach phänomenal“.


Herr Meier, was ist das Besondere an Panomera®?

Mit dem Multifocal-Sensorsystem Panomera® kann von einem einzigen Standort aus ein riesiges Areal hocheffizient überblickt werden. Beeindruckend ist dabei vor allem die Kombination von Gesamtübersicht und gleichzeitig höchster Detailauflösung: Auch weiter entfernte Objekte werden mit derselben Auflösung dargestellt wie Objekte im vorderen Bildbereich.


Wie ist diese hohe Auflösung möglich?

Wir nutzen ein ganz neues Objektiv- bzw. Sensorkonzept. Bei herkömmlichen Kameras werden die Pixel innerhalb des Sensors gleichmäßig genutzt, d. h. die vorhandenen Megapixel werden gleichmäßig auf das gesamte Bild verteilt. Die reale Szene ist allerdings nicht wie der Sensor zweidimensional, sondern dreidimensional – wobei die seitliche und tiefenperspektivische Ausdehnung nach hinten immer größer wird. Wenn die Pixel nun gleichmäßig auf dem Kamerasensor verteilt sind, heißt das, dass im hinteren Teil des Bildes ein viel größerer Bereich mit der gleichen Anzahl an Pixel aufgenommen wird wie im vorderen Teil. Und dies führt logischerweise dazu, dass weiter entfernte Objekte beim Hineinzoomen nicht mehr aufgelöst werden.
Mit Panomera® hingegen können wir ein gleichbleibendes Auflösungsraster über den gesamten Objektraum gewährleisten. Wir nutzen nicht eine einzige Optik, sondern ein Multifocal-Sensorsystem, also Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten. Wir „staffeln“ die Szene also, so dass jeder Bereich die für ihn optimale Brennweite hat.


Welche Vorteile hat dies konkret für die Überwachung?

Panomera® eignet sich sowohl für sehr breite Szenen als auch Bereiche mit großen Distanzen. Im Prinzip ist das so, als ob Sie die Vorteile einer Übersichtskamera und einer PTZ-Kamera mit hohem optischem Zoom miteinander kombinieren: Wie bei einer Übersichtskamera zeichnet Panomera® ständig den gesamten Bereich auf – und nicht etwa wie bei einer PTZ-Kamera nur den Bereich, in den gerade gezoomt wird. Gleichzeitig können Sie sich in der Gesamtszene aber beliebig bewegen und zoomen – selbst auf eine Entfernung von über 160m sind Personen noch eindeutig erkennbar!


Wenn nur eine Kamera die gesamte Szene aufnimmt – kann dann auch nur ein „Security Operator“ mit der Kamera arbeiten?

Nein, anders als bei PTZ-Kameras, bei denen immer nur einer die Kamera bedienen kann, können mit Panomera® beliebig viele Operators unabhängig voneinander über die gesamte Szene navigieren. Obwohl sich alle Operators also mit derselben Kamera verbinden, kann jeder einzelne Bediener seine Ansicht individuell auswählen und nach Belieben zoomen oder schwenken. Oder gleichzeitig Auswertungen in den Aufzeichnungen durchführen. Es können also gleichzeitig von beliebig vielen Mitarbeitern an verschiedenen Arbeitsplätzen Analysen durchgeführt werden, beispielsweise betrachtet einer live das Übersichtsbild, ein anderer zoomt live auf verdächtige Ereignisse, wieder ein anderer geht in den Aufzeichnungen um eine Stunde zurück.


Braucht man dafür nicht eine riesige Bandbreite?

Durch die sogenannte Multicast-Fähigkeit kann das Bildmaterial der Panomera® von mehreren Anwendern gleichzeitig eingesehen werden, ohne dass dabei die Daten mehrmals über das Netzwerk verschickt werden müssen. Dadurch verringert sich die benötigte Bandbreite erheblich.


Wie flüssig werden die Bilder dargestellt?

Panomera BildmaterialPanomera® liefert Bildmaterial in Echtzeit mit Frameraten von bis zu 25 fps, das ist also eine völlig flüssige Darstellung. Und ganz ehrlich: Wenn ein Videosystem tatsächlich zur Aufklärung von Vorfällen beitragen soll, dann ist das auch absolut notwendig. Nehmen wir mal an, in einem Fußballstadion hat jemand ein bengalisches Feuer entzündet und Sie möchten nun nachvollziehen, wer dies getan hat. Wenn Sie nun eine Kamera haben, die gerade mal ein Bild pro Minute aufzeichnet, können Sie höchstens erkennen, aus welcher Richtung das bengalische Feuer gekommen ist, aber nie den genauen Urheber feststellen. Mit Panomera® hingegen können Sie in Einzelschritten Bild für Bild in den Aufzeichnungen rückwärts gehen und so ganz genau erkennen, wer das Feuer gezündet hat.


Das hört sich alles sehr einleuchtend, aber gleichzeitig auch sehr komplex an…

Mal ganz ehrlich: Es ist schwierig, Panomera® allein mit Worten zu beschreiben und dabei alle Aspekte zu erfassen. Man muss das einfach mal live gesehen haben. Das erlebe ich sehr oft bei Kundenpräsentationen: Wer das System mit eigenen Augen gesehen hat, bei dem stellt sich schnell ein „Aha-Erlebnis“ ein. Wir bezeichnen das als den „Panomera®-Effekt“: Panomera® geht weit über die Grenzen herkömmlicher Kameras hinaus. Deshalb betonen wir auch immer wieder, dass Panomera® nicht einfach nur eine weitere Kamera ist, die Produkte von Mitbewerbern lediglich mit der Zahl ihrer Megapixel übertreffen will. Darum geht es gar nicht – hinter Panomera® steckt eine grundsätzlich neue Herangehensweise an das Thema Videosicherheit überhaupt, eine komplett neue Technologie.


Wie sieht es mit dem Preis aus? So ein System ist doch sicherlich sehr teuer, oder?

Firmenchef Dieter Dallmeier Ganz im Gegenteil: Panomera® ist das derzeit kosteneffizienteste System am Markt! Sicherlich ist eine Panomera® im Vergleich teurer als eine einzelne herkömmliche HD-Kamera. Aber dafür brauchen Sie für die gleiche Fläche, für die vorher mehrere Kameras notwendig waren, nur noch ein einziges Panomera®-System. Dabei liegt die größte Ersparnis bei den Aufwendungen für die Infrastruktur. Das sollte man sich noch einmal bewusst machen: Das Teuerste bei einer Kamerainstallation ist nicht die Kamera selbst, sondern die dafür benötigte Infrastruktur, sprich: Kameramasten, Verkabelung, Strom und dergleichen. Wenn nur noch ein einziger Kamerastandort notwendig ist, sparen Sie also enorm viel Geld. Von daher lohnt es sich, ein Projekt auf Basis der Panomera® durchrechnen zu lassen!


Muss ein vorhandenes Videosystem komplett erneuert werden, wenn sich jemand für eine neue Panomera®-Lösung entscheidet?

Bereits installierte Kameras können in das Panomera®-Konzept eingebunden werden und arbeiten ergänzend zusammen. Sogar die Steuerung von bestehenden PTZ-Kameras über die Panomera®-Station ist möglich. Via Mausklick fahren die beweglichen Kameras den gewünschten Punkt an und bieten so zusätzliche Ansichten aus einem anderen Blickwinkel. Beide Systeme arbeiten also effizient zusammen!
Und wo wir gerade beim Thema Integration sind: Auch eine mobile Lösung über unseren iPhone- Server kann problemlos realisiert werden. Die Bilder der Panomera® können beispielsweise auf einem iPhone oder iPad angezeigt werden, so dass die Sicherheitskräfte vor Ort die Bilder von auffälligen Personen sofort zur Hand haben. Das schafft noch schnellere Reaktionszeiten und größere Flexibilität.


Wie sieht es mit der Investitionssicherheit aus? Die Entwicklungszyklen neuer Technologien werden ja immer kürzer…

Durch die offene Systemarchitektur des Dallmeier-Systems bleibt die Videoanlage flexibel und skalierbar: Erweiterungen oder Anpassungen in der Zukunft sind einfach und unkompliziert möglich, auch ein Mischbetrieb mit Geräten verschiedener Generationen ist unproblematisch. Dadurch bietet die Lösung von Dallmeier langfristigen Investitionsschutz.

 

 

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Autor: Helmut Brückmann
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